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eine Frage der Rendite

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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(K)eine Frage der Rendite

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge rechnet in einer aktuellen Studie nur eine äußerst magere Rendite bei den gesetzlichen Renten vor. Die Deutsche Rentenversicherung kommt hingegen zu einem anderen Ergebnis.

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) will mit einem Irrglauben aufräumen:

Lange galt die umlagenfinanzierte gesetzliche Rentenversicherung (GRV) im Vergleich zur kapitalgedeckten Altersvorsorge als renditeschwachen, aber risikoärmer. Wie aus einer aktuellen DIA-Studie jetzt hervorgeht, war das Renditerisiko der GRV jedoch in den letzten 30 Jahren sogar höher als das am Kapitalmarkt.

Für die Deutsche Rentenversicherung Bund bleiben in der GRV trotz des demografischen Drucks und der vorgenommenen politischen Korrekturen ansehnliche reale Renditen. Diese lägen bei Rentenzugängen des Jahres 2008 bei ledigen Männern bei rund 3,5 Prozent und für Frauen und verheirateten Männer bei rund 4,1 Prozent.

Was bei allen unterschiedlichen Berechnungsmethoden bleibt, ist die Gewissheit, dass die GRV allein nicht ausreicht und eine private Altersvorsorge wie etwa die Riester- oder Rürup-Rente eigentlich unabdingbar ist. Siehe auch: Rentenversicherung -aktuell

DIA für weitere Stärkung der kapitalgedeckten Rente

DIA-Geschäftsleitungs-Sprecher Bernd Katzenstein erklärte anlässlich der Vorstellung des wissenschaftlichen Renditevergleichs zwischen gesetzlicher Rente und privater Kapitalanlage, der Umstieg in die private Altersvorsorge hätte nicht erst mit der Riester-Rente, sondern schon Jahre früher erfolgen müssen.

Katzenstein warnte vor der Presse in Berlin vor weiteren politischen Eingriffen in die Rentengestaltung nach Kassenlage und Wahlterminen. Es bleibe zu hoffen, dass im Jahr 2030 rund 30 Prozent der Rente aus privater Kapitalbildung stammen werde.

Ein Verhältnis von zwei Drittel privater Deckung und einem Drittel gesetzliche Rente wäre unter Renditegesichtspunkte zwar wünschenswert, aber sei politisch nicht durchsetzbar, sagte Katzenstein.

Sinkende GRV-Rendite durch private Anlage ausgleichen

Die von der DIA in Auftrag gegebene Studie „Gesetzliche und private Altersvorsorge – Risiko und Rendite im Vergleich“ kommt zu dem Schluss, dass sinkende Renditen in der gesetzlichen Rentenversicherung durch einen Mix mit privaten Kapitalanlagen ausgeglichen werden können.

Wie Professor Reinhold Schnabel von der Universität Duisburg / Essen und Diplom-Volkswirt Adrian Ottnad erläuterten, kann durch eine Mischung von privater kapitalgedeckter Vorsorge und gesetzlicher Rentenversicherung im Verhältnis von einem Drittel zu zwei Dritteln das Gesamtrisiko der Altersvorsorge drastisch verringert werden.

Gleichzeitig ergebe sich eine höhere Rendite als im gesetzlichen Umlageverfahren, und die monatliche Rente erhöhe sich spürbar. Ein Durchschnittsverdiener des Jahrgangs 1930 würde 1.888 (plus 707) Euro erhalten und der des Jahrgangs 1970 eine über 1.632 (plus 696) Euro.

GRV-Hauptrisiken: Die Demografie und der Gesetzgeber

Als größte Renditerisiken der GRV identifiziert die Studie die zahlreichen Kürzungen der Politik und die ungünstige Demografie.

So wurden die Beitragssätze kontinuierlich erhöht, das Rentenniveau gesenkt, das Renteneintrittsalter erhöht und die Anrechnung beitragsfreier Ausbildungszeiten gekürzt oder gestrichen.

Vor daher hätten sich deshalb seit 1970 für Standardrentner aller Jahrgänge, ganz besonders für die jüngeren, die Renditeerwartungen deutlich um fünf bis sechs Prozentpunkte verschlechtert.

Beispielhaft stelle sich für den Jahrgang 1950 ein Renditeabbau von noch über real fünf Prozent im Jahr 1970 auf heute unter zwei Prozent dar. Dabei wurden die amtlichen Annahmen zu den Rahmenbedingungen unterstellt. Bei realistischeren Annahmen gehe die Tendenz gegen Null.

Auch für Jüngere gibt es positive Renditen

Der „Schwarzmalerei“ der DIA-Studie setzt die Rentenversicherung Bund eigene Berechnungen zur realen internen Rendite in der GRV entgegen. Danach liegt die Rendite für den Rentenzugang 2008 bei ledigen Männern bei real rund 3,5 Prozent.

Und für die Rentenzugänge der Jahre 2020, 2030 und 2040 ergäben sich fast identische Renditen von rund 2,8 Prozent. Bei Frauen und verheirateten Männern sind dies aktuell rund 4,1 Prozent sowie 3,3 Prozent in den kommenden Jahrzehnten.

„Nach den jüngsten Rentenreformen werden sich die Beitragsrenditen in der Rentenversicherung zwar verringern, bleiben aber auch künftig positiv“, erklärte auch Bert Rürup, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Methodische Schwächen

Herbert Rische, Präsident der Deutschen Rentenversicherung, schreibt der aktuellen DIA-Berechnung „methodische Schwächen“ zu. So werde bei der gesetzlichen Rente eine inflationsbereinigte Rendite ausgewiesen, „was notwendigerweise zu niedrigeren, realen Renditen führt.“ Das sei bei den Altersvorsorgeprodukten der Finanz- und Versicherungswirtschaft üblicherweise nicht der Fall, und deshalb auch nicht vergleichbar.

Zudem ist laut Rische ein Renditevergleich der GRV mit der von Finanzprodukten wie Anleihen oder Fonds „problematisch“, weil das DIA bei der Renditeberechnung Letzterer das biometrische Risiko der Langlebigkeit vollkommen ausgeblendet habe und so die unterschiedliche Lebenserwartung in der GRV und in der freiwilligen Alterssicherung ignoriere. (verpd)

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