10. Juni 2008
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Versicherungen -
Finanzen
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Rürup Rente doch pfändbar
Selbstständige und Geschäftsführer ohne Schutz Ihrer Altersvorsorge. Der Insolvenzverwalter kann auf die Altersvorsorge von Selbständigen und Geschäftsführern zurückgreifen.
BGH räumt mit einem "Märchen" auf.
Das wohl härteste Urteil räumt mit dem auf, was auch wir als "pfändungssicher" bislang publiziert haben und auch mit dem Argument verkauft haben.
Die Rürup und Co. ist doch pfändbar.
So hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit dem "Märchen" aufgeräumt, dass bei einer Firmenpleite die Altersvorsorge sicher ist. (Akz.: IX ZB 99/05) Sowohl die Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung als auch die Rürup Rente und die private Altersvorsorge sind im Falle einer Insolvenz verwertbar. Das Urteil aus November 2007 wurde erst jetzt veröffentlicht.
Geschäftsführer dürfen sich nicht
in Sicherheit wiegen.
Wenn deren Firma in die Insolvenz geht. Auch diese Personengruppen haben kein Schutz Ihrer Altersversorgungszusagen. Selbst die sogenannte Rückdeckungsversicherung, auch dann nicht, wenn diese an den Geschäftsführer verpfändet ist hat mehr Bestand. Wie alle Altersvorsorgen fällt sie dem Insolvenzverwalter anheim und ist verwertbar. (Quelle: Dr. Fiala München)
Die Begründung des BGH
Selbstständige und Freiberufler seien auf Grund Ihrer höheren Erwerbschancen in einem geringerem Maße schutzbedürftig.
Damit wird das Gesetz
"Pfändungsschutz" Altersvorsorge
als absurdum geführt. "Der Bundestag hat heute, 17.12.2006, das Gesetz zum Pfändungsschutz für die Altersvorsorge, Altersrente abschließend beraten. In Zukunft wird die Altersvorsorge von Selbständigen in gleicher Weise vor dem Zugriff der Vollstreckung der Gläubiger geschützt wie die Rentenansprüche bei abhängig Beschäftigten". Siehe auch: Das Parlament
Altersarmut als Ergebnis
unternehmerischem Risikos
Millionen von Rürup Renten Verträgen sind somit für Selbständige, möglicherweise, zur Makulatur verkommen. Nichts schütz mehr vor der Altersarmut wenn die oftmals nicht ganz freiwillige Selbstständigkeit daneben geht. Langzeitarbeitslose und junge Selbstständige mit einer "ICH AG" sind eventuell doppelt gestraft. Ist die Rürup Rente durch die Insolvenz weg, fällt die Riester Rente (im Angestelltenverhältnis) in die Grundsicherung und ist auch weg.
Sparen für den Insolvenzverwalter
für die Rentenkassen, den Staat
Unternehmer zu sein ist schon ein Risiko für sich, so verdoppelt sich das mit diesem Urteil dramatisch. Heute Selbstständig, Geschäftsführer, morgen Hartz IV Empfänger und durch den Staat in die Altersarmut getrieben. Die Statistik der Creditreform: 2007 in Deutschland, an zweiter Stelle der Firmen Insolvenzen mit 31.300, oder anders ausgedrückt, von 10.000 Firmen gehen in Deutschland 106 Firmen wieder Pleite. (und nicht nur Neugründungen, sondern auch gestandene Familienunternehmen) Dazu kommen die Verbraucherinsolvenzen (private Haushalte) mit ca. 22.000. Ein Plus von 22,1 Prozent.
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