Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

GKV, 8 Euro mal 10 Millionen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 

DAS Netzwerk Dübbert und Partner, Versicherungen, Finanzen & Mehr.

 Fragen zur privaten Krankenversicherung und KV-Wechsel

30 Kassen wollen dem Bürger ans Portmonee

Ca. 15 Kassen wollen schon ab 01. Februar (DAK und Deutsche BKK) oder dann zum 01. April 2010. (kein Aprilscherz) diesen Zusatzbeitrag von 8 € erheben. (12 € oder 37,50 €) Für ca. 10 bis 12 Millionen GKV Versicherte, von insgesamt rund 51 Millionen Versicherten in der GKV, wird es eine Zuzahlung zum normalen Beitragssatz von 8 Euro geben. Darunter auch die großen Kassen wie DAK und Deutsche BKK. Diese 8 Euro (pro Monat) können ohne Prüfung des Einkommens erfolgen. Neueste Variante; 93 Euro Zusatzbeitrag oder 2 bis 2,5 Prozent vonm Brutto. Nächste Variante: Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auf 5.500 Euro.

Siehe auch: Unterschriftenaktion: wo landen die Kassenbeiträge zu Krankenversicherung?

Muss das jemand verstehen?

Das Handelsblatt berichtet heute (08.03.2010) das die gesetzlichen Krankenkassen 1,07 Milliarden Euro Einnahmen aus dem Gesundheitsfonds mehr haben als Ausgaben.

Achtung!

noch hat das Versicherungsamt den Zusatzbeiträgen nicht zugestimmt. Bis zur offiziellen Bestätigung des Versicherungsamts müssen Sie keine Zusatzbeiträge zahlