Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Tätowieren eine Kunst im Sinne der KSK

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 

 

DAS Netzwerk Duebbert und Partner, Kontaktformular

Ist Tätowieren eine Kunst?

(verpd) Ein Tätowierer wird erst dann zu einem bildenden Künstler im Sinne des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG), wenn er mit seinen Arbeiten in Fachkreisen der Kunst Anerkennung erlangt hat. Eine Wertschätzung von Kunden und Berufskollegen reicht für eine Versicherungspflicht in der Künstlersozialkasse (KSK) hingegen nicht aus.

Das hat das Bundessozialgericht mit Urteil vom 28. Februar 2007 entschieden ( Az.: B 3 KS 2/07 R ).

Das Bundessozialgericht hat klargestellt, ob Tätowierer als bildende Künstler anzusehen sind und damit unter den Schutz der Künstlersozialkasse fallen.

Entwicklung eigener Motive

Wegen seiner Tätigkeit als selbstständiger Tätowierer wollte der Kläger Mitglied der KSK werden. Doch mit der Begründung, dass ein Tätowierer keine künstlerischen Leistungen oder Werke erbringt, lehnte diese seinen Antrag ab.

Das wollte der Mann nicht einsehen und zog vor Gericht. Mit folgender Aussage wollte er untermauern, künstlerisch tätig zu sein: Er habe den Beruf eines grafischen Zeichners erlernt und mehrere Jahre als Angestellter bei verschiedenen Werbeagenturen gearbeitet.

Seit April 2001 arbeitete der Kläger hauptberuflich als selbstständiger Tätowierer. Im Rahmen seiner Tätigkeit machte er seinen Kunden individuelle Vorschläge zur bildnerischen und farblichen Gestaltung ihres Körpers. Die Motive entwickelte und entwarf er nach eigenen Angaben völlig frei.

Doch all das konnte die Richter nicht überzeugen. Sie wiesen die Klage als unbegründet zurück.

Rein handwerkliche Tätigkeit

Nach Auffassung des Gerichts ist das Tätowieren trotz einer kreativen Komponente eine rein handwerkliche Tätigkeit. Denn der Schwerpunkt der Arbeit liege auf dem Einsatz manuell-technischer Fähigkeiten.

Die Tätigkeit eines Tätowierers wird nicht allein schon dadurch künstlerisch, weil im Einzelfall nicht nach vorhandenen Mustern und Schablonen gearbeitet, sondern das Motiv selbst gestaltet wird, so das Gericht.

Die Richter beriefen sich bei ihrer Entscheidung auf Paragraf 2 Satz 1 KSVG, in dem es heißt: Künstler im Sinne dieses Gesetzes ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt.

Das aber trifft auf einen Tätowierer nach Meinung des Gerichts nicht zu. Der Kläger kann sich daher nicht unter den Schutz der KSK begeben. Stellen Sie Ihre Fragen direkt den Experten

DAS Netzwerk Dübbert & Partner

ist ein Zusammenschluss freier und selbständiger Experten zu den einzelnen Fachgebieten.

IHK zertifizierte Versicherungsmakler, zertifizierte (gerichtlich zugelassene) Rentenberater, Ruhestandsplaner, freie Finanzdienstleister, Unternehmensberater, Finanzierungsberater, Immobilienmakler und auf Wunsch, Honorarberater. NewPlacement, OutPlacement, Karriere Coaching. Steuerberater, Rechtsanwälte aller Fachrichtungen, Wirtschaftsprüfer, Stiftungsberater und Notare.

DAS Netzwerk Duebbert und Partner, Kontaktformular

Wir vermitteln Ihnen die gewünschten Experten für Ihre Fragen, Wünsche und Anliegen.