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Unfall, Dirndl, Wiesn, Ozapft is

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Sachversicherung

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Ausrutscher im Festzelt, Bierzelt

Ist ein Besucher eines Volksfestes zum Schadenersatz verpflichtet, wenn er von einem Unbekannten gestoßen wird und dadurch einen Dritten verletzt ? Münchener Wiesn Zeitung aktuell

Wer zum Schunkeln auf eine Bank steigt

das Gleichgewicht verliert und dabei einen Volksfestbesucher verletzt, kann sich nicht mit dem Argument aus der Haftung stehlen, dass er von einem Dritten angerempelt wurde. Das hat das Amtsgericht München mit Urteil vom 12. Juni 2007 entschieden ( Az.: 155 C 4107/07 ).

Zweckentfremdete Sitzbank

Der Kläger befand sich im Herbst 2006 zusammen mit der Beklagten in einem Bierzelt namens Schottenhammel auf dem Münchener Oktoberfest. Dort ging es hoch her und so dachte sich die Beklagte auch nichts dabei, als sie ihm Rahmen des feuchtfröhlichen Festes auf eine Sitzbank stieg, um dort zu schunkeln.

Dummerweise verlor die Frau das Gleichgewicht

und stürzte auf den hinter ihr auf einer anderen Bank sitzenden Kläger. Dieser hatte gerade dazu angesetzt, einen kräftigen Schluck aus seinem Maßkrug zu nehmen. Doch durch den Aufprall der Klägerin fand das bierselige Vergnügen ein ernüchterndes Ende, denn der Krug schlug gegen einen Zahn des Klägers und verletzte diesen erheblich.

Seine Anschließende Schmerzensgeldforderung

wies die Festzeltbesucherin als unbegründet zurück. Sie behauptete, von einem unbekannten Dritten von der Bierbank gestoßen worden zu sein. Daher sei sie für die Verletzung des Klägers nicht verantwortlich.

Kein rechtsfreier Raum

Dem wollte der zuständige Richter des Amtsgerichts München nur zum Teil folgen. Er sprach dem Kläger zumindest einen Teil des geforderten Schmerzensgeldes zu.

Auch wenn es auf Oktoberfesten inzwischen üblich ist

dass Bänke nicht nur zum Sitzen, sondern auch zum Draufstehen benutzt werden, so handelt es sich bei solchen Festivitäten um keinen rechtsfreien Raum. Trotz aller Ausgelassenheit gilt auch dort der Grundsatz, dass man sich umsichtig und sorgfältig zu verhalten hat.

Rempler können im Festzelttrubel

nie ganz ausgeschlossen werden. Daher müssen sich Besucher insbesondere bei der Zweckentfremdung von Sitzgelegenheit darauf einstellen, ihr Gleichgewicht zu verlieren.

Mitverschulden des Klägers

Wer trotz allem zu Fall kommt, kann sich nicht damit herausreden, dass ein unbekannter Dritter für die Folgen des Sturzes verantwortlich ist, so das Gericht.

Siehe auch: "die Jecken kommen"

Bei der Bemessung des dem Kläger zugestandenen Schmerzensgeldes lastete der Richter dem Kläger ein gewiße Mitverschulden an. Auch er hätte seine Umgebung beobachten und sich darauf einstellen müssen, dass Personen umfallen können, die hinter ihm auf der Bank standen.

Eine Quote nannte das Gericht nicht,

hielt jedoch angesichts der Verletzungsfolgen ein Schmerzensgeld von 500 Euro für angemessen. Der Kläger hatte das Doppelte gefordert. Die Entscheidung ist rechtskräftig. (verpd)

Anmerkung von Dübbert und Partner

unabhängiger Versicherungsmakler und Finanzdienstleister. Überprüfen Sie vorher Ihre Private Haftpflichtversicherung und Ihre Private Unfallversicherung. Haftung auch beim Schunkeln.

Die fünfte Jahreszeit und die Unfallgefahr steigt.

Ob nüchtern oder im Vollrausch, die Haftung bleibt bei Ihnen. Bevor Sie also in die fünfte Jahreszeit starten, starten Sie vorher zu Ihrem Versicherungsmakler. Da gibt es zwar selten ein Bier, dafür aber die richtige Versicherung für einen sorgenfreien Wiesn Besuch.

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Wir als Ihre Versicherungsmakler wünschen Ihnen einen unbeschwerten Wiesn Besuch und kommen Sie gesund in Ihre Heimatorte zurück. Viel Spaß allen Wiesn Besuchern ! Na dann mal Prost !