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Vollnarkose statt Holzhammer-Methode

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Angst vor dem Zahnarzt

Muss eine Krankenkasse für Kinder, die Angst vor einer Zahnarztbehandlung haben, die Kosten für eine Vollnarkose bezahlen?

Vollnarkose statt Holzhammer-Methode

Hat ein Kind eine krankhafte Angst vor einer Zahnarztbehandlung, so muss dessen Krankenkasse die Kosten für eine Vollnarkose übernehmen. Das hat das Verwaltungsgericht Stuttgart mit einem Urteil vom 13. Oktober 2008 entschieden (Az.: 12 K 721/08).

Die 13-jährige Tochter der Klägerin sollte sich einer eher harmlosen Behandlung durch ihren Zahnarzt unterziehen. Doch als sie auf dem Behandlungsstuhl saß, stellte der Arzt einen niedrigen Blutdruck, kalte Hände und Kaltschweiß fest. Das Kind litt außerdem unter Atemstörungen (Hyperventilation).

Ursache für die Beschwerden war eine krankhafte Angst des Teenagers vor der Zahnarztbehandlung. Der Arzt entschloss sich daher dazu, seine junge Patientin bei diesem und einem weiteren Termin unter Vollnarkose zu behandeln.

Ausgeprägter Angstzustand

Mit dem Argument, dass eine Behandlung unter Vollnarkose insbesondere bei jungen Patienten die Angst vor einer Zahnarztbehandlung noch verstärken und chronisch lassen werden könnte, lehnte es die Krankenkasse der Heranwachsenden ab, die Kosten für die Betäubung in Höhe von knapp 180 Euro zu übernehmen. Dabei berief sie sich auf eine eher allgemein formulierte Stellungnahme ihres Vertrauenszahnarztes.

Das wollte die Mutter des Kindes nicht einsehen und zog vor das Stuttgarter Verwaltungsgericht. Das Gericht gab der Klage der Mutter gegen die Krankenkasse in vollem Umfang statt. Nach den Ausführungen des behandelnden Zahnarztes litt seine Patientin unter einem ausgeprägten Angstzustand. Das Kind in dieser Situation lediglich lokal zu betäuben (Lokalanästhesie), hielt der Arzt für lebensgefährlich.

Vollnarkose selten nötig

Die Krankenkasse hat die Kostenübernahme für die Vollnarkosen daher zu Unrecht verweigert. Die allgemein gehaltene Stellungnahme des Vertrauenszahnarztes ändert daran nach Überzeugung des Gerichts nichts.

In der Urteilsbegründung heißt es dazu: „Wenn die Indikation für die Durchführung einer Intubationsnarkose insbesondere bei einem Kind gegeben ist, kann diese Maßnahme nicht deswegen als ‚kunstfehlerhaft’ eingestuft werden, weil die Behandlung unter Umständen die Phobie verstärke und chronifizieren kann.“

Statistisch gesehen ist nur bei fünf bis acht Prozent aller Patienten eine Behandlung unter Vollnarkose nötig. Doch auch der Hinweis der Krankenkasse auf diese Statistik konnte das Gericht angesichts der ärztlichen Stellungnahme in dem zu entscheidenden Fall nicht überzeugen.

Tipps der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung

Über die Frage, ob und unter welchen Umständen Krankenkassen bei zahnärztlichen Maßnahmen die Kosten für eine Vollnarkose übernehmen müssen, wird seit Jahren gestritten.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung hat auf ihren Internetseiten Tipps veröffentlicht, wie man mit der Angst von Kindern vor einer Behandlung beim Zahnarzt am besten umgehen sollte. (verpd)

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