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Honorar versus Provision

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Courtage, Provision, Honorar?

einen Routenplaner bräuchten Verbraucher, um sich in der Finanzwelt zurecht zu finden, so Bundesministerin Ilse Aigner auf der gestrigen Fachtagung „Anforderungen an die Finanzvermittlung“ in Berlin. Wie dieser Routenplaner aber genau aussehen soll, weiß man momentan noch nicht. Einen Anfang machen soll eine Checkliste, mit der Kunden in ein Beratungsgespräch gehen können. Diese Checkliste soll in den nächsten Wochen auf der Internetseite des BMELV zur Verfügung stehen. Welcher Verbraucher sich letztlich die Mühe machen wird, diese zu nutzen, ist eine andere Frage. Ein Angebot ist es immerhin. Ein großer Wurf dürfte dem Ministerium kurzfristig sowieso nicht gelingen. Denn alles, was auf Gesetzesebene passieren müsste, hat wohl kaum eine Chance, noch vor den Bundestagswahlen realisiert zu werden.

Eine Tatsache wurde auf der Fachtagung aber wieder sehr deutlich: Um das Ziel, die Vereinheitlichung in der Beratung hinsichtlich Qualifikation, Zulassung oder auch Dokumentation zu erreichen, müsste erst einmal geklärt werden, welche ‚Formen’ der Berater, Makler und Vermittler überhaupt im Bereich der Finanzvermittlung unterwegs sind. Im Bereich der Assekuranz ist man durch VVG und VVR zwar in den letzten Jahren vorangekommen, doch auch hier beherrschen zahlreiche Ausnahmen die Regel – von der Ausschließlichkeit bis zum Mehrfachagenten. Aber selbst wenn es gelingen würde, Standards für alle einzuführen, wird wohl die Forderung des Verbraucherschutzministeriums – dass unabhängig davon, wer berät, stets das Produkt vermittelt wird, das für die Bedürfnisse des Kunden am besten geeignet ist – wohl eher eine Illusion sein. Allein die Vielzahl der Verbände, die an der Tagung teilgenommen hat, zeigt auch die Vielfalt der unterschiedlichen Interessen.

Im Brennpunkt der Diskussion steht gerade im Zuge der Finanzmarktkrise die „provisionsgetriebene“ Vermittlung. Wenn auch aktuell stark auf die Banken bezogen, rückt hier schnell die Versicherungsvermittlung in den Vordergrund. Nicht zu übersehen ist, dass die Forderung nach Honorarberatung immer deutlicher wird. Wobei das Ministerium auch klar gemacht hat, dass es sich ein Nebeneinander von Honorarberatung und Provisionsvermittlung vorstellen kann. Der Verbraucher hätte damit die Wahl. Klar wurde aber auch, dass bisher auch die Honorarberatung rechtlich nicht eindeutig definiert sei und dass zum Beispiel das Provisionsabgabeverbot diese auch noch immer behindere.

Bleibt festzuhalten: Das Ministerium wird das Thema Finanzvermittlung weiter verfolgen. Kurzfristig wird nur das passieren, was bereits auf dem Weg ist, wie z.B. der Gesetzentwurf zum Schuldverschreibungsrecht. Darin steht, dass über jede Beratung ein Protokoll zu erstellen und dem Kunden auszuhändigen ist. Des Weiteren werden die Verjährungsfristen verlängert. Die Honorarberatung wird auf längere Frist gestärkt werden und die Tendenz geht zur weiteren Regulierung.

Natürlich gab es neben dem Thema aus dem Ministerium aber auch in dieser Woche wieder zahlreiche Produktneuerungen und Informationen aus den Gesellschaften. Diese lesen Sie in gewohnter Weise in unserem Newsletter – selektiert nach den von Ihnen gewählten Schwerpunkten. Wir dürfen an dieser Stelle auch auf die neue Ausgabe von asset avenue hinweisen, die sich mit dem Thema nachhaltige Kapitalanlagen beschäftigt. Mehr Informationen dazu unter www.asset-avenue.de Ihr AssCompact Team

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