11. Dezember 2007
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Versicherungen -
Finanzen
das neue Erbschaftssteuergesetz
und das "Abschmelzungsgesetz", (vererben von Unternehmen) tritt rückwirkend in Kraft. Der findige und pfiffige Bürger hat schon die Lösung gefunden, wie das Geld nicht zum Fiskus gelangt. Selbst Peer Steinbrück räumt ein, dass er mit entsprechenden Steuertricks rechnet.
Die Koalition will die Erbschaftssteuerfreibeträge
für Verwandte in gerader Linie, also Ehepartner, Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel, erhöhen. Waren bis jetzt, für Ehegatten, 300.000 Euro Erbschaftssteuer frei, sollen es zukünftig 500.000 Euro sein. Für die Kinder gilt, waren es bis jetzt pro Kind 250.000 Euro sollen es zukünftig 400.000 Euro sein. Für die Enkel gilt dann, sie können von Oma und Opa 200.000 Euro erben, bis jetzt waren es 50.000 Euro. Siehe auch: Bundestag Erbschaftsteuergesetz
In nicht gerader Linie wird die Erbschaftssteuer
eine größere Belastung. Darunter fallen Geschwister, Nichten, Neffen, Cousinen, Cousins oder Freunde. Die werden der Erbschaftssteuer der Klasse III zugerechnet. Siehe auch: Lebensversicherung, vererben oder verschenken?
Die Vererbung von Unternehmen
ist an die 10 Jahresregelung gekoppelt. Das Unternehmen darf nach Antritt des Erben 10 Jahre nicht veräußert werden und die Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben. Für die Firmen kommt also eine Neubewertung. Die Übergangszeit bis 31.12.2008, hat noch die Wahlfreiheit ob schon zum neuen Marktwert oder noch zum alten Bilanzwert versteuert wird. Das Gesetz wurde rückwirkend zum 01.01.2007 geändert.
Siehe auch: Erbschaftssteuer Unternehmen und Abschmelzmodell
Was haben nun Eheschließung
und Adoption damit zu tun? Schaut man sich die Freibeträge zur Erbschaftssteuer der "geraden Linie" an, wird schnell klar, dass nach Erben gesucht wird. Auch wenn Peer Steinbrück das als Steuertrick bezeichnet. Sehen wir es doch mal positiv. Kann ja nicht so wirklich schlimm sein, zu Heiraten oder Kinder zu adoptieren. Zumal sich der Gesetzgeber immer mehr zum geldgierigen Monster entwickelt.
Siehe auch: gestörtes Verhältnis zu Staat und Politik oder Erben will geplant sein, Vererben auch"
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