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Abgeltungsteuer, hammerhart

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Zum 01.01.2009 kommt die Abgeltungsteuer

Hammerhart die Abgeltungsteuer

Nur noch wenige Monate, dann kommt am 1.1.2009 hammerhart die Abgeltungsteuer, von der die meisten Börsenexperten überzeugt sind, dass sie vor allem Langfrist-Anleger mit Aktien in Deutschland deutlich treffen wird.

Diese können dann ihre Kursgewinne

nicht mehr wie bisher nach 12 Monaten Haltedauer, steuerfrei einstecken. Künftig will auch der Fiskus vom Kursgewinn profitieren.

Das wird uns die Abgeltungssteuer unter anderem ab 2009 bringen:

  1. Alle Kapitaleinkünfte (Kursgewinne, Zinsen, Dividenden) werden mit einem einheitlichen Steuersatz von 25% plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer besteuert. Die Finanzinstitute führen die Steuern direkt ans Finanzamt ab. Konsequenz: Der „normale Aktienbesitzer“ ist nach der Steueränderung voll dran. Wer indessen zum Beispiel als Großanleger mit hohem persönlichen Steuersatz nur in Zinspapiere investiert, profitiert unter Umständen kräftig. Dieser muss die über den Freibetrag hinausgehenden Zinserträge ab 2009 nur noch mit rund 28% und nicht mehr - wie noch in diesem Jahr – bis zu 42% besteuern.

  2. Jedem Anleger steht demnächst ein Sparerpauschbetrag von 801 € (Verheiratete: 1.602 €) zu.. Die Möglichkeit, darüber hinausgehende Werbungskosten (Depotgebühren, Fahrten zur Hauptversammlung, Fachliteratur usw.) wie bisher geltend zu machen, entfällt mit der Steueränderung.

  3. Achtung: für Aktien und Fonds, die noch vor dem 01.01.2009 gekauft werden, gilt weiterhin die alte Regelung; das heißt: Streuerfreiheit nach mehr als 12 Monaten Haltefrist.

Das Praxishandbuch „Der Geldanlage-Berater“ bewertet die Einführung der Abgeltungsteuer als eindeutige Bestrafung von Aktienbesitz in Deutschland. Selbst wenn Sie die Übergangsregelung nutzen und in diesem Jahr noch möglichst viel Kapital in Aktien und Fonds investieren würden, stünden Sie ab 2009 unter Umständen schnell vor dem Problem, die Abgeltungssteuer zahlen zu müssen, falls Sie Ihr Depot der aktuellen Marktlage anpassen und beispielsweise den Aktienanteil erhöhen wollten. Die neu gekauften Aktien, Fonds oder Zertifikate unterlägen dann voll der Abgeltungssteuer. Gleiches gelte für Umschichtungen in Renten, Rohstoff- oder Immobilienanlagen.

Konsequenz: Ein Depot, das bis zum 30.12.2008 aufgebaut wird

sollte möglichst lange unangetastet bleiben. Jede spätere Änderung kostet Sie bares Geld.

Als „Ausweg aus dem Dilemma“ und „Allzweckwaffe gegen die Abgeltungssteuer“ empfiehlt das Praxishandbuch „Der Geldanlage-Berater“, sich möglichst noch in diesem Jahr bei so genannten Mischfonds einzukaufen, die meist aus Aktien und Anleihen bestehen. Mit solchen Fonds könnten Sie Ihre Anlagestrategie weiterhin flexibel der Marktlage anpassen. Umschichtungen von Wertpapieren innerhalb der Fonds blieben nämlich auch nach Einführung der Abgeltungssteuer steuerfrei. Das heißt: Die Fondsmanager dürfen – anders als Sie – weiterhin zwischen Aktien und Anleihen hin- und her wechseln.

Ein weiterer Vorteil: Die meisten Mischfonds

weisen laut Praxishandbuch deutlich geringere Kostenschwankungen auf als reine Aktienfonds. Die Streuung in verschiedene Anlageklassen könnte zudem Ihr Risiko als Anleger reduzieren. Neben Aktien und Anleihen dürfen einige Mischfonds auch Zertifikate und Immobilien ins Portfolio aufnehmen. 

Allerdings, ungeachtet solcher Vorteile haben viele Mischfonds

 

auch klare Nachteile: Sie arbeiten augenscheinlich nicht optimal. Viele Fondsmanager – so das Praxishandbuch – würden dem Markt hinterherlaufen und schichteten erst um, wenn es zu spät sei. Von Nachteil sei auch, dass sich die meisten Mischfonds auf Aktien und Anleihen beschränkten und eine wünschenswerte zusätzliche Streuung in Rohstoff und Immobilien vernachlässigt würden.

"mit freundlicher Genehmigung vom Verlag der Deutschen Wirtschaft AG"

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