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Blindenhund auf Krankenschein

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Blindenhund für Blinde und Sehbehinderte

Angeblich wollen immer mehr Menschen zurück in die gesetzliche Krankenkassen. Auf der anderen Seite beklagen immer mehr Menschen, gesetzliche Krankenversicherte das Leistungen oft nur auf langen Klagewegen erstritten werden müssen. Selbstbestimmung und Menschenwürde sind in der GKV KANN-Bestimmungen so könnte man angesichts diverser Urteile vermuten.

Blindenhund von er Krankenkasse? Ob gesetzliche Krankenkassen dazu verpflichtet sind, Blinden und extrem Sehbehinderten die Kosten für einen Blindenführhund zu zahlen, hatte das Landessozialgericht Baden Württemberg zu entscheiden.

Extrem Sehbehinderte und Blinde

müssen sich von ihrer Krankenkasse nicht mit der Kostenübernahme für ein Mobilitätstraining abspeisen lassen. Ist aus therapeutischer Sicht die Anschaffung eines Blindenführhundes angeraten, so muss die Kasse auch die dafür erforderlichen Kosten übernehmen. Das hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg mit Urteil vom 26. Oktober 2007 entschieden (Az.: L 4 KR 5486/05).

Mobilitätstraining statt Hund

Die nahezu blinde Klägerin hatte bei ihrer Krankenkasse im Herbst 2003 die Kostenübernahme für die Anschaffung eines Blindenführhundes beantragt. Hierfür sollte die Kasse circa 20.000 Euro zahlen.

Doch das war der Kasse zu teuer. In ihrem Ablehnungsbescheid bot sie der Versicherten ersatzweise an, die wesentlich geringeren Kosten für ein spezielles Mobilitätstraining zu übernehmen. In dessen Rahmen sollten der Frau der Einsatz und die Techniken eines sogenannten Blindenlangstocks vermittelt werden.

Nach Abschluss dieses Trainings empfahl die Rehabilitations-Einreichung jedoch ebenfalls die Anschaffung eines Blindenführhundes. Denn nur so könne ihre Sicherheit im Straßenverkehr in ausreichendem Maß gesteigert werden.

Abermalige Ablehnung

Auf den erneuten Antrag der Klägerin, die Kosten für einen Blindenführhund zu übernehmen, reagierte die Krankenkasse lediglich mit dem Angebot, ihr ein weiteres Mobilitätstraining zu finanzieren. Doch das lehnte die Versicherte ab.

Sie zog stattdessen vor Gericht, um dort die von ihr gewünschte Übernahme der Kosten für einen Blindenführhund einzuklagen. Doch das zunächst ohne Erfolg.

Das in der ersten Instanz angerufene Sozialgericht gab nämlich der Krankenkasse Recht. Denn nach Ansicht des Gerichts bietet ein Blindenführhund im Vergleich mit einem speziellen Stock nur unwesentliche Vorteile.