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Von Bismarck bis Wohn-Riester

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Die Folgen für Rente und Sozialversicherung

Immerhin hat die gesetzliche Rentenversicherung und Sozialversicherung im Jahre 2009 schon 120 Jahre auf dem Rücken. Dazwischen liegen, also seit 1889 und dem Jahr 2009, nicht nur die Implementierung diversen gesetzlicher Versicherungen, sondern auch die diversen Änderungen. Schon 1921 gab es die erste Rentenkrise, wenn auch aus andern Gründen als heute.

1889

Bismarck führte 1889 die gesetzliche Rentenversicherung ein. Seit Mai 1889 sind alle Arbeitnehmer zwischen dem 16. Lebensjahr und dem (damals) 70. Lebensjahr (heute 67. Lebensjahr) mit Beiträgen in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Von Beginn an teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Beitrag in Höhe von 1,7 Prozent.

Das Gesetz sah einen Rente ab dem 70. Lebensjahren vor, wenn zuvor 30 Jahre in die gesetzliche Rente eingezahlt wurde. basierend auf Beitragsorientiert. Nicht wie heute im Umlageverfahren. Allerdings war die damalige, durchschnittliche Lebenserwartung gerade mal 40 Jahre.

1911

Die Hinterbliebenen-Rente kam dann 1911 dazu

Damit hatten die Hinterbliebenen erstmals einen Anspruch auf eine Rentenzahlung. Die Krankenversicherung, die Rentenversicherung und die Unfallversicherung zählen nun zur Reichsversicherungsordnung.

Ebenfalls 1911 wurde die Rentenversicherung der Angestellten mit der Reichsversicherungsanstalt für die privilegierten Beschäftigten (Angestellten) gegründet. Somit existierten zwei Rentenversicherungen, die der Arbeiter und die der Angestellten.

1916

Unter Kaiser Wilhelm dem II wurde für Arbeitnehmer das Rentenalter auf 65 Jahre herabgesetzt. Das hatte zur Folge, das sich mit Jahresende die Anzahl der Rentner auf das doppelte erhöhte.

1921

Einhergehend mit der Inflation, also einer massiven Geldentwertung, führte das in der gesetzlichen Rente zu horrende Beiträgen aber auch zu horrenden Rentenauszahlungen. Der Rentenversicherung drohte der Kollaps. Somit wurde das bis heute gültige Umlageverfahren eingeführt. So wurden die Renten kurzfristig aus laufenden Einnahmen bezahlt. Danach wurde durch die Beiträge ein Kapitalstock aufgebaut, aus denen die Renten ausbezahlt wurden. (bei 1,5 Monatsrücklagen gedeckelt)

1941

Die KVdR, Krankenversicherung der Rentner wurde ins Leben gerufen. Zwar wurde auch zur Zeit des Nationalsozialismus die eine oder andere Anpassung vorgenommen, aber im Wesentlichen blieb die Rentenversicherung unangetastet.

1942 wurde die Hinterbliebenenrente für geschiedene Frauen eingeführt. Damit hatten nun auch geschiedene Frauen einen Anspruch auf die Rente des EX-Ehemanns.

1957

Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, stellt die Rentenfinanzierung um und ändert die Finanzierung. Bis zu der Umstellung von Adenauer, bestimmte das angesparte, eingezahlte Kapital jedes Einzelnen die Rentenhöhe.

Jetzt taucht erstmalig das Wort "Umlageverfahren" auf. Jetzt bezahlen die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer die Rentenbezüge. Ab jetzt bestimmt der Bundestag die Rentenhöhen.

Dafür werden Arbeiter und Angestellte der Rente gleich gestellt, auch wenn die Rentenkassen noch immer für Arbeiter und Angestellte existiert.

Siehe auch: Entnahme für "versicherungsfremde Leistungen" aus den Rentenkassen.

1972

Durch das Rentenreformgesetz bekommen nun auch Selbständige und Hausfrauen einen Anspruch auf eine Altersrente. Hatten sich Frauen bei Heirat oftmals ihre Rente auszahlen lassen, in der Annahme das sie nicht wieder rentenpflichtig arbeiten würden, so konnten sie jetzt, genau wie Selbständige mit großzügigen Nachtzahlungen von "Beiträgen" erneut Rentenansprüche erwerben.

Langjährig Versicherte und Frauen konnten mit 63 Jahren in Rente gehen und Schwer-Behinderte bereits mit 60 Jahren. Das hat sich nun auch geändert. Rente mit 67 für Alle.

1986

Das Schlagwort des Jahres 1986 war der berühmt berüchtigte Satz von Bundesarbeitsminister Norbert Blüm "DIE RENTE IST SICHER". Heute 2009 / 2013 würden wir sagen; stimmt, nur die Rentenhöhe nicht. Im gleichen Jahr wurde die Hinterbliebenenrente für Männer und für Frauen gleichgestellt.

Erstmalig gab es in der Rentengeschichte eine Witwer-Rente.

1992

Die zweite Rentenkrise zeichnet sich ab. Die jetzt ausgezahlten Renten beziehen sich nicht mehr auf das "letzte" Bruttogehalt sondern auf das Nettogehalt. Die Renten sinken. Dazu kommt die Wiedervereinigung, die das Rentensystem zusätzlich belastet. Das Renteneintrittsalter steigt wieder auf 65 (heute 67) Jahre und wer früher in Rente gehen will, den ereilt ein Rentenabschlag von 3,6 Prozent pro Jahr (0,3 Prozent im Monat) und das lebenslänglich.

