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nach dem Donnerwetter

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Sachversicherung

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Donnerwetter

(verpd) Reicht es zum Nachweis eines blitzbedingten Überspannungsschadens aus, wenn der Versicherungsnehmer eine Bescheinigung einer Fachwerkstatt vorlegt?

Nach Blitz und Donner

Behauptet ein Versicherter, dass ein Elektrogerät infolge einer durch Blitzschlag bedingten Überspannung beschädigt worden ist, so muss er dieses konkret nachweisen. Ein für seine Behauptung sprechender Anscheinsbeweis ist zumindest dann erschüttert, wenn ein von seinem Versicherer beauftragter Sachverständiger von einem anderen Geschehensablauf ausgeht.

Das hat das Amtsgericht Köln mit Urteil vom 28. November 2007 entschieden (Az.: 126 C 375/07).

Kein Überspannungsschaden?

Der Kläger hatte bei dem beklagten Versicherer eine Hausratversicherung abgeschlossen. Das Risiko von Überspannungsschäden war mitversichert.

In einer Schadenmeldung an seinen Versicherer behauptete der Kläger, dass bei einem schweren Gewitter infolge einer durch Blitzschlag bedingten Überspannung mehrere seiner Elektrogeräte kaputt gegangen seien. Bis zu dem Gewitter hätten die Geräte einwandfrei funktioniert.

Der Versicherer beauftragte daraufhin einen Privatgutachter mit der Besichtigung der Schäden. Im Laufe seiner Ermittlungen kam der Sachverständige zu dem Ergebnis, dass die Schäden unmöglich durch einen blitzbedingten Überspannungsschaden verursacht seien konnten.

Der Versicherer lehnte es daher ab, sich weiter mit dem Vorgang zu befassen.

Vom Beweis des ersten Anscheins

In seiner daraufhin eingereichten Klage trug der Versicherte vor, dass ihm sein Gerätehändler bescheinigt habe, dass die Schäden Folge einer blitzbedingten Überspannung waren.

Trotz allem wurde seine Klage vom Amtsgericht Köln als unbegründet zurückgewiesen.

Werden nach einem Gewitter an gleich mehreren elektrischen Geräten Schäden festgestellt, so spricht der Beweis des ersten Anscheins in der Regel für die Vermutung, dass als Ursache ein Blitz beziehungsweise eine blitzbedingte Überspannung anzusehen ist, so das Gericht.

Anders verhält es sich, wenn dieser Anscheinsbeweis durch ein Gutachten des Versicherers widerlegt wird. In diesem Fall hätte der Versicherte detailliert nachweisen müssen, dass die Schäden tatsächlich durch einen Blitzeinschlag verursacht wurden.

Keine ausreichenden Beweise

Im zu entscheidenden Fall hielt das Gericht die Ausführungen des von dem beklagten Versicherer beauftragten Sachverständigen für in jeder Hinsicht plausibel. Dieser stellte fest, dass an den defekten Geräten typische durch Überspannung verursachte Beschädigungen an Baugruppen und Bauteilen fehlten.

Der Kläger hatte hingegen ausschließlich auf die eher allgemein gehaltene Aussage seines Gerätehändlers verweisen können.

Das aber reichte dem Gericht als Beweis nicht aus. Der Kläger hätte vielmehr substantiiert vortragen müssen, aufgrund welcher Tatsachen sein Gerätehändler diese Feststellungen getroffen hatte. (verpd)

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