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Stilblüten im Politikerdenken?

Das das Bafög zu Oktober 2010 erhöht werden soll mag so manchen Studenten, Studentin erfreuen, der Bildungsmisere an den Schulen, Hochschulen und Universitäten nützt das herzlich wenig. Die Höhe der Bafög-Erhöhung ist noch unbekannt, darüber soll im Dezember 2009 beraten werden. Auch Eltern müssen dann mit einem höheren Unterhalt für die studierenden Sprösslinge tiefer in die Tasche greifen.

Siehe auch: Dazuverdienst und die Abgaben

Bildungssparen mit dem Staat

Was kostet ein Studenleben monatlich? Die neueste Idee, Bundesbildungsministerin Annette Schavan wünscht sich ein Bildungssparprogramm ala Riester Rente oder Bausparvertrag, welche wie bekannt, staatlich gefördert werden. Damit soll den einkommensschwachen und „bildungsfernen“ Familien die Möglichkeit an Hand gegeben werden für die Ausbildung der Kinder finanzielle Vorsorge zu treffen.

Bildungsgutscheine

So soll für Nachhilfeunterricht, Hausaufgabenbeaufsichtigung, Musikunterricht und Sport Bildungsgutscheine verteilt werden. Damit sollen den bedürftigen Kindern der Schulabschluss ermöglicht werden. Von den heute 15 jährigen sind etwa 20 Prozent gefährdet, ohne Abschluss die Schule zu verlassen. Jede 5. Kind wäre von diesen Förderungen betroffen und könnte so einen „Zuschuss“ erhalten.

360 Millionen Euro

für Bildung. Das ist angesichts der immensen Ausgaben für Banken, Autoindustrie und anderen Subventionen, ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei aller finanziellen Förderung bleibt das, wofür die Studierenden gerade Streiken und auf die Straße gehen, unberücksichtigt. Es ist wie immer in der Politik, der einfachste und gedankenloseste Weg ist, Geld zu verteilen. Der Bildungsnotstand, die Migration Probleme, die Sprachbarrieren, zu wenig Lehrer, veraltetes Schulmaterial, zu wenig Kitaplätze, zu wenig Ganztagsbetreuung, und vieles mehr wird dadurch nicht verbessert. Siehe auch: Studiengebühren

Kindergelderhöhung

Auch hier darf angezweifelt werden das die Kindergelderhöhung der Bildung der Kinder zu gute kommt. Rund 48 Prozent der Mütter und Väter gab an das erhöhte Kindergeld für den Urlaub, das Abzahlen von Schulden oder zur Renovierung der Wohnung nutzen zu wollen. (Forsa Umfrage) Gleiches gilt für den erhöhten Kinderfreibetrag. Fazit: nach dieser Umfrage könnten „Bildungsgutscheine“, die zweckgebunden sind doch was bewirken. Siehe auch: was kostet ein Kind?

Sparen für die Ausbildung der Kinder

gab es schon immer, wenn auch ohne staatliche Förderung. Die Eltern, Tanten, Onkels und Verwandten die es sich finanziell erlauben konnten, haben das auch ohne staatliche Hilfe für die Sprösslinge getan. Die die es sich finanziell nicht leisten können, werden es auch mit staatlicher Hilfe nicht können. Das hat „Riester“ schon vorgemacht. Zudem muss auch hier über Abschlusskosten, Courtagen und Verwaltungskosten nachgerechnet werden. Auch da war Riester und Co. schon Kostenweltmeister zu Lasten der Sparer.

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