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Krankenversicherung Private, Gesetzliche

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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erstmals muss jeder Deutsche

durch die Gesundheitsreformeine Krankenversicherung haben. Jeder - das heißt, dass künftig auch die Selbstständigen mit im großen Boot der Versicherten sitzen werden. Ab 2011 soll gelten: nur ein Jahr über der KV-Beitragsbemessungsgrenze

Siehe auch: GKV, 8 €, 12 €, 37,50 € mal 10 Millionen

Selbstständige können aber, anders als die meisten Arbeitnehmer

wählen, ob sie einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder lieber einer privaten Krankenversicherung (PKV) beitreten wollen. Die Privaten trommeln deshalb derzeit kräftig mit ihren günstigen Einsteigertermin. Weitere mögliche Vorteile für Privatversicherte: Schnellere Arzttermine, besser Medizin und freundliche Behandlung in der Arztpraxis.

Das mag hier und da stimmen.

Zwei Dinge sollten Sie aber in diesem Zusammenhang kennen: Gewöhnlich gelten die lukrativen Einstiegstermine nur für junge und möglichst kerngesunde Menschen. Und: Die bessere Behandlung beim Arzt ist nicht umsonst zu haben: Wer über das Notwendige hinaus besonders teure Medizin vom Arzt verlangt, bekommt diese in der Regel nur, wenn der Tarif der Privaten Krankenkasse das hergibt.

Wie man sieht: Es gibt es keine einfache Antwort auf die Frage: Wo bin ich am besten aufgehoben?. Das Handbuch für Selbstständigen & Unternehmer hat in einem Beitrag beide Versicherungsarten aus der Sicht des Selbstständigen miteinander verglichen. Danach ergibt sich dieses Bild:

Wer bereits in der GKV versichert ist

darf dort auch bleiben. Ist jemand bei der GKV nicht mehr pflichtversichert, kann er dort als freiwilliges Mitglied weitergeführt werden. Die freiwillige Mitgliedschaft können Sie unter Umständen auch kündigen und zu einer PKV wechseln, sofern Sie diese zu annehmbaren Bedingungen aufnimmt. Sind Sie allerdings einmal privat versichert, müssen Sie dort weiterhin versichert bleiben. Einen Weg zurück in die GKV gibt es nicht, jedenfalls solange jemand überwiegend Unternehmer oder Selbstständiger ist.

Waren Sie zuletzt privat oder nicht kranken versichert

müssen Sie sich bis spätestens 1.1.2009 bei einer beliebigen privaten Versicherung mindestens zum modifizierten Standard-Tarif (ab 2009 Basistarif) versichern, sofern Sie nicht in die GKV eintreten können. Mit dem Basistarif haben Sie einen Anspruch auf ähnliche Leistungen wie sie die Mitglieder der GKV erhalten. Es besteht für die privaten Kassen in dieser Hinsicht ein Aufnahmezwang. Die PKV muss Sie ohne Gesundheitsprüfung, Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse in diesen Tarif aufnehmen es sei denn, die Gesellschaft hatte früher einmal einen Vertrag mit Ihnen angefochten oder war wegen einer Verletzung der vertraglichen Anzeigepflicht durch Sie zurückgetreten. Dann müssen Sie sich an eine andere Kasse wenden.

Eine möglicherweise besser Behandlung beim Arzt als Privatpatient haben Sie aber nur wie eingangs erwähnt, wenn Sie den dafür passenden Privattarif gewählt haben. Lassen Sie sich von günstigen Einsteigertarifen nicht blenden. Der Beitragsvorteil bei den Privaten gilt oft nur in den ersten Jahren. Je älter Sie sind, desto mehr müssen Sie draufzahlen. Im Alter steigen die Beiträge nicht selten in unbezahlbare Höhen.

An dieses Unbezahlbarkeitsrisiko hat der Gesetzgeber gedacht.

Von einem bestimmten Alter an können Sie unter bestimmten Voraussetzungen zum günstigeren Basistarif wechseln sind dann aber nicht mehr besser gestellt als ein Mitglied der Gesetzlichen Krankenkasse. Übrigens: Ab Januar 2008 ist der Versicherungsschutz für Männer bei den Privaten durch die Bank bereits rund 10 Prozent teurer geworden, weil Frauen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz nicht länger zu höheren Prämien als männliche Krankenkassenmitglieder versichert werden dürfen.

Richtig teuer wird es bei den Privaten,

sobald Sie eine Familie gründen. Dann muss nämlich jedes Familienmitglied eine eigene Prämie zahlen. In der GKV sind hingegen der Ehepartner sowie die Kinder bis zum 25. Lebensjahr (wenn sie kein eigenes Einkommen erzielen) beitragsfrei mitversichert. Expertenrat: Wenn Sie bereits Kinder haben oder solche planen, sollten Sie eine möglicherweise bestehende gesetzliche Krankenversicherung nicht freiwillig aufgeben.


Wenn Sie derzeit keinen Versicherungsschutz als Selbstständiger oder Unternehmer haben und früher Mitglied in einer GKV waren oder dieser zuzuordnen sind, muss dieses Kasse GKV Sie wieder aufnehmen ohne Gesundheitsprüfung. Auch hier haben Sie einen gewissen Handlungsspielraum, um unter Umständen gutes Geld zu sparen. Zwar ist der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen ab 2009 einheitlich festgelegt.

Einzelne Kassen dürfen jedoch Ihren Mitgliedern

durchaus Beiträge erstatten, falls sie Überschüsse erzielen sollten. Innerhalb des GKV-Systems können Sie mithin später problemlos wechseln beispielsweise von einer Ersatzkasse zur Betriebskrankenkasse, falls Sie ein günstigeres Angebot finden sollten. Voraussetzung: Sie müssen zuvor 18 Monate Mitglied bei Ihrer Kasse gewesen sein.


"Mit freundlicher Genehmigung: Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, www.vnr.de"  

Siehe auch: Rückkehr in die Krankenversicherung

Für Nichtversicherte besteht die Rückkehrpflicht

in die letzte Krankenversicherung oder Krankenkasse in der sie versichert waren. (§ 192 SGB V (Sozialgesetzbuch)

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