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Altersarmut, Versorgungsabgründe tun sich auf

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Vor allem den Älteren drohen Versorgungsabgründe

Rente, reicht nicht, reicht, private Vorsorge, Grundsicherung

Wer zu spät mit der Vorsorge beginnt, den bestraft das Leben mit erzwungener Altersbescheidenheit. Das ist die Quintessenz einer neuen Studie zur Basis-Rente.

Älteren drohen Versorgungsabgründe

Die grundsätzliche Aussage der Studie zur Bedeutung der Basis-Rentenversicherung in der Altersversorgung“, die das Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH kürzlich im Auftrag eines Finanzdienstleisters vorgelegt hat, könnte gegensätzlicher nicht sein. Der finanzielle Bedarf im Alter ist höher als bislang erwartet. Doch für viele Ältere kommt alle Vorsorge zu spät.

Etwa 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens sollten im Alter verfügbar sein, schätzen die Autoren der Studie. Die Bundesregierung war bislang von rund 70 Prozent ausgegangen.

Grund für den geringeren Bedarf sind die im Alter entfallenden Tilgungsleistungen für die selbst genutzte Immobilie, nicht mehr Auftretende Kosten für Kindererziehung und Ausbildung sowie das nun obsolet gewordene Vorsorgesparen.

Institut rechnet mit höherem Bedarf

Bei diesem Ausgabenblock sind sich amtliche und private Schätzer noch einig. Das gilt auch mit Blick auf die bleibenden Kosten für Essen, Kleidung und Heizung zum Beispiel. Wer zur Miete wohnt, der zahlt diese natürlich auch im Alter.

Doch in der Studie kommt noch ein weiterer Block hinzu. Das sind Ausgaben, die erst im Alter entstehen. So veranschlagen die Autoren der Studie weitere rund zehn Prozent für Pflege und Krankheit oder für die Freizeitgestaltung, sofern sich die Betreffenden bester Gesundheit erfreuen sollten.

Jüngeren bis zu 16 Prozent für die Basis-Rente empfohlen

Alterseinkünfte in dieser Höhe sind aber nicht aus dem Ärmel zu schütteln. Die notwendigen Nettosparraten in der Basis-Rentenversicherung zur Deckung der Versorgungslücke differieren zwar stark, heißt es in der Studie. Im Wesentlichen hängen sie von der Laufzeit der Verträge ab.

Während heute 20-jährige Arbeitnehmer zwischen zwei und acht Prozent ihres jeweiligen Nettoeinkommens investieren sollten, sind es bei heute 30-Jährigen schon vier bis 13 Prozent. Und das gilt für Ledige. Verheiratete sollten bis zu zwölf beziehungsweise bis zu 16 Prozent für später zurücklegen.

Belastungen höher als die offizielle Sparquote

Auch heute 40-jährige, ledige Arbeitnehmer werden mit „tragbaren Belastungen“ von maximal 13 Prozent konfrontiert. Für Verheiratete dieses Alters ist das Versorgungsziel von 80 Prozent erreichbar, wenn das derzeitige Einkommen bescheiden ist.

Doch übersteigen die vorgenannten „tragbaren“ Sparraten die offizielle Sparquote der Bundesbürger von 10,9 Prozent, auch wenn sich diese im vergangenen Jahr nach Angaben der Deutschen Bundesbank von 10,5 Prozent im Jahr 2006 um 0,4 Prozent des verfügbaren Einkommens verbessert hat.

Und gespart wird nicht nur fürs Alter

Dabei kommt diese Sparrate nur teilweise der Altersvorsorge zugute. Zuletzt hat das Sparen für den Konsum die Altersvorsorge sogar von Platz eins verdrängt, wie die regelmäßigen Erhebungen des Verbandes der Privaten Bausparkassen e.V. zeigen.

Zwar sind das alles Durchschnittszahlen. Mit der Höhe des verfügbaren Einkommens wächst im Allgemeinen die private Ersparnisbildung. Doch reicht auch eine deutlich höhere Sparquote bei fortgeschrittenen Jahrgängen nicht aus, um 80 Prozent des laufenden Nettoeinkommens als Vorsorgebezug vorzufinanzieren.

Älteren droht schlechtere Lebensqualität

„Ältere Personen ab einem Alter von etwa 50 Jahren werden im Ruhestand eine deutliche Verminderung ihrer wirtschaftlichen Lebensqualität verspüren“, schreiben denn auch die Autoren der Studie, wenn außer gesetzlicher Rente und Riester-Rente keine weiteren Einkommen vorhanden sind.

Aufgrund der kurzen Laufzeiten, die dieser Altersgruppe bis zum Ruhestand noch verbleibt, seien die erforderlichen Sparraten für die Basis-Rente „einfach viel zu hoch, um unter realistischen Annahmen vom Einkommen abgezweigt werden zu können“.

Siehe auch: Revolution, Arbeitsmarkt, Hartz vier

Dabei gehen die Autoren bei heute 50- bis 60-Jährigen von eher konservativen Produkten zu Altersvorsorge mit Renditen von 4,4 Prozent aus. Jüngeren dagegen traut man mehr Risikobereitschaft zu und rechnet daher mit Rendite stärkeren Produkten, die im Jahr 5,5 Prozent erbringen.

Selbstständige gehören zu den Ärmsten

Im Fokus der Untersuchung stehen aber weniger normale Arbeitnehmer, sondern Freiberufler und Selbstständige. Vor allem Selbstständige sind neben den Hartz IV-Empfängern der mit Abstand schlechteste versorgte Personenkreis in Deutschland.

Das hat schon eine Studie der Deutschen Rentenversicherung Bund gezeigt, auf die sich das Institut für Vorsorge und Finanzplanung weitgehend bezieht.

Zwar müssen auch die Arbeitnehmer und Freiberufler mit Versorgungslücken rechnen. Doch während Arbeitnehmer gesetzlich pflichtversichert sind, Riester- und Rürup-Renten vereinbaren können, und viele Freiberufler über ihre Kammern berufsständische Versorgungswerke haben, steht Selbstständigen als staatlich geförderte Möglichkeit nur die Basis-Rente zur Verfügung.

Aber die Jugend nützt auch ihnen

Bis zu einem Alter von 30 Jahren können auch Selbstständige die drohende Versorgungslücke mit „tragbaren“ Sparquoten von vier bis 13 Prozent des Nettoeinkommens für eine Basis-Rente schließen.

Ab einem Alter von 40 Jahren sind aber bereits Sparquoten von 20 Prozent erforderlich, die mit weiter sinkender Laufzeit überproportional ansteigen. Heute 50- bis 60-Jährige sollten sich dessen bewusst werden, dass sie ihren Lebensstandard im Ruhestand teilweise deutlich einschränken müssen. Und das gelte auch für Freiberufler.

Steuerlicher Senioreneffekt für alle

Gleichwohl empfehlen die Autoren der Studie Personen ab Alter 55 den Abschluss von Basis-Renten, da bei sehr kurzen Laufzeiten die steuerliche Abzugsmöglichkeit der Beiträge höher sei als die spätere Steuerlast auf die Leistungen. Dieser sogenannte Senioreneffekt komme sowohl Arbeitnehmern als auch Selbstständigen beziehungsweise Freiberuflern zugute. (verpd)

Der Staat fördert die Altersvorsorge durch die:

  • Wohn Riester Rente
  • Riester Renten Verträge
  • Rürup Rente
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Zeitwertkonten, Arbeitszeitkonten

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