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Lohnkosten durch Vater Staat

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Newsflash

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Milliarden Paket für die Binnennachfrage?

Viel hilft nicht immer viel, kaum zu glauben: Nach den Milliarden Euro „Fresh Money“ für marode Banken und Konzerne kommen jetzt Kombilöhne ins Gespräch. Vater Staat soll nicht nur die Milliarden-Pakete für mehr Nachfrage schnüren, sondern künftig auch für die private Wirtschaft einen Teil der Lohnkosten übernehmen - um Arbeitsplätze zu sichern.

Überraschenderweise wird dieser Ball diesmal nicht von den Arbeitgeberverbänden sondern von der linken Eckfahne aus durch die Gewerkschaften vorsichtig ins Spiel gerollt.

Kurzarbeit, sowie Arbeitszeitkonten und betriebliche Arbeitszeitverkürzungen seien ein guter Puffer in der Krise, um drohende Entlassungen zu verhindern, lassen uns die Gewerkschaftsführer über ihr wissenschaftliches Institut, die Hans-Böckler-Stiftung, wissen. Aber falls die Krise länger als befürchtet anhalte, seien auch Arbeitszeitverkürzung plus Kombilohn ein geeigneter Weg aus dem konjunkturellen Jammertal. Die „Böckler-Impulse“, die Fachinformationen der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung stützen sich bei der Publizierung dieser These auf den Arbeitsmarktexperten und emeritierten Chef des WSI, Hartmut Seifert.

Gut, man kann solche Überlegungen berechtigt anstellen. Nur mit Marktwirtschaft hat das nichts zu tun; nicht einmal mit „sozialer Marktwirtschaft“, die Deutschland nach Kriegsende wohlhabend gemacht hat, bis sie von „New Economy“ und „Casino-Wirtschaft“ abgelöst wurde. Lohnausgleichszahlungen durch Vater Staat wäre eher so etwas wie realer „StaMoKap“ (Staats-Monopol-Kapitalismus), wie ihn die frühere Linke in den 70-er Jahren - aus heutiger Sicht wohl zu unrecht- der damaligen sozial-liberalen Regierung bisweilen vorgeworfen hatte.

Der Markt ist vielmehr ein sehr empfindliches Organ unseres volkswirtschaftlichen Kreislaufes. Er arbeitet weitgehend nach eigenen Gesetzen. Die Strafe für schlechtes Wirtschaften ist nun einmal in dieser Wirtschaftsordnung auf Unternehmerseite der Verlust des Kapitals. Sind die Löhne unangemessen führt das anderseits zwangsläufig zum Verlust der Arbeitsplätze durch Rationalisierung. Wer Marktwirtschaft will, muss also akzeptieren, dass sich Preise und Löhne am Markt bilden und nicht etwa zwischen den Tarifpartnern und in Büros der Ministerialbürokratie. Denn Marktwirtschaft ist in dieser Hinsicht durchaus vergleichbar mit Schwangerschaft: „Etwas schwanger geht nicht.“

Damit es kein Missverständnis gibt: Temporäre, selbst massive Konjunkturspritzen der öffentlichen Hand sind in der gegenwärtigen Situation das einzig richtige Mittel gegen einen neuen „schwarzen Freitag“. Dauerhafte Kombilöhne wären indessen keine Konjunkturmaßnahme, sondern nichts anderes als eine neue systemisch schädlich Dauersubvention. Merke: „Viel hilft nicht immer viel!“

Wie stehen Sie dazu – soll Vater Staat jetzt auch noch die Löhne bezahlen?

Falls Sie regelmäßig an rechtzeitigen Frühinformationen über neue Trends auf Märkten, an den Börsen und in den Unternehmen interessiert sein sollten, empfehle ich Ihnen sehr unsere Wirtschaft- und Kapital-Informationsdienste. Übrigens: Gleich mehrere dieser Dienste hatten bereits Anfang vergangenen Jahres eindringlich vor dem baldigen Platzen der gewaltigen Immobilien-Blase gewarnt.


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