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ganz einfach, 10 Fragen zum Verbraucherschutz

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Nur 10 Fragen vor Unterschrift

Verbraucherschutz ganz einfach mit gesundem Menschenverstand! Letztlich hängt es von der Person ab, d.h. seiner Kompetenz, seinem Charakter und seiner Persönlichkeit, wie er Sie beraten wird. Überall gibt es gute und schlechte Berater. Richtig ist aber auch: es hängt zudem von den Strukturen ab, wie unabhängig und kompetent er überhaupt beraten kann bzw. darf; und die Wahrscheinlichkeit auf einen guten Berater zu treffen ist unter bestimmten strukturellen Voraussetzungen sehr viel größere als unter anderen.

Viel ist daher von Verbraucherschutz die Rede

Dabei werden nicht selten komplizierte Themen und Strukturen erörtert, von denen der Laie wenig versteht. So entsteht der Eindruck, es geht bei diesen Diskussionen mehr um Besitzstände, Ideologien und Verteidigungsstrategien gewißer Lobbygruppen als letztlich um den „Verbraucher.“ Wem es um den Verbraucher geht, der sollte dafür sorgen, dass er sich überhaupt ein Bild machen und selbst entscheiden kann, was für ihn das Beste ist. Alles andere sind obrigkeitsstaatliche Hanswurstiaden mit wenig Praxisrelevanz. Dabei wird noch die beste Absicht in schlechte Gesetze gegossen, deren Folge wiederum nur ist, dass der Verbraucher mit noch mehr Papier überschüttet wird, das er ob des Juristendeutsches gar nicht verstehen kann.

Dabei könnte Verbraucherschutz so einfach sein

Jeder Kunde müsste sich nur 10 Fragen vom Finanzberater, Versicherungsmakler, Vertreter, Banker, Vermittler beantworten lassen und deren Hintergrund verstehen. Dazu braucht es nur etwas gesunden Menschenverstand und einige Branchenkenntnisse. Deshalb stelle ich Ihnen zuerst die 10 wichtigsten Fragen vor und erläutere Ihnen dann den Hintergrund dazu. Die Banalität der Fragen wird Sie wundern. Doch im Zusammenhang mit den Erläuterungen wird ihre Bedeutung hoffentlich klarer. Wichtig ist auch, dass eine oder nur wenige Fragen nicht ausreichen, um sich ein Bild machen können. Am besten Sie lassen sich alle 10 Fragen beantworten, um erst dann ihre Schlüsse daraus ziehen. Nachdem Sie sich so ein Bild von ihrem Gegenüber geschaffen haben, bekommen Sie den Berater, den Sie sich Wert sind.

Stellen Sie diese 10 Frage

  • 1.) Wie lange arbeiten Sie in der Finanzbranche und für wen haben Sie bereits gearbeitet?
  • 2.) Welche Ausbildung und welche speziellen Qualifikationen haben Sie?
  • 3.) Haben Sie sich auf ein bestimmtes Beratungsgebiet spezialisiert?
  • 4.) Was ist ihr derzeitiger Status: Sind Sie ein Bankverkäufer, Bankberater oder Versicherungsvertreter oder Mehrfachagent oder Versicherungsmakler?
  • 5.) Bekommen Sie Gehalt, Provisionen oder Honorar oder eine Kombination?
  • 6.) Wenn Sie Mehrfachagent oder Makler sind, arbeiten Sie allein bzw. für ihre eigene Firma oder sind Sie in eine bestimmte Vertriebsstrukturen eingebunden?
  • 7.) Bestehen bestimmte Beteiligungen von Versicherungen, Banken oder anderen Gesellschaften an ihrem Unternehmen oder besitzt das Unternehmen das Sie vertreten Anteile an bestimmten Gesellschaften, wenn ja zu wie viel Prozent?
  • 8.) Was sind ihre Kriterien und Hilfsmittel bei der Auswahl von Finanzprodukten: Ratings, Vergleichssoftware, Erfahrung, Vorgaben und wie frei sind Sie bei dieser Auswahl?
  • 9.) Wie viele Kunden betreuen Sie persönlich und welchen Service können Sie mir bieten?
  • 10.) Würden Sie mir ihre Aussagen über die Erstinformation hinaus schriftlich bestätigen?

Hintergrund zu den Fragen:

zu Frage 1

1.) Wie lange arbeiten Sie in der Finanzbranche und für wen haben Sie bereits gearbeitet?

Erfahrung ist nicht alles, doch sehr viel Wert, gerade in der Finanzbranche. Auch hier erlernt man sein Handwerk aus der täglichen Praxis. Nachteil einer langen Berufserfahrung kann sein: ein gewißer Branchenzynismus, Selbstherrlichkeit, eingefahrenes Denken, das sich nicht mehr weiterbildet. Ein Vorteil kann sein: eine krisengestählte Gelassenheit, die nicht mehr jedem Modetrend hinterherläuft und stattdessen eine Kenntnis von dem hat, was sich nachhaltig bewährt. Junge Berater sollten mindestens einen erfahrenen Betreuer an ihrer Seite haben.

zu Frage 2

2.) Welche Ausbildung und welche speziellen Qualifikationen haben Sie?

Eine fundierte Ausbildung und Qualifikation sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Das ist aber in der Finanzbranche nicht unbedingt der Fall. Erfolg misst sich gerade in der Finanzbranche (wie anderswo auch) am Umsatz und nicht an der Qualifikation und der bessere Verkäufer ist nun mal nicht immer der beste Berater. Dies ist einfach eine unabänderliche Tatsache. Darüber hinaus legten aber insbesondere die Strukturvertriebe nicht einmal großen Wert auf Qualifikation und warben Finanzberater vorn der Straße nach dem Motto: Willst du auch einen Porsche fahren und reich werden, dann mach doch bei uns mit und verkaufe deinen Freunden und Verwandten ein paar Versicherungen.

Quereinsteiger können etwas sehr positives für ein Metier sein und haben sich in vielen Fällen bewährt. Jedoch sollte mehr Antrieb da sein als nur Geldgier. Die gesetzlichen Mindestanforderungen seit Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie haben die Situation deutlich verbessert. Jetzt sind es abgesehen von den Profiteuren der „Alten-Hasen-Regelung“ eher manche Angestellte einer Verbraucherschutzorganisation, die nicht einmal über die Mindestqualifikation der IHK-Sachkundeprüfung zum Versicherungsfachmann verfügen. Auch der Bankberater darf Versicherungen verkaufen, ohne dass er dazu ausgebildet worden wäre.

Aber auch die beste Ausbildung ist keine Garantie für Beratungsqualität. Denn was bringt z.B. die Ausbildung zum Bankbetriebswirt, wenn man in der Praxis nur Vorgaben von Oben erfüllen muss. Schließlich ist noch zu beachten: Manche Vertriebe erfinden gerne Titel, legen sich gar eine hauseigene „Universität“ zu usw. In den meisten Fällen geht es hier mehr um Indoktrinations- und Autosuggestionsveranstaltungen. Entscheidend ist deshalb die Kombination aus Fachkompetenz und der Freiheit, diese auch im Interesse des Kunden anwenden zu dürfen.