03. Oktober 2007
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Versicherungen -
Sachversicherung
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Versicherungsschutz gegen Wind und Wetter
Deutsche Landwirte sind gegen Ernteschäden durch die Naturgewalten nur unzureichend abgesichert. Wie der Staat in die Bresche springen will.
Den Naturgewalten sind deutsche Landwirte
meist hilflos ausgeliefert. Da diese für ebenso großflächige wie hohe Schäden sorgen, ist der Versicherungsschutz entsprechend teuer und die Nachfrage gering. Landwirtschaftsminister Horst Seehofer stellt für diese Problematik ein staatlich gestütztes Versicherungssystem in Aussicht.
Jährlich entstehen den Landwirten in Deutschland
nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Verluste in Höhe von knapp 400 Millionen Euro, sei es durch Naturkatastrophen oder wetterbedingte Ernteausfälle.
Dieses Problem hat auch Vater Staat erkannt.
Der Klimawandel und die Wetterkapriolen erfordern eine Versicherungslösung für Ernteschäden, erklärte Landwirtschaftsminister Horst Seehofer auf einer Tagung. Derzeit springe der Staat den betroffenen Bauern mit Soforthilfen zur Seite.
Dieser Praxis hat die EU-Kommission jedoch ab 2010
enge Grenzen gesetzt. Demnach sollen Landwirte bei Naturkatastrophen nur noch in Ausnahmefällen staatliche Hilfen erhalten und zwar nur dann, wenn sie den stichhaltigen Nachweis erbringen können, dass in keinem Mitgliedsland der EU Versicherungsschutz zu einer erschwinglichen Prämie angeboten werde.
Staatliche Teilfinanzierung der Prämien
Und diese Erschwinglichkeit ist in Deutschland das große Problem, erklärt die Versicherungswirtschaft. Denn während das Hagelrisiko in Deutschland über die Hagelversicherung abgedeckt werde, bestehe für Ernteschäden durch Starkregen, Hochwasser und Überschwemmung, Trockenheit oder auch Spätfrost kaum Versicherungsschutz.
Denn der wäre für die meisten Landwirte viel zu teuer,
da solche Naturkatastrophen in der Regel großräumig auf treten und dementsprechend weit höhere Schäden verursachen als regional auf tretender Hagelschlag.
Deshalb bringt Seehofer eine Teilfinanzierung
von Versicherungsprämien durch den Staat ins Spiel und verspricht, eine gemeinsame Lösung zwischen der Versicherungswirtschaft und den Bauernverbänden an zugehen. Und gegen eine Mehrgefahren-Versicherung mit staatlichen Prämienzuschüssen hat auch die EU-Kommission nichts einzuwenden.
Konzept der Versicherungswirtschaft
Der GDV hat ein Konzept entwickelt, demzufolge Getreide, Mais, Zucker- und Futterrüben, Öl- und Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Wein bei regionalen Unwettern gegen Hagel, Trockenheit, Sturm, Früh- und Spätfrost, Auswinterung und Starkregen versichert werden könnten. Der staatliche Prämienzuschuss solle 50 Prozent erreichen.
Im Falle von überregionalen Katastrophen
schlägt der Branchenverband vor, der Staat solle sich über die Prämienbeteiligung hinaus auch am Rückversicherungs-Schutz beteiligen. (verpd)
Anmerkung Dübbert und Partner
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