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Unfälle sind immer privat

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Sachversicherung

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Kann ein Versicherter bei einem Streit

mit seiner Unfallversicherung auch dann mit Leistungen seiner privaten Rechtsschutzversicherung rechnen, wenn er während der Berufsausübung verunglückt ist ?

(verpd) Bei einem Streit um Versicherungsleistungen aus einer privaten Unfallversicherung handelt es sich grundsätzlich um eine Interessenswahrnehmung im privaten Bereich des Versicherten. Für die Leistungsverpflichtung eines Rechtsschutzversicherers ist es daher unerheblich, ob sich der Unfall bei Ausübung einer beruflichen oder privaten Tätigkeit ereignet hat.

Das hat das Landgericht Dortmund mit Urteil vom 1. Februar 2007 (Az.: 2 O 314/06) entschieden.

Berufsunfall

Der Kläger war selbstständiger Bäckermeister. Im Rahmen seiner Rechtsschutzversicherung waren unter anderem Rechtsstreitigkeiten im Vertrags- und Sachenrecht für den privaten Bereich und die Ausübung nichtselbstständiger Tätigkeiten mitversichert.

Im Juni 2004 verunfallte der Kläger bei der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit. Er wollte daraufhin seine private Unfallversicherung in Anspruch nehmen. Als diese es ablehnte, sich mit dem Fall zu befassen, zog der Mann vor Gericht.

Doch sein Rechtsschutzversicherer verweigerte ihm die Gefolgschaft. Begründung: Der Unfall habe sich im beruflichen und nicht im privaten Bereich des Klägers ereignet. Die Wahrnehmung rechtlicher Interessen aus schuldrechtlichen Verträgen im gewerblichen Bereich sei aber nicht mitversichert.

Wahrnehmung ausschließlich privater Interessen

Mit seiner Klage hatte der Bäckermeister jedoch Erfolg.

Ebenso wie der Kläger waren auch die Richter der Meinung, dass mit der Inanspruchnahme einer privaten Unfallversicherung generell lediglich private Interessen eines Versicherungsnehmers verfolgt werden. Ebenso wie der Abschluss einer Krankenversicherung erfolgt auch der Abschluss einer privaten Unfallversicherung unabhängig von einer bestimmten Tätigkeit, so das Gericht.

Im Urteil heißt es dazu: Der Versicherungsnehmer der privaten Unfallversicherung deckt mit ihr das Invaliditätsrisiko ab, gleichviel ob die dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit des Versicherten nun durch ein bedingungsgemäßes Unfallereignis im privaten oder beruflichen Bereich entstanden ist.

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