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höhere Beiträge in der PKV für Männer

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Das Antidiskriminierungsgesetz greift auch in der PKV

(Private Krankenversicherung). So dürfen Frauen nicht mehr mit höheren Kosten in den Krankenversicherung - Tarifen der Privaten Krankenversicherung belastet werden. Die Logik war schon länger zweifelhaft, was die Schwangerschaft betraf.

Wenn Frauen in jüngeren Jahre höhere Kosten verursachen, so holen Männer im Alter auf. Auch dürfte die Argumentation der Schwangerschaft generell zweifelhaft sein, da ja gerade bemängelt wird, das gut ausgebildete Frauen und Akademikerinnen seit Jahren immer weniger Kinder bekommen.

Auf das " Schwangerschaftsrisiko " dürfen sich die Versicherer in Zukunft also nicht mehr berufen. Haben privat versicherte Frauen doch immerhin ca.30 Prozent mehr Krankenversicherung - Prämie bezahlt als Männer.

Hintergrund des AGG

(Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)

es darf keine Diskriminierung wegen des Geschlechts geben.

Nun ist dieses Thema zum 01.01. 2008 vom Tisch.

Somit werden die Beiträge der privat versicherten Männer um ca. 10 Prozent steigen, so die Pressesprecherin des PKV Verbandes. Die Beiträge für Frauen könnten somit billiger werden. Die Details hängen hier aber von Alter, der Tarifgruppe und dem Frauenanteil in den jeweiligen Tarifen ab. Am stärksten könnten die 20 bis 40 jährigen Männer betroffen sein. Möglicherweise vor allem Beamte, da gerade in den Beamtentarifen besonders viel Frauen versichert sind.

Tarife und Kalkulationen gibt es hierzu noch nicht.

Das wird bis November 2007 dauern. Zudem müssen die neuen Tarife und Beiträge erst noch von der Finanzaufsicht genehmigt werden. Die Details sind offen.

Generell lässt das AGG unterschiedliche Tarife für Männer und Frauen zu.

Hier muss dann aber bewiesen werden das eine relevante, genaue versicherungsmathematische und statistische Risikobewertung die Prämienunterschiede rechtfertigt.

Es muss nachgewiesen werden,

das aufgrund der Krankheitskosten und der höheren Lebenserwartung bei Frauen diese Beitragserhöhung gerechtfertigt ist. Das darf bezweifelt werden. Hat doch das Bundesfamilienministerium vor zwei Jahren ( durch Heinz Rothgang vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität in Bremen) eine Studie vorgelegt, die genau das bezweifelt. Das Ergebnis besagte folgendes, zieht man die Schwangerschaftskosten aus dem Tarifbeitrag raus, so sind die verbleibenden Kosten ziemlich gleich. Auch das Argument der längeren Lebenserwartung von Frauen zieht nicht so richtig.

Ergab doch die gleiche Studie, dass die Lebenserwartung

der privat versicherten Männer zu den privat versicherten Frauen näher bei einander liegen als im Bevölkerungsdurchschnitt. Also noch weniger Gründe um die Prämienunterschiede zu rechtfertigen. Folglich dürfte die Argumentation der PKV auf recht schwachen Füßen stehen.

Bei den anderen Versicherungsarten soll sich nichts ändern.

So zahlen Frauen in der KFZ Versicherung und in der Lebensversicherung oftmals niedrige Prämien, dafür in der privaten Rentenversicherung, auf Grund der längeren Lebenserwartung, höhere Prämien.

Bleibt abzuwarten was die neuen Tarife und Prämienrechnungen 2008 hervor bringen. Krankenversicherung- und Tarif vergleiche.

Fragen zur privaten Krankenversicherung.

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