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Es muss kein Versicherungsmakler drin sein

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Auch wenn Versicherungsmakler draufsteht

Der VDVM (Verband der Deutschen Versicherungsmakler) hält viele Neulinge und Einzelkämpfer in der Versicherungsbranche, welche sich als Makler ausgeben, für abhängig und eher unprofessionell.

Versicherungsvermittler

Zirka 250.000 Versicherungsvermittler tummeln sich in Deutschland. Davon nennen sich mehr als 40.000 Versicherungsmakler. Das ist mehr als doppelt soviel wie vor Einführung des Vermittlerregisters 2007. Mit anderen Worten, jeder der eine Mindestqualifikation in der Versicherungsbranche erworben hat kann sich Versicherungsmakler nennen.

Betrachtet man die großen Versicherungsvertriebe (im Volksmund Strukivertriebe genannt) so ist auffallend, dass, da diese „Versicherungsvertriebler“ keine Angestellten sind, immer mehr die Bezeichnung Versicherungsmakler annehmen. Will heißen, diese Versicherungsvertreter sind ausschließlich an das Unternehmen und deren Versicherungsprodukte gebunden. Nichts mit Unabhängigkeit.

Pseudomakler

Also nichts mit freier Auswahl am Markt. So wurde vor kurzem dem AWD, der ausschließlich der Swiss Life gehört, per Gericht die Werbung als unabhängig (Az.: 18 O 193/08) untersagt. Der Grund, diese Versicherungsverkäufer sind nicht unabhängig sondern müssen die Vorgaben mit der vorgegebenen Produktpalette der Swiss Life erfüllen. Gleiches gilt für den größten bayerischen Versicherungsvertrieb, der ausschließlich der Aachen Münchener Versicherung, also dem Generali Konzern gehört. Mit anderen Worten eine freie Marktanalyse ist unerwünscht bis unmöglich da die Produkte des eigenen Versicherungskonzerns verkauft werden sollen, müssen.

Fraglich die Selbständigkeit

Oder wohl doch eher eine Scheinselbständigkeit. Der Gesetzgeber schaut gelassen zu, obwohl mit dieser Scheinselbständigkeit Millionen von Sozialversicherungsbeiträgen verloren gehen. Die so agierenden Versicherungsvertriebe wälzen die soziale Verantwortung vollständig auf die sogenannten Selbständigen ab. Obwohl diese „Selbständigen“ voll an einen Auftraggeber gebunden sind und sowohl in der freien Zeiteinteilung als auch in der Annahme von andern Auftragebern keine Wahlfreiheit haben. Der Politiker als solches aber auch Sternchen aus Funk, Fernsehen, Film und Sport welcher sich ja gerne mit den Chefs dieser großen Finanzvertriebe ablichten lassen oder gar Werbung dafür betreiben, schauen gelassen zu, wie Menschen durch Umsatzgier, ohne soziale Absicherung, verheizt werden.

In anderen Branchen gibt es da ganz andere Maßnahmen, Beispiel Kurierdienste, etc.