01. Juni 2009
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Versicherungen -
Von Frau zu Frau
Altersvorsorge für den Kaffeeklatsch
Planung für den Ruhestand mit der Ruhestandsplanerin
Bei der Altersvorsorge von Frauen gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Theorie und Praxis. Dies hat eine aktuelle Studie herausgefunden. Siehe auch: Bankberatung weiter miserabel.
Die meisten Frauen nehmen das Thema
Altersvorsorge ernst. Inwieweit sie es dann aber tatsächlich realisieren, hängt wesentlich von der konkreten Lebenssituation ab. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung GmbH im Auftrag eines Finanzdienstleisters.
Fast alle Befragten finden, dass Altersvorsorge wichtig sei und man sich mit ihr befassen müsse. Rund drei Viertel von ihnen legen Wert auf finanzielle Sicherheit und befassen sich schon deshalb damit beziehungsweise fühlen sich gut über die verschiedenen Möglichkeiten informiert. Siehe auch: Schutzbedürftige Selbständige
Realität hinkt hinterher
Etwa die Hälfte ist sich sicher, dass sie alle Zulagen und Fördermöglichkeiten tatsächlich nützt. Allen theoretischen Einsichten zum Trotz sagen aber 39,5 Prozent der befragten Frauen, sie würden ihr Geld lieber für Dinge ausgeben, von denen sie jetzt etwas haben.
Für ein gutes Drittel ist die Altersvorsorge ein Buch mit sieben Siegeln und rund 15 Prozent der Befragten müssen zunächst einmal Schulden ab bezahlen.
Immerhin scheint die Emanzipation der Frauen doch Fortschritte gemacht zu haben: Lediglich 16 Prozent überlassen finanzielle Dinge ausschließlich ihrem Mann – dabei ist dieser Anteil mit 22,5 Prozent in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen am höchsten und bei den über 50-Jährigen mit 7,8 Prozent am niedrigsten.
Gegenwart wichtiger als Zukunft
Bei den Frauen zwischen 30 und 39 Jahren will fast die Hälfte ihr Geld lieber für etwas ausgeben, was sie jetzt benötigen oder genießen können. Mit gut 20 Prozent ist hier auch der Anteil der Frauen, die Schulden abbezahlen müssen, überdurchschnittlich hoch.
Bei der Abwägung zwischen Konsum jetzt und Altersvorsorge später spielt auch der formale Bildungsgrad eine Rolle – 53,1 Prozent derjenigen mit Volks- oder Hauptschulabschluss konsumieren lieber, im Vergleich zu 24,8 Prozent derjenigen mit Abitur.
Entscheidend bei der Abwägung zwischen Sparen und Ausgeben ist sicher, wie viel finanzielle Mittel überhaupt zur Verfügung stehen. Entsprechend geben rund 50 Prozent der Befragten, die über ein Haushalts-Nettoeinkommen bis zu 1.499 Euro verfügen, ihr Geld lieber aus.
Bei einem Nettoeinkommen von über 3.000 Euro sagen dies nur noch 28,5 Prozent. In dieser Einkommensklasse ist dafür der Anteil derjenigen, die Geldangelegenheiten für Männersache halten, mit 26,4 Prozent überproportional hoch.
Andere Themen interessanter
Mit ihren Freundinnen reden 54,9 Prozent manchmal, 35,9 Prozent nie und 8,9 Prozent oft über das Thema Altersvorsorge.
Vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen scheinen andere Themen wichtiger zu sein. Am ehesten ist dies noch für Allein lebende ein Gesprächsthema – hier sprechen zwei Drittel manchmal mit ihren Freundinnen darüber. (verpd)
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