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Kostenexplosion gesetzliche Krankenkassen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Die gegenwärtige Kostenentwicklung

in der gesetzlichen Krankenversicherung ist nach einer aktuellen Studie Besorgnis erregend. Daran werde auch der Gesundheitsfonds nichts ändern. Welche Eingriffe nötig sind.

Siehe auch: GKVen und die Kassenarten

Kostenexplosion in derGKV,

gesetzlichen Krankenversicherung? Das Wissenschaftliche Institut der privaten Krankenversicherer 1 (WIP) weist in einer neuen Studie darauf hin, dass die bisherigen Kostendämpfungsmaßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wenig Wirkung zeigen. Der Beitragssatz wird nach den Prognosen auf etwa 24 Prozent, unter Fortsetzung der aktuellen Kostensteigerungen sogar auf über 40 Prozent ansteigen.

Das WIP geht bei seinen Berechnungen unter anderem von folgenden Annahme aus: Weiterhin durchschnittlich 1,4 Kindern, die hierzulande pro Frau geboren werden, ein dauerhaft positiver Zuwanderungssaldo aus dem Ausland von 100.000 Personen sowie verschiedenen weiteren Annahmen zur Lebenserwartung und damit zur Sterblichkeit.

Demographie findet nicht erst morgen statt

In die Untersuchung eingeflossen sind verschiedene Daten der gesetzlichen Krankenversicherung. Dass die demografische Entwicklung längst im Gang ist, lässt sich an einer Zahl ablesen: Unter allen GKV-Versicherten hat der Anteil der beitragspflichtigen Beschäftigten im Zeitraum 1995 bis 2007 von etwa 50 Prozent auf 48 Prozent ab-, derjenige der Mitglieder der Krankenversicherung der Rentner aber von knapp 21 Prozent auf gut 24 Prozent zugenommen.

Modelliert wurde zum einen auf Basis der vollständig vorliegenden Daten aus dem Jahr 2006. Zum Jahr 2007 ist allerdings bereits bekannt, dass die Leistungsausgaben je Mitglied um 3,7 Prozent und damit erheblich stärker gestiegen sind als das beitragspflichtige Einkommen, das nur um 0,7 Prozent stieg. Deshalb wurde der Berechnung ein Beitragssatz von 14,8 Prozent einschließlich dem vom Arbeitnehmer allein zu tragenden Anteil zugrunde gelegt.

„Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen“, so Studienautor Dr. Frank Niehaus zu dem erheblichen Anstieg der Ausgaben 2007, „wird der Beitragssatz in Zukunft rasant ansteigen“.

Demografieeffekt allein führt zu vier Prozent Plus

Allein durch die demografische Entwicklung nach den Schätzungen des Statistischen Bundesamtes müsste der Beitragssatz in der GKV von diesen heutigen 14,8 Prozent auf knapp 19 Prozent im Jahr 2050 anwachsen – immer vorausgesetzt, das derzeitige Leistungsniveau der GKV bleibt erhalten.

Dies kann sogar noch drastischer ausfallen, so der Autor, wenn die Rentenanpassungsformel in Zukunft angewendet und Renten auch einmal gesenkt werden. Denn dann sinken die beitragspflichtigen Renteneinnahmen – unter diesen Umständen könnte der Beitragssatz 2050 noch einmal 0,6 Prozent höher liegen.

Zunächst stützt der Steuerzahler das System

Die gute Nachricht gibt es allerdings für alle, deren Planungshorizont das Jahr 2016 nicht überschreitet. Denn bis dahin wird sich der Bund in jährlich steigendem Maß durch Bundeszuschüsse an den Gesundheitskosten beteiligen. Das dämpft sogar die demografisch bedingte Teuerung kurzfristig etwas, um dann einen gebremsten Anstieg des Beitragssatzes auf 17,1 Prozent bis 2050 zu bewirken.

Die schlechte Nachricht dagegen kommt von der Leistungsfront. Dazu trägt auch bei, dass nach Annahme der privaten Krankenversicherung (PKV) die steigende Lebenserwartung mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, anstatt nur etwa eine Verschiebung der „teuren“ letzten Jahre nach hinten zu bewirken.

Erhebliche Wirkung der Leistungsausgaben

Steigen die Leistungsausgaben nur um einen halben Prozentpunkt mehr an als die beitragspflichtigen Einnahmen, wird der Beitragssatz bis 2050 auf rund 23 Prozent steigen. Bei einem Prozentpunkt Differenz dürfen 28 Prozent Beitragssatz in der GKV eingeplant werden, bei zwei Prozentpunkten sogar 43 Prozent Beitragssatz.

Rechnet man den Bundeszuschuss und weitere Effekte mit ein, errechnet das WIP einen Beitragssatz von knapp 24 Prozent im Jahr 2050. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Leistungsausgaben nur um 0,6 Prozent schneller wachsen als die beitragspflichtigen Einkommen.

Und der Beitragssatz würde selbst dann immer noch leicht ansteigen, wenn die Bundesregierung sich dazu entscheiden würde, über 2016 hinaus den Bundeszuschuss um jedes Jahr drei Milliarden Euro anzuheben.

Stattdessen dürfe weiter mit Leistungseingriffen gerechnet werden, durch die einer explodierenden Kostenentwicklung Einhalt geboten wird, so das Institut weiter. (verpd)

Siehe auch: Korrektur am Gesundheizsfonds gefordert.

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