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vom Tisch zum Kunstwerk

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Sachversicherung

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Haftpflichtversicherung

ein Besprechungstisch wird zum Kunstwerk Steht einer Gastgeberin Schadenersatz zu, wenn sie einem kleinen Kind Stift und Papier zum Malen überlässt und dieses Kind nicht nur das Papier, sondern im Eifer des Gefechts auch den Tisch verziert ?

Wer selbst eine Gefahrenquelle eröffnet und durch sein eigenes Eingreifen den Schaden hätte verhindern können, hat keinen Anspruch auf Schadenersatz.

Das hat das Amtsgericht München mit Urteil vom 22. Juni 2007 entschieden (Az.: 271 C 8031/07).

Beschädigter Besprechungstisch

Die Beklagte hatte eine Rechtsanwältin damit beauftragt, sie in einer Familiensache zu vertreten. Zu einer im Oktober 2006 in der Kanzlei der Anwältin stattfindenden Besprechung brachte sie ihre beiden Söhne mit.

Die Kinder nahmen wie ihre Mutter an der Längsseite des Besprechungstisches Platz, während sich die Anwältin an das Kopfende des Tisches setzte.

Um die Kinder zu beschäftigen, gab ihnen die Juristin Papier und Textmarker, um Bilder malen zu können. Doch dabei drückte der vierjährige Sohn der Beklagten so heftig auf das Papier, dass die Farbe durch drei Lagen durchweichte und den wertvollen Holztisch beschädigte. Dabei entstand ein Schaden von knapp 1.500 Euro.

Mit dem Argument, dass ihre Mandantin während der Besprechung nicht ausreichend auf ihre Kinder aufgepasst hatte, verlangte die Anwältin Schadenersatz.

Kein Anspruch auf Schadenersatz

Zu Unrecht, meinte das Münchner Amtsgericht und wies die Schadenersatzklage der Advokatin als unbegründet zurück.

Grundsätzlich, so das Gericht, ist eine Mutter minderjähriger Kinder in einer fremden Umgebung dazu verpflichtet, auf die Kinder aufzupassen und gegebenenfalls ein zugreifen, um einen Schaden zu verhindern.

Im zu entscheidenden Fall trifft die geschädigte Rechtsanwältin aber ein so hohes Mitverschulden, dass ein Schadenersatzanspruch ausgeschlossen ist.

Denn nach Ansicht des Gerichts hat die Klägerin den Schaden überhaupt erst ermöglicht, indem sie den Kindern Stifte und Papier zum Malen überließ. Anders als die Kinder und deren Mutter hat die Anwältin die Qualität von Papier und Stiften sowie das von diesen Gegenständen ausgehende Gefährdungspotenzial für den Holztisch gekannt.

Einflussmöglichkeiten nicht genutzt

Sie hätte den Schaden nach Überzeugung des Gerichts daher leicht verhindern können, wenn sie ihre Mandantin beziehungsweise deren Kinder auf die Gefahren hingewiesen hätte. Das aber hatte sie versäumt.

Im Übrigen war die Klägerin bei der Besprechung selber durchgängig anwesend und hatte so die gleichen Kontroll- und Einflussmöglichkeiten wie die Mutter der Kinder. Anders als diese hat die Rechtsanwältin die Kinder sogar noch besser im Blick. Denn schließlich saßen die Kinder nicht neben ihr, sondern ihr schräg gegenüber.

Daher tritt nach Überzeugung des Gerichts ein etwaiges Verschulden der Mutter hinter dem Selbstverschulden der Klägerin zurück. (verpd)

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