22. Januar 2010
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Versicherungen -
Finanzen
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Autor D. Dübbert. zu dem Film "Gier"
Gier frisst Verstand
Der Fernsehfilm „Gier“ ist ein all zu lebhaftes Beispiel wie Gier den Verstand frisst. Was als Spielfilm ganz lustig sein mag, in der Realität für viele Menschen ein wahres Desaster. Verzockte Altersvorsorgen, unbezahlte Kredite, verhökerte Häuser, verspielte und vernichtete Existenzen. Dabei könnte es so einfach sein, 10 Fragen (...)
Alles nur Finanzkrise?
Irrtum, höher, schneller, weiter, irgendwann ist die Schraube zu ende gedreht. Das mussten viele Bürger leidvoll erfahren. Schon der Neue Markt in den Jahren 2000 bis 2002 hat gezeigt das die Börsen nicht endlos in den Renditehimmel wachsen. Schon damals haben sich viele Anleger verzockt. Die Casino-Mentalität der Anlageberater und Banker tat dann sein übriges dazu.
... und damit die ganze Geschichte nicht gar so trocken wird, hier das Video "ein Mathematik-Professer erklärt die Welt"
Und der Kunde?
All zu bereitwillig hat er alles glauben wollen was da so an Rendite versprochen wurde. Bereitwillig wurden Kredite aufgenommen um mit dabei zu sein wenn die großen Gewinne und Renditen das Rad drehen. Aber auch so mancher Kleinanleger mit seinen monatlichen Sparraten ist um sein Geld betrogen worden. Und das wird so bleiben. Gestern, Heute und Morgen. Hier ein paar Beispiele:
Schneeballsystem und Co.
Göttinger Gruppe,
ca. 100.000 Anleger verloren über 1 Milliarde Euro in diesem Schneeballsystem. Das war ein wirtschaftlicher Totalschaden für alle Anleger. Göttinger Gruppe-Securenta ist pleite.
Phönix Kapitaldienst,
eine der größten Betrugsfälle der Nachkriegszeit brachte 30.000 Anleger um runde 600 Millionen Euro. 2005 krachte das Schneeballsystem des Herrn Breitkreuz dann zusammen. Phönix-Anleger haben sich verrechnet.
Jürgen Harksen,
er brachte die Hamburger mit einem Investment Rendite-Versprechen von 1.310 Prozent (!) fast um den Verstand. Wie von Sinnen brachten sie ihr Geld zur wundersamen Geldvermehrung zu der Investmentfirma „Nordanalyse“. 64 Millionen D-Mark hatten so Anfang der 90 Jahre ihren Besitzer gewechselt. Allerdings liegt die Dunkelziffer wesentlich höher. Keiner weiß wirklich wie viel Schwarzgeld hier „verbrannt“ wurde. Herr Harksen soll übrigens als Vorlage für den Wedel Film gedient haben.
In der neueren Geschichte
war es eine Frau, welche mit 100 Prozent Rendite-Versprechen mit Dubai Anlagen in Herford und Lippe die Anleger um den Geldverstand brachte. Verhandlung vor dem Detmolder Landgericht 2010!
First Intercontinental Bancorp Ltd.
soll Anleger um 3,4 Millionen Euro gebracht haben. Familie betrügt Hamburger. Die Festnahme der beiden Akteure erfolgte am Donnerstag, 22.01.2010 in Hamburg!
Die unendliche Geschichte der Geldgier
könnte so beliebig fortgesetzt werden. Ob Unwissenheit, Geldgier, Dummheit oder nur „Spieltrieb“ dahinter steckt, wer will das so genau wissen? Fakt ist jedenfalls, das der Wedel-Film keine nur launige Abendunterhaltung ist sondern pure Realität darstellt. Dabei kann sich die Schadenfreude in Grenzen halten. Denn Prozentual betrachtet sind 100 € oder 10.000 € zu 1 Million € bei Verlust der gleiche Schaden, der allen Anlegern gleich weh tut. Der erhobene Zeigefinger ist ebenfalls sinnlos, da die Gier nach Mehr dem Menschen nun mal Eigen ist.
Fazit: „Gier“ ist nicht nur ein unterhaltsamer Spielfilm mit Schadenfreude vor dem Fernseher, sondern traurige Realität in der Gegenwart.
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