05. Dezember 2009
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Versicherungen -
Finanzen
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Der gläserne Rentner mal positiv
Einem Medien-Bericht der WAZ-Medien-Gruppe erhalten Rentner zu viel gezahlte Steuern zurück. Das soll aus einem Arbeitspapier der Länder hervor gehen. Danach haben Rentner in den vergangenen Jahren zu viel an Steuern bezahlt.
Der Hintergrund des Steuersystems
Seit dem Oktober 2009 müssen alle gesetzlichen Rententräger und alle privaten Versicherungen die Renten und Kapitalauszahlungen (Altersbezüge) der Rentner an das Finanzamt melden. Dadurch können die Finanzämter ersehen wie hoch die Einkommen der gesamten Renten sind. Daraus wird dann die Steuer berechnet.
Von den Rentnern die eine Steuererklärung
abgegeben haben, dass sind ca. 1.940.000 Rentner (von ca. 20 Millionen Rentnern) sind ca. 22 Prozent falsch ausgefüllt worden. Somit könnte hier eine Rückzahlung an die Rentner erfolgen. Die eine Hälfte hat zu wenig bezahlt, die andere Hälfte hat zu viel bezahlt, so der Chef der Deutschen Steuergewerkschaft NRW, Manfred Lehmann. Damit könnten ca. 970.000 Rentner mit einer Steuerrückzahlung rechnen. Im Durchschnitt sollen es so um die 250 € Rückzahlung sein.
Steuerwirrwarr
Wie Bild-Online am 01.12.2009 berichtet blicken selbst die Finanzämter und Finanzbeamten in diesem Steuerwirrwarr nicht mehr durch. Die gesamte Steuergesetzgebung ist so kompliziert geworden, das ein normaler Bürger hilflos davor steht. Was wundert es da das Rentner ihre Steuererklärungen falsch ausfüllen.
Bernhard Zentgraf, Bund der Steuerzahler meint dazu: „ Das ist ein Offenbarungseid“ Unser Steuerrecht ist so kompliziert, dass es nicht mehr anwendbar ist. Die neue Regierung müsste mit der Machete durch den Steuerdschungel um diesen Wirrwarr zu lichten“. Schon Roman Herzog (Ex-Bundespräsident) hatte diesen Steuerwirrwarr bemängelt.
Das hatte schon Paul Kirchhof
Professor für Steuerrecht von Angela Merkel gefordert als diese zum ersten mal Kanzlerin wurde. Leider war dieser hochkarätige Steuerexperte Kirchhof schnell wieder von der Bildfläche verschwunden, wie viele Andere auch. Statt dessen wird wieder an dem Steuerwirrwarr weiter gebastelt. Paul Kirchhof zur Steuerdebatte. Jüngstes Beispiel die Mehrwertsteuersenkung für Hotel-Übernachtungen. Die reine Hotelübernachtung soll 7 Prozent Mehrwertsteuer enthalten, das (meist) dazugehörige Frühstück aber 19 Prozent. Wenn das kein Bürokratieaufbau ist, was dann? Und die Frage, wem nützt das von der breiten Bevölkerung wirklich.
7 Prozent MwSt., 19 Prozent MwSt.
nach welchen Kriterien wird der Mehrwertsteuersatz berechnet? Keine Ahnung. Würde man wirklich diese Mehrwertsteuersätze vereinfachen wollen, wäre die Rechnung recht einfach. 7 und 19 ist 26 geteilt durch 2 ist 13. Nun müsst noch ermittelt werden wie viele „Produkte und Dienstleistungen" mit den unterschiedlichen Steuersätzen bedacht sind und so käme (möglicherweise) ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz von 16 oder 17 Prozent zu Tage. Das würde die Verwaltung entlasten und wäre einheitlich durchschaubar. Aber hier denkt der normale Bürger sicherlich zu einfach. Möglicherweise sollte Frau Merkel doch nochmal die „schwäbische Hausfrau“ bemühen.
Siehe auch: Das Monsterwort, Wachstumsbeschleunigungsgesetz und Bürgerentlastungsgesetz
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