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Hausratversicherung, Hagelschäden

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Sachversicherung

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Nicht alles was im Haushalt

auf der Terrasse, im Garten, auf dem Balkon, auf der Veranda vorhanden ist, ist auch bei Hagel versichert, also sind nicht alle Hagelschäden durch die Hausratversicherung abgedeckt, wie das Amtsgericht München klargestellt hat. Hier muss das Risiko gesondert versichert werden. Die Nachfrage beim Versicherer bzw. beim Versicherungsmakler erspart den späteren Ärger.

Verhagelte Entscheidung

(verpd) Auch eine überdachte Terrasse zählt nicht zu den Versicherung-Räumen im Sinne der Hausratversicherungs-Bedingungen (VHB). Werden darauf befindliche Gegenstände durch Hagel beschädigt, so besteht kein Versicherungsschutz.

Das hat das Amtsgericht München in einem kürzlich veröffentlichten Urteil vom 17. November 2006 klargestellt (Az.: 251 C 19971/06).

Beschädigtes Kunstwerk

Die Klägerin hatte die durch einen Balkon überdachten Terrasse ihrer Wohnung mit einer wertvollen Stahlplastik geschmückt. Als ein Unwetter aufzog, versuchte sie, die Plastik mit einer Wolldecke zu schützen.

Doch diese Maßnahme half wenig. Denn der anschließende Hagelsturm wehte die Decke weg und beschädigte das Kunstwerk erheblich. Ein Restaurator veranschlagte die Reparaturkosten auf annähernd 4.500 Euro.

Diesen Betrag wollte die Frau von ihrer Hausratversicherung ersetzt haben. Doch der Versicherer lehnte eine Schadenregulierung ab. Er bestritt zwar nicht, dass ein Hagelschaden vorgelegen hatte. Doch seiner Ansicht nach gehörte die Terrasse im vorliegenden Fall nicht zur Wohnung im Sinne von Paragraf 9 VHB.

Dieser Ansicht schloss sich das von der Versicherten angerufene Gericht an. Es wies die Klage als unbegründet zurück.

Nicht innerhalb des Gebäudes

Zum Versicherungsort im Sinne der Hausratversicherungs-Bedingungen gehören zwar auch unmittelbar an das Gebäude anschließende Terrassen. Trotz allem sind Sturm- und Hagelschäden ausdrücklich nur dann versichert, wenn versicherte Gegenstände innerhalb eines Gebäudes beschädigt oder zerstört werden.

Eine Ausnahme von dieser Regel bilden ausschließlich Antennenanlagen und Markisen, für die auf dem gesamten zur Wohnung gehörenden Versicherungsgrundstück Versicherungsschutz besteht.

Anders als die Klägerin zeigte sich das Gericht überzeugt davon, dass im Sinne des Wortlauts der Versicherungsbedingungen auch eine überdachte Terrasse nicht als innerhalb des Gebäudes angesehen werden kann. Der Versicherer hat daher den Versicherungsschutz zu Recht verweigert. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

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