13. Mai 2008
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Versicherungen -
Finanzen
Duebbert & Partner, Immobilienfinanzierung, Kontakt,
Baufinanzierung:
Autor: D. E. Duebbert Feilschen Sie um jedes Zehntelprozent
derzeit relativ günstig zu haben. Dennoch sollten Sie die Immobilienfinanzierung nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Baugeld ist bei den gewöhnlich langen Laufzeiten
Ihres Baudarlehens schlagen nämlich bereits winzige Zehntelprozente kräftig zu Buche. Es lohnt sich also, mit der Bank um jede Stelle nach dem Komma zu feilschen. Wenn Sie zum Beispiel ein 15-jähriges Darlehen lediglich um 0,1 Prozentpunkte teurer aufnehmen, kostet Sie das bei einem Kredit von 200.000 Euro über die Gesamtlaufzeit betrachtet bereits 3.000 Euro mehr. Siehe auch: wir vergleichen bis zu 50 Banken für sie
Der Erfolg Ihrer Finanzierung hängt
aber letztlich nicht nur von Zehntelprozentpunkten, sondern entscheidend auch davon ab, dass Sie die richtige Zinsbindung wählen. Die Banken bieten heute eine große Palette solcher Kredite an: von der variablen Verzinsung bis hin zur 20-jährigen Zinsbindung oder sogar Festschreibung der Zinsen über die Gesamtlaufzeit des Kredits. Siehe auch: die Fußangeln bei der Kreditvergabe zur Baufinanzierung
Aber welche Strategie ist die Beste
bei der Zinsbindung? Hier ist ein Blick auf die frühere Zinsentwicklung nützlich. Langjährige Statistikreihen zeigen nämlich, dass der Durchschnittszins für Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung in Deutschland bei etwa 7,5 Prozent liegt. Wenn das Zinsangebot ihrer Bank also deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt liegt, ist es eher unwahrscheinlich, dass Sie später bei der Anschlussfinanzierung wesentlich günstiger abschließen können. Das heißt für Sie, in diesem Fall wäre die langfristige 10- bis 20-jährige Zinsbindung die sichere und kalkulierbare Basis für Ihre Finanzierung. Dabei gilt: Je weiter das aktuelle Zinsniveau unter dem langfristigen Durchschnitt liegt, desto länger sollten Sie zur langfristigen Sicherung der Finanzierung die Zinsen festschreiben.
Als Kreditnehmer haben
Sie zudem bei langfristigen Darlehen mit einer Zinsbindung von mehr als zehn Jahre den Vorteil, dass die Bank zwar an die Zinszusage gebunden ist, Sie aber gleichwohl aus dem Darlehensvertrag ohne Angabe von Gründen aussteigen können. Eine Vorfälligkeitsentschädigung kann Ihr Kreditinstitut nicht verlangen. Sehr empfehlenswert ist es auch, mit der Bank grundsätzlich ein Recht auf Sondertilgung auszuhandeln, falls Sie irgendwie außer der Reihe zu Geld kommen sollten. Dies eröffnet Ihnen die Option, pro Jahr bis zu einer bestimmten Obergrenze außerplanmäßige zusätzliche Tilgungen zu leisten. Als Faustregel gilt, dass Sie sich pro Jahr etwa fünf Prozent der Darlehenssumme für eventuelle Sondertilgungen offen halten sollten.
Liegen die Zinsen hingegen
deutlich oberhalb des langfristigen Durchschnitts sollten Sie nicht gleich hektisch reagieren, sondern "cool" kalkulieren und Ihre unaufschiebbare Finanzierung nur auf einen Zeitraum von höchstens fünf bis sechs Jahren festschreiben. Die bisherige Erfahrung hat nämlich gezeigt, dass zwischen Beginn und Ende einer Hochzinsphase nur selten mehr als fünf Jahre vergehen.
Allerdings empfiehlt es sich unbedingt, sich nicht erst wenige Wochen vor Vertragsablauf, sondern schon etwa ein Jahr vorher um die Anschlussfinanzierung zu kümmern, wenn man Zinsnachteile vermeiden will. Banken sitzen bekanntlich bei Last-Minute-Kreditwünschen gerne auf dem "hohen Ross". Siehe auch: "Bankberater packen aus"
"Mit freundlicher Genehmigung: Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, www.vnr.de"
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