11. Juni 2007
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Versicherungen -
Krankenversicherung
Mit dem Aufschwung der Wirtschaft
weniger Arbeitslosen und mehr Einnahmen der Krankenkassen durch sozialversicherungspflichtige Arbeitsverträge und der Gesundheitsreform geht es den Krankenkassen gut. Das reicht aber noch nicht zur Entwarnung. Die Krankenkassen müssen weiter sparen, auch wenn die Einnahmen zur Zeit die Ausgaben übersteigen.
Den Start in den Gesundheitsfonds 2009 können die gesetzlichen Krankenkassen nach Ansicht des Gesundheitsministeriums auf einer stabilen finanziellen Grundlage beginnen.
Wirtschaftslage stärkt Krankenkassen
(verpd) Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kann nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) auch in diesem Jahr wieder mit Überschüssen rechnen, so dass es gute Voraussetzungen für stabile Finanzen beim Übergang zum Gesundheitsfonds im übernächsten Jahr gebe.
Im ersten Quartal 2007 sei zwar noch ein jahreszeitlich übliches Defizit bei den Krankenkassen von 0,7 (Vorjahr 1,2) Milliarden Euro angefallen. Die steigenden Beschäftigungszahlen und höheren Tarifabschlusses wirkten sich aber erst mit Verzögerung positiv aus, erklärte das Ministerium.
Zudem würden die Bundeszuschüsse über 2,5 Milliarden Euro, die im Mai und November ausgezahlt werden, die Trendwende unterstützen. 2006 hatten die gesetzlichen Kassen mit einem Plus von 1,73 Milliarden Euro abgeschlossen.
Weitere Sparanstrengungen notwendig
Schmidt forderte die Kassen zu weiteren Sparanstrengungen auf. Die sich aus dem GKV-Wirtschaftlichkeits-Stärkungsgesetz ergebenden Einsparmöglichkeiten müssten konsequent umgesetzt werden.
Die Krankenkassen seien auch gefordert, das Arzneimittel-Spargesetz offensiv zu nutzen und über Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern zugunsten der Versicherten zu wirken.
GKV - Einnahmen steigen stärker als Ausgaben
Die Einnahmen nahmen im Berichtsquartal auf 36,4 Milliarden Euro zu. Je Mitglied bedeute dies einen Zuwachs von 4,3 Prozent. Das Beitragssatzniveau stieg um 0,6 Prozentpunkte.
Die Ausgaben summierten sich von Januar bis März auf 37,1 Milliarden Euro. Je Mitglied seien die Leistungsausgaben der Kassen um 2,8 Prozent gestiegen, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums weiter. Belastend wirkte dabei die zu Jahresbeginn vorgenommene Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent.
GKV Ende des Jahres weitgehend schuldenfrei
Die in diesem Jahr zu erwartende, positive Finanzentwicklung wird nach Einschätzung des Ministeriums dazu führen, dass fast alle Kassen ihre Verschuldung abbauen oder sogar Finanzreserven aufbauen können.
Bereits Ende 2006 seien 190 der damals 250 Kassen rechnerisch schuldenfrei gewesen. Es sei auch Aufgabe der Verbände dafür zu sorgen, dass alle Kassen Anfang 2009 ohne Schulden in den neuen Gesundheitsfonds starten können. Schmidt forderte namentlich den BKK-Bundesverband auf, ein Entschuldungskonzept vorzulegen.
Virtuelle Gesundheitsratgeberin Clara soll aufklären
Mit der seit April in Kraft getretenen Gesundheitsreform ergeben sich zahlreiche Neuerungen, die nicht für jeden gleich durchschaubar sind.
Mit der virtuellen Gesundheitsratgeberin Clara will das Ministerium im Internet Ratsuchenden helfen. Das Datenbanksystem sei in Sachen Gesundheitsreform um 400 Fragen und Antworten ergänzt worden.
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