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Alles Schlechte kommt von oben

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Sachversicherung

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Dachlawinen und Eiszapfen

Dachlawinen und Schneefanggitter

Reicht es zum Schutz vor Dachlawinen aus, wenn Hausbesitzer auf den Dächern ihrer Häuser Schneefanggitter an bringen, oder sind sie zu weiteren Maßnahmen verpflichtet?

Kommt es durch eine Dachlawine

oder einen vom Dach eines Hauses stürzenden Eisbrocken zu einem Schaden, so ist der Hausbesitzer in der Regel nur dann zur Haftung verpflichtet, wenn das Dach nicht durch Schneefanggitter gesichert war.

Weitere Schutzmaßnahmen können nur in besonderen Ausnahmefällen von ihm verlangt werden, so das Amtsgericht München in einem kürzlich veröffentlichten Urteil vom 21. Juni 2007 (Az.: 263 C 10893/07).

Verletzung der Verkehrssicherungspflicht?

Der Kläger parkte seinen Pkw im Januar letzten Jahres in einer öffentlichen Parkbucht vor dem Haus des späteren Beklagten.

Obwohl sich zwischen dem Haus und dem Parkplatz ein circa drei Meter breiter Gehweg befand und das Dach des Hauses sowohl im oberen als auch im unteren Teil mit stabilen Schneefanggittern gesichert war, fiel ein Eisbrocken von dem schneebedeckten Dach auf das Auto des Klägers.

Allein der dabei entstandene Fahrzeugschaden betrug rund 1.800 Euro. Der Pkw-Besitzer war der Ansicht, dass der Hausbesitzer seine Verkehrssicherungspflicht verletzt hat und forderte ihn zur Begleichung des Schadens auf.

Alles Zumutbare getan

Doch dieser war sich keiner Schuld bewusst und wies die Forderungen als unbegründet zurück. Die Sache landete daraufhin vor Gericht. Doch auch dort hatte der Fahrzeugbesitzer keinen Erfolg.

Nach Ansicht des Gerichts hatte der Hausbesitzer durch die Anbringung von stabilen Schneefang gittern alles ihm Zumutbare getan, um Schäden durch Schneerutsch und Eisrutsch zu verhindern.

Denn nach den allgemeinen Lebenserfahrungen reichen solche Gitter in der Regel zum Schutz vor Dachlawinen aus.

Weitere Maßnahmen nur in Ausnahmefällen erforderlich

Darüber hinausgehende Maßnahmen, wie etwa das Aufstellen von Warnschildern, sind nach Auffassung des Gerichts nur dann erforderlich, wenn besondere Umstände dieses verlangen. Einzig die Tatsache, dass es stark geschneit und an schließend getaut hat, reicht dafür nicht aus.

Denn andernfalls würde ein Verkehrssicherung Pflichtiger

in nahezu allen Schadenfällen haften müssen, die Folge starker Schneefälle sind. Das aber steht in Widerspruch zu dem Grundsatz, dass es zunächst einmal Sache des betreffenden Verkehrsteilnehmers ist, sich selbst durch Achtsamkeit vor der Gefahr von Verletzungen oder Sachschäden durch herabfallenden Schnee zu schützen, so das Gericht wörtlich.

Anders wäre die Sache nur dann zu beurteilen gewesen, wenn die Schneefang Gitter unzureichend gewesen wären oder der Hausbesitzer von der Gefahr des Abgangs von Eisbrocken wusste, ohne etwas dagegen getan oder vor ihnen gewarnt zu haben. (verpd) Siehe auch: Sonderdeckungskonzepte

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