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Warum jammert die GKV

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Fettes Polster der gesetzlichen Krankenkassen

Besser als erwartet haben sich die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2008 entwickelt.

Finanzpolster für gesetzliche Krankenversicherung

Allen Unkenrufen zum Trotz hat die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im vergangenen Jahr alle Schulden abbauen und noch mit Überschüssen im Volumen von rund 730 Millionen Euro aufwarten können. Ende 2008 hätten die Kassen wieder über ein Finanzpolster von über vier Milliarden Euro verfügt, nachdem Ende 2003 noch Bruttoschulden über 8,3 Milliarden Euro zu Buche gestanden hätten, teilte das Bundesgesundheits-Ministerium (BMG) in Berlin mit.

Die Realität habe damit „interessengeleitete Kritik“ einer angeblichen Unterfinanzierung für den Start ins Jahr 2009 mit dem neuen Gesundheitsfonds widerlegt, hieß es in der BMG-Mitteilung.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte wiederholt versichert, dass der neue Einheitsbeitragsatz von 15,5 Prozent zur Deckung der GKV-Kosten in 2009 zu 100 Prozent ausreicht. Der GKV-Spitzenverband hatte 15,8 Prozent gefordert.

Zur positiven Finanzentwicklung trug allerdings die gute konjunkturelle Entwicklung des vergangenen Jahres maßgeblich bei: Die Zahl der beitragszahlenden Personen wuchs um 430.000 und die der beitragsfrei Mitversicherten Personen sank um rund 450.000.

Einnahmensteigerung um rund sechs Milliarden Euro

Nach den vorläufigen Finanzergebnissen stiegen die Einnahmen um rund sechs Milliarden Euro auf 161,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben nahmen um rund sieben Milliarden Euro auf 160,8 Milliarden Euro zu.

Ausgaben der GKV 2008

Entsprechend ergab sich ein Überschuss von noch 730 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von etwa 1,8 Milliarden Euro hatte erzielt werden können. „Damit konnte die GKV im fünften Jahr hintereinander ein positives Finanzergebnis verbuchen“, stellte das Ministerium zufrieden fest.

Das damit aufgebaute Finanzpolster von über vier Milliarden Euro diene als notwendige Reserve und sei eine solide Basis zum Start des Gesundheitsfonds.

Ausgaben steigen schneller als Einnahmen

Bei den Ausgabezuwächsen trat zwar im Jahresverlauf eine leichte Abflachung ein, dennoch liegt der Ausgabenanstieg je Mitglied mit vier Prozent deutlich über dem Einnahmezuwachs von 2,1 Prozent. Im ersten Halbjahr 2008 waren die Ausgaben allerdings noch um 4,5 Prozent geklettert.

Der durchschnittliche Beitragssatz stieg 2008 auf 14,0 Prozent (ohne mitgliederbezogenen Zusatzbeitragssatz von 0,9 Prozent) nur leicht an, wie eine Ministeriumssprecherin mitteilte. Im Jahr zuvor hatte der Durchschnittsatz bei 13,9 Prozent (2006: 13,2 Prozent) gelegen.

Einsparanstrengungen bei Arzneimittel nötig

Bei den Sparbemühungen bei Arzneimitteln dürfe nicht nachgelassen werden, erklärte das Ministerium unter Hinweis um die um 4,5 Prozent gestiegenen Ausgaben je Mitglied (ohne Impfkosten). Die konsequente Nutzung von Einsparmöglichkeiten durch Rabattverträge, welche die Gesundheitsreform eröffnet habe, sei weiterhin dringend geboten.

Deutlich mehr Geld floss in die Krankenhäuser, die allein aus GKV-Kassen 1,8 Milliarden Euro mehr erhielten. Je Mitglied stiegen die Ausgaben um 2,8 Prozent.

Veränderung Einnahmen und Ausgaben GKV 2008 zu 2007

Die Ärzte konnten ihre Einnahmesituation um 1,4 Milliarden Euro verbessern. Je Mitglied stiegen die Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung um 4,3 Prozent. „Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Honorarsituation für Ärzte, anders als von diesen immer beklagt, bereits 2008 deutlich verbessert hat“, hält das Ministerium fest. (verpd)

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