18. Februar 2008
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Versicherungen -
Krankenversicherung
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Rückkehr statt Risiko
Die Zahl der in Deutschland nicht kranken versicherten Menschen war bis zum Start der Gesundheitsreform im April 2007 innerhalb weniger Jahre um fast 50 Prozent gestiegen. Wie viele inzwischen zurückgekehrt sind.
Im ersten Quartal 2007 waren nach Aussage
des Statistischen Bundesamtes 211.000 Menschen nicht krankenversichert. Auf Basis der alle vier Jahre im Rahmen des Mikrozensus staatlich vorgenommenen Datenerhebung zur Krankenversicherung ergaben sich starke Zuwachsraten bei den männlichen Nicht-Versicherten. Siehe auch: Krankenversicherung, PKV, GKV, Rente
Eine Trennung der Nicht-Versicherten nach ihrer prinzipiellen Zugehörigkeit zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und zur privaten Krankenversicherung (PKV) sei grundsätzlich möglich, sagte ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes auf Nachfrage. Diese Daten lägen aber vermutlich erst zur Jahresmitte vor, wenn die Gesamtzahlen für 2007 ausgewertet seien.
Mit der Gesundheitsreform war eine Krankenversicherungs-Pflicht eingeführt worden, wobei über die Zahl der Nicht-Versicherten politisch heftig gestritten worden war.
Knapp 0,3 Prozent der Bevölkerung ohne Schutz
Nach den Daten lag die Zahl der Nicht Krankenversicherten im April 1999 noch bei 145.000 oder 0,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Vier Jahre später lag der Wert (177.000) bereits um 22 Prozent höher, um bis März 2007 dann um weitere 19 Prozent zuzunehmen.
Zu dem starken Anstieg der Nicht Kranken versicherten trugen vor allem die Männer bei. Im Jahr 1999 betrug ihre Zahl 79.000. Acht Jahre später lag sie bei 142.000. Dagegen veränderte sich die Zahl der nicht krankenversicherten Frauen im Acht-Jahreszeitraum nur leicht von 66.000 auf 69.000.
In der Statistik wurden alle in einem Haushalt lebenden Personen, also auch Kinder, berücksichtigt. Außen vor blieben Personen mit sonstigem Anspruch auf Krankenversicherungsschutz (Beamte, Richter, Soldaten, sowie Grundwehrdienst- und Zivildienstleistende).
Rund 100.000 zurückgekehrt
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind im vergangenem Jahr rund 100.000 Personen (einschließlich Familienangehörigen) in die GKV zurückgekehrt. Bei der PKV waren es nach Angaben des PKV-Verbands etwa 3.300.
Dabei ist zu beachten, dass in der GKV ab 1. April vergangenen Jahres die Pflicht besteht, sich wieder zu versichern. Bei der PKV besteht diese Verpflichtung erst ab dem 1. Januar 2009. Bis dahin besteht nur ein Rechtsanspruch für die der PKV zuzuordnenden Nicht versicherten zur Aufnahme in den Standardtarif. Siehe auch: Private Krankenzusatzversicherungen sind Privatsache, Klage einer Mutter
Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums wollte über die Zahl der noch zu erwartenden Rückkehrer keine Prognose wagen. Die Zahl der Nicht Kranken versicherten dürfte aber bis Ende 2007 deutlich gesunken sein. In der Diskussion über die Gesundheitsreform war das Ministerium von einer Nicht Versicherten-Zahl von 188.000 ausgegangen, was der Realität ziemlich nahe kam, wie die Zahlen jetzt bestätigen. (verpd)
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