21. August 2007
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Versicherungen -
Finanzen
Altersvorsorge, eine Milliarde weg
Insolvenzverwalter sucht nach der Lösung es ist davon auszugehen, dass das Geld unwiederbringlich weg ist. Zwar ist der ehemalige Chef der Göttinger Gruppe Erwin Zacharias wieder auf freiem Fuß und der Insolvenzverwalter Rolf Rattunde sucht nach einer "individuellen Lösung" doch die Lage scheint aussichtslos zu sein.
So ist der ehemalige Chef Zacharias ist zwar auf "freiem Fuß",
darf Deutschland aber nicht verlassen und muss der Justiz zur Verfügung stehen. Zacharias zeigt sich kooperativ und will aussagen. So hat Zacharias die 240.000 Euro aus einem Grundstücksverkauf an die Justiz abgetreten. Zacharias hatte aus einem privaten Strafverfahren 400.000 Euro nicht bezahlt und wurde damals in Amsterdam fest genommen. Jetzt zeigt sich Herr Zacharias also kooperativ und ist zur Aussage bereit.
Gleichzeitig versucht Rolf Rattunde für 93.000 Anlegern
den Schaden zu mindern, trotzdem droht den Anlegern eine Steuernachforderung vom Finanzamt.
Noch vor der Insolvenz der Göttinger Gruppe im Jahr 2006 sollen Vermögen der Göttinger Gruppe verschoben / verkauft worden sein. Das allerdings waren die letzten Vermögenswerte der Holding. Damit wird nun vom Insolvenzverwalter geprüft, ob und an wen die Gelder verschoben wurden.
Es ist davon auszugehen, dass ca. 250.000 Anleger von der Pleite
der Göttinger Gruppe betroffen sind und für die Anleger somit eine Milliarde Euro verloren sind.
Das Gericht hatte im Juni 2007 das Insolvenzverfahren gegen die Göttinger Gruppe und zwei weitere Gesellschaften des Konzerns mit Sitz in Berlin eröffnet.
Tragisch an der ganzen Sache ist, dass tausende von Anlegern der Göttinger Gruppe ihre Altersversorgung anvertraut hat. Über die Securenta AG wurden im großen Stil atypische stille Beteiligungen als Altersvorsorge Produkt verkauft.
Das der ehemalige "Berater"
hier haftbar gemacht werden kann ist eher unwahrscheinlich. Die sogenannte Vermögensschadenversicherung ist erst seit dem 22.05.2007 ein Muss. Zum anderen darf angezweifelt werden, dass es den Berater noch gibt. Die Fluktuation in solchen Strukivertrieben (neudeutsch Netzwerk Marketing, siehe Risiko) ist überproportional hoch. Sorry, aber anders kann man diese Abzocker nicht nennen, denen es völlig gleichgültig ist was mit dem Geld der Anleger und in diesem Fall mit der Altersvorsorge des Kunden passiert. Oftmals kann man aber dem einzelnen " Vertreter " nicht mal einen Vorwurf machen.
Wer die "Rekrutierung-Maßnahmen" dieser Vertriebe kennt
oder mal auf so einer " Veranstaltung " war, der weiß wie die Berater "eingefangen" werden / wurden. Phantastische Hochrechnungen und Zukunftsvisionen vom schnellen Geld haben so manchem die Sinne schwinden lassen. " mein Konto, mein Haus, mein Auto, mein ... " Da kein Qualifikationsnachweis zu erbringen war, konnte jeder, der gestern noch ... heute mit dem Vertrauen und Ersparten des Kunden zocken. Aber wie gesagt, die "normalen" Vertreter wurden nur verheizt. War der Familienkreis, der Bekanntenkreis und der Freundeskreis " abgezockt ", war meistens auch der "Vertreter" weg. So wurden und werden in kürzester Zeit "Vertreter" ausgetauscht.
Einzig die "Obermeister" der Hierarchien
hielten es oft recht lange aus. Haben sie doch lediglich kassiert und den Kunden nie gesehen. Die Hierarchien sind relativ einfach. Der unten bekommt am wenigsten vom Geld, nach oben wird weiter verteilt.
Erst mit den EU - Vermittlerrichtlinien, welche am 22.05.2007 in Kraft getreten sind ist auch der Qualifikationsnachweis des Beraters nachzuweisen.
Aber so ganz " ungeschoren " kommt der Anleger
in der Betrachtung auch nicht davon. Gutgläubigkeit, Leichtgläubigkeit und die ( teilweise ) Unwissenheit sind nicht immer als Entschuldigung für seine Unterschrift zu rechtfertigen. Was wurde oftmals nicht alles an Zins und Rendite versprechen geglaubt. Zins Abschreibungen und Verlust - Abschreibungen, was hat sich auf dem Papier dieser " Vertreter " alles schön gerechnet und der Kunde hat es nur zu gern und zu bereitwillig geglaubt. Siehe auch ...
Der Verbraucher ist aufgefordert sich kundig
zu machen und zu hinterfragen. Finger weg von dubiosen Anlageberatern und " guten Freunden " die den heißen Tipp haben. Jedem Anleger muss bewusst sein, dass ohne Risiken keine schnellen Renditen zu erwirtschaften sind. Aber genau das Risiko wurde bewusst verschwiegen und so kommt es für viele Anleger nun zu einem bösen Erwachen und zum Totalverlust ihrer Anlagen.
Fragen, Fragen und nochmal Fragen, dass sollte die Lehre
aus solchen Zusammenbrüchen sein. Gehen sie zu einem unabhängigen Versicherungsmakler oder unabhängigen Finanzdienstleister und holen sie Angebote ein. Glauben sie nicht was Ihnen erzählt wird, sondern machen sie sich Sachkundig. Fragen sie eine Steuerberater, eine unabhängigen Versicherungsmakler oder unabhängigen Finanzberater und lassen sie vor Ihrer Unterschrift das " tolle " Angebot prüfen.
Der seriöse unabhängige Versicherungsmakler
oder unabhängige Finanzberater wird sie nie zur Unterschrift drängen, denn in den wenigsten Fällen läuft die Zeit davon. Der unabhängige Versicherungsmakler oder unabhängige Finanzberater wir ihnen in Ruhe alle Fragen beantworten und ein Beratungsprotokoll führen. Das Beratungsprotokoll kann Jahre später das Risiko, welche sie bereit waren zu tragen, belegen. Das ausführliche persönliche Gespräch sollte nie unter Zeitdruck geführt werden. Lieber verzichten sie auf das " tolle " Angebot und sind so auf der sicheren Seite, als mit einem Totalverlust zu erwachen. Fachanwalt Service Telefon ...
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