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Geld zurück ohne Steuererklärung

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Newsflash

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300 Euro per Postkarte.

"Fasse dich kurz!" stand früher an allen öffentlichen Telefonzellen. In dieser Hinsicht gefällt mir auch der Vorstoß der SPD zur Steuervereinfachung gut. Einfach nur noch eine Postkarte mit der kurzen Mitteilung schicken: "Mache in diesem Jahr keine Steuererklärung". Und schon bekomme ich vom Finanzamt 300 Euro Steuern zurück. Das ist doch zumindest ein Anfang für die "Steuererklärung auf dem Bierdeckel", von der der frühere CDU-Finanzexperte Friedrich Merz immer geträumt hat.

Nun behaupten aber ausgerechnet dessen Parteifreunde und andere Bedenkenträger, so einfach ginge das mit der Vereinfachung nicht. Man könne vor allem nicht einfach die Mehrausgaben für die Pauschale mit einer neuen "Reichensteuer" finanzieren. Ich frage mich, seit wann in unserem Steuersystem bestimmte Ausgaben gezielt mit bestimmten Steuern finanziert werden? Alles kommt doch beim Fiskus in den großen Topf und wird dann neu verteilt. So ist das nun mal. Die Mineralölsteuer, die Sie mit jedem Liter Sprit berappen müssen, wird schließlich auch nicht nur für den Straßenbau genutzt.

Steuern werden nach der Belastbarkeit des einzelnen erhoben. Die Starken müssen in unserem Steuersystem mithin mehr schultern. Wenn man nun meint, dass die "Reichen" mehr Lasten in der Gesellschaft tragen sollten, dann sollte man das allerdings auch klipp und klar sagen und entsprechend handeln - oder es lassen. Berechtigte Steuerrückerstattungen müssen die Reichen nicht finanzieren.

Vermutlich müsste der Staat eine Steuerpauschale nicht einmal gegenfinanzieren - oder allenfalls nur einen kleinen Teil. Jahr für Jahr behält er nämlich Milliarden von Euro an Steuern in der Staatskasse, allein nur deshalb, weil viele Bürger "vergessen", eine Steuererklärung mit dem Anspruch auf Rückerstattung abzugeben. Das Geld steht dem Fiskus mithin gar nicht zu; zumindest moralisch nicht. Es wäre daher politisch korrekt, wenn er es uns zurückgeben würde - wie auch immer.

Warum ich dafür allerdings dem Finanzamt extra eine Postkarte schreiben muss, ist mir nicht ganz klar. Der Fiskus könnte die Steuerpauschale durchaus automatisch an mich rücküberweisen, wenn ich bis zu einer bestimmten Frist keine spezifizierte Steuererklärung abgegeben habe. Ich würde auf diese Weise nicht nur 45 Cent Porto für die Postkarte sparen. Auch die Poststelle des Finanzamtes müsste dann nicht säckeweise Postkarten - und damit neue Arbeit - durch die Flure des Amtes schleppen.

Ich denke, auf diesem Wege könnte selbst die unglückselige Steuererklärung für Millionen Rentner und Menschen mit kleinen Einkommen für immer im Papierkorb verschwinden. Mein Vorschlag: Nur wer in einem Jahr ein um "X" Prozent höheres Einkommen als im Vorjahr hat, gibt noch eine entsprechende Steuerklärung über sein geändertes Einkommen ab.

Steuerehrlichkeit wird bei diesem Bierdeckel-Modell allerdings vorausgesetzt. Mogelt jemand hartnäckig und fliegt durch die Steuerfahndung auf, sollte mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden - am besten ohne jede Bewährungsfrist bei Haftstrafen und ohne großzügige nachträgliche Amnestien für dreiste Steuersünder.

"Mit freundlicher Genehmigung: Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, www.vnr.de

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