1995

jetzt wurde die Gesetzlich Pflegeversicherung, nur stationäre Pflege eingeführt. Im laufe der Jahre wurde die Pflegeversicherung ergänzt durch die häusliche Pflege und die Einbeziehung der Demenzkranken. 4 Pflegestufen, von Null bis 3 sind für die jeweilige Zahlung abhängig. Der MDK, medizinische Dienst der Krankenkassen entscheidet und ist der Oberhüter der Einstufung in die Pflegestufe 0 bis 3.

2001

Mit Arbeitsminister Walter Riester kommt die nach ihm benannte Riester-Rente. Eingefädelt wurde das Ganze durch die erneute Rentenabsenkung. Mit der Riesterrente wird die private Altersvorsorge gesponsert. Steuervorteile und Zulagen sind das Zuckerchen dieser Anlage. Ob das alles so sinnvoll ist? Die Riester Rente ist Kapital gedeckt und nicht Umlagen finanziert.

2002

In diesem Jahr hat der Arbeitnehmer erstmals einen Rechtsanspruch auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Das bedeutet, der Arbeitgeber muss ein "Etwas" anbieten. 5 Durchführungswege stehen zur Verfügung. Die üblichste Form der betriebliche Altersvorsorge ist die Entgeltumwandlung, welche vom Arbeitnehmer meistens alleine finanziert wird.

Dem Arbeitgeber bleibt es überlassen ob er was dazu gibt. Der Arbeitgeber bestimmt den Durchführungsweg und das Unternehmen welches die bAV installiert. Gefördert wird die bAV durch die Beitragsfreiheit der Sozialversicherungsbeiträge in der Ansparphase. Keine Abzüge vom Brutto für die Steuer, Sozialversicherung, Soli und Kirchensteuer. Was folgt ist die "Nachgelagerte Besteuerung" im Rentenbezug.

2005

Jetzt sind auch die Selbständigen an der Reihe gefördert zu werden. Mit dem Ökonomen Bert Rürup wurde die nach ihm benannte Rürup Rente eingeführt. Die Beiträge sind bis zum Höchstsatz von 20.000 € für Ledige und 40.000 € für Verheiratetet steuerlich geltend zu machen. Schmälern also das zu versteuernde Einkommen. Auch die Rüruprente ist Kapital gedeckt und nicht Umlagen finanziert. Die Rürup Rente wird als lebenslange Rente ausgezahlt. Eine Kapitalabfindung ist nicht möglich.

2006

Jetzt ist die Altergrenze, um ohne Abzüge in die Rente zu gehen, auf 67 angehoben. Die ersten die die volle Altersrente mit 67 Jahren ohne Abzüge trifft ist der Jahrgang 1964. Somit erfolgt eine schrittweise oder stufenweise Anhebung ab Jahrgang 1947 (ein Monat länger als 65 Jahre) bis Jahrgang 1964, mit Vollendetem 67. Lebensjahr. Lediglich für "langjährig Versicherte" also 45 Jahre pflichtversichert in der Rentenversicherung / Sozialversicherung, der darf noch mit 65 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen.

2008

2008 kam die Wohnriester dazu. Namensgeber, wie die Riester Rente, so auch die Wohn Riester Rente, der ehemalige Arbeitsminister Walter Riester.

2009

Eine Schutzklausel, welche Rentenkürzungen ausschließt wird unter Arbeitsminister Olaf Scholz mit der Großen Koalition eingeführt. Im Klartext bedeutet das, dass in wirtschaftlich schwachen Zeiten, wie in der jetzigen Finanzkrise und Wirtschaftskrise die Renten nicht sinken. Ebenfalls 2009 kam die Wohnriester dazu. Namengeber wie die Riester Rente, Walter Riester.

Aber, in wirtschaftlich starken Zeiten werden die Rentner mit Nullrunden auskommen müssen, also werden die Rentner ohne Rentenerhöhung so doch zur Kasse gebeten. Im Prinzip findet so eine "Verrechnung der Renten" von schlechten Zeiten mit guten Zeiten statt.

Ebenfalls 2009 wurde die Krankenversicherungspflicht und die Pflegeversicherungspflicht für alle in Deutschland wohnende Menschen eingeführt. Das gilt für die gesetzliche Krankenkassen als auch für die private Krankenversicherung

2012

CDU und CSU planen eine Demografie-Abgabe für oder gegen die alternde Gesellschaft der Zukunft in den sozialen Absicherungen die Beiträge einerseits "stabil" zu halten und andererseits die fortschreitenden Ausgaben in der Medizin zu gewährleiten.

Die Rente mit 69 Jahren macht schon von sich Reden.

Nächste Sozialversicherungsreform? Rentenreform? Pflegereform?

Die nächste Rentenreform, Sozialversicherungsreform wird nicht lange auf sich warten lassen. Wobei über das Wort und den Inhalt der diverse "Reformen" trefflich streiten ließe.

Was bleibt? Altersvorsorge mit dem Ruhestandsplaner in jungen Jahren beginnen.

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