28. März 2007
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Versicherungen -
Krankenversicherung
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Statistisch betrachtet,
so das Wissenschaftliche Institut der private Kranken Versicherung, beschert uns der medizinisch-technische Fortschritt jeden Tag sechs Stunden mehr Lebenserwartung. Die Frage ist, zu welchem Preis? Statistisch betrachtet, so das Wissenschaftliche Institut der PKV, beschert uns der medizinisch-technische Fortschritt jeden Tag sechs Stunden mehr Lebenswartung.
Die Frage ist, zu welchem Preis?
Überspitzt formuliert geht es darum, ob die Menschen durch die zusätzliche Lebenszeit mehr Jahre bei guter Gesundheit gewinnen, oder ob sich dadurch hauptsächlich ihre Siechtumsphase verlängert. Ersteres unterstellt die Kompressionsthese, während die Medikalisierungsthese vor allem von einer Zunahme der von Krankheiten gekennzeichneten Phase ausgeht.
Empirische Erkenntnisse, die entweder die eine oder andere Theorie stützen, gab es bisher nicht. Die Datenlage war schlicht katastrophal, konstatiert Christian Weber vom WIP. Und das, obwohl die Antwort auf diese Frage das ganz persönliche Wohl oder Wehe jedes Einzelnen ebenso betrifft wie die finanzielle Zukunft des gesamten Gesundheitssystems.
Erstmals liegen konkrete Daten vor
Dieses Erkenntnisdefizit konnte laut Weber inzwischen durch eine brandneue Studie seines Hauses gelindert werden. Deren Basis sind 1,2 Millionen PKV-Versicherte sowie die Leistungsausgaben der Versicherer pro Kopf in den Jahren 1995 bis 2004.
Das Ergebnis dieser Untersuchung ist allerdings nicht sehr erfreulich. Es spricht, so Weber, eindeutig für die Medikalisierungsthese.
Seit 1995 zeigt sich nämlich bei den Männern in allen Altersklassen Jahr für Jahr eine stetige Erhöhung der Ausgabenprofile. Bei den weiblichen Versicherten ergibt sich das gleiche Bild.
Hoffnung auf Kostenentlastung unrealistisch
Das Ausmaß der monetären Medikalisierung hängt laut den Untersuchungsergebnissen ganz eindeutig vom Alter ab. Im Klartext: Die Krankheitskosten steigen mit zunehmendem Alter tatsächlich überproportional an.
Alle Hoffnungen der Kompressionsthese, dass der medizinisch-technische Fortschritt sogar zu einer Kostenentlastung im Gesundheitssystem führen könne, sind laut Weber damit hinfällig. Denn die Fakten sprechen eben nicht dafür, dass die Menschen künftig ohne zusätzliche Krankheiten oder sogar relativ gesünder durch die zusätzlichen Lebensjahre kommen.
Ebenso unrealistisch sei die Erwartung
dass der immer spätere Eintritt des Todes bei immer mehr Menschen den regelmäßig sehr hohen finanziellen Aufwand unmittelbar vor dem Ableben tendenziell reduzieren könne. Richtig sei zwar laut der statistischen Analyse, dass diese Kosten mit zunehmendem Sterbealter sinken, aber dieser Einsparungseffekt werde durch die höheren Ausgaben während der zusätzlichen Lebensjahre überkompensiert.
Die Kosten steigen
und verteilen sich immer gleichmäßiger. Alles in allem sei deshalb davon auszugehen, fassten Weber und Niehaus die Ergebnisse der WIP-Studie zusammen, dass sich der Behandlungsaufwand einerseits in jeder Hinsicht immer gleichmäßiger verteile. Andererseits wird dieser permanent ansteigen und daher zum allgemeinen Altersereignis werden.
Das werden die gesetzlichen
Kranken - Versicherer besonders stark zu spüren bekommen, weil sie über keinerlei Altersrückstellungen verfügten. Dazu komme, dass sie immer mehr ältere und damit kostenintensivere, aber weniger Beiträge zahlende Mitglieder in ihren Reihen haben werden. oder doch lieber privat Patient? denken sie auch an das Krankengeld. Das Krankentagegeld ersetzt das Einkommen bei längerer Krankheit.
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