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Bundestag, Versicherungsvertragsgesetz

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Das mehr als hundert Jahre altes Versicherungsrecht

wird endlich verbrauchergerechter und daran hat der BdV einen erheblichen Anteil. Denn er hat 2005 vor den höchsten deutschen Gerichten Urteile erzielt, die diese Veränderung des Versicherungsrechts maßgeblich beschleunigt haben.

Folgende wesentliche Veränderungen für den Verbraucher gibt es:

1. Ein umfassendes und dokumentiertes Beratungsgespräch vor Abschluss des Vertrages ist künftig Pflicht!

2. Kunden müssen künftig bei Vertragsabschluss nur noch die Umstände angeben, nach denen der Versicherer auch fragt.

3. Besitzer von Lebensversicherungsverträgen sind zukünftig nach Beendigung des Vertrages zur Hälfte an den stillen Reserven des Unternehmens zu beteiligen. Außerdem erhalten sie im Falle einer sehr frühen Kündigung einen höheren Rückkaufswert. Grund ist, dass die Abschlusskosten zukünftig auf die ersten fünf Versicherungsjahre aufgeteilt werden müssen.

4. Die Versicherer müssen zukünftig die Abschlusskosten sowie Vertriebskosten konkret beziffern.

5. Zukünftig erhalten Versicherte auch dann eine Leistung, wenn Sie den Versicherungsfall grob fahrlässig herbeigeführt haben. Die Leistung erfolgt dann anteilig, je nach Schwere des Verschuldens.

6. Kündigt der Versicherungsnehmer im Laufe des Jahres seinen Vertrag zum Beispiel aufgrund eines Schadensfalles dann muss er nur noch anteilig bis zu diesem Zeitpunkt die Prämie zahlen.


 

Trotz dieser vielen positiven Änderungen gibt es einige Kritikpunkte des BdV

bei der Umsetzung des neuen VVG :

Eine ausreichende Vergleichbarkeit zwischen Versicherungen und anderen Anlageformen ist immer noch nicht hergestellt.

Der Gesetzgeber hat es versäumt, die Beratung von der Höhe der Prämie abzukoppeln. Die Prämienhöhe darf nicht die Dauer und den Umfang der Beratung diktieren.

Ebenfalls als nicht akzeptabel sieht der BdV die Tatsache an

dass das Gesetz weiterhin den Verzicht auf Beratung durch den Verbraucher gestattet.

Für die PKV - Versicherer gibt es eine Möglichkeit der Leistungskürzung

indem Wirtschaftlichkeitserwägungen bei der Abrechnung ausdrücklich zugelassen werden. So kann der Versicherer trotz medizinischer Notwendigkeit Erstattungen kurzerhand zusammenstreichen.

Quelle: Bund der Versicherten e.V. (BdV)

Anmerkung von Dübbert und Partner Versicherungsmakler und Finanzdienstleister

es ist zu begrüßen, dass ein 100 Jahre altes Gesetz modernisiert wurde.

Das Beratungsprotokoll war für jeden seriösen Versicherungsmakler

schon immer die Grundlage für die Beratung seiner Mandanten. Das der Gesetzgeber es dem Mandanten überlässt auf die Beratung zu verzichten sehen wir darin begründet, dass der Mandant eine freie Entscheidung hat.

Das verschiedene Vertriebsgruppen und dubiose "Vertreter"

der Versicherungs - Branche und der Finanzdienstleistungs - Branche, welche den schnellen Euro machen wollen damit Missbrauch betreiben werden liegt außer Zweifel. Dubiose Vertriebe und Vertreter werden dem Kunden die Beratungsverzichtserklärung vorlegen und unterschreiben lassen. Unterschreibt der Kunde, hat er zukünftig keinen Anspruch darauf, den Versicherungsvermittler Belangen zu können. Somit ist der Verbraucher aufgerufen eigenverantwortlich auf das Beratungsprotokoll zu bestehen. Vermutlich werden sich die Gerichte nun vermehrt mit dieser Thematik beschäftigen.


 

Grobe Fahrlässigkeit, Vorsatz?, Leistungskürzung

will man dieses Thema ehrlich behandeln, so müsste man sich erst einmal fragen, was das Ansinnen ist und was es bedeutet, " durch grobe Fahrlässig herbeigeführt ". Die Rechtsauslegung dazu wird ebenfalls unserer Auffassung nach zukünftig die Gerichte beschäftigen. Fraglich bleibt die Grenze und die Definition zwischen Fahrlässig und Vorsatz.

Jeder Versicherungsnehmer sollte sich zukünftig

genau darüber informieren welchem "Vertreter" er sein Vertrauen schenkt. Der Verbraucher muss zukünftig genauer Hinsehen wo er seine Versicherungen abschließt. Blindes Vertrauen war in der Vergangenheit und wird auch in der Zukunft immer mit Ärger verbunden sein. Auch wenn es für manchen Kunden lästig ist sich mehr mit seinen Versicherungen und Geldanlagen zu beschäftigen, so muss ein Umdenken auch beim Verbraucher statt finden. Versicherungen und Geldanlagen kann man nicht mal so eben nebenbei abschließen. Wollen Sie als Verbraucher von einem Profi bedient werden, so müssen sie sich Zeit nehmen um Ihre Versicherungen oder Geldanlagen zu kaufen.

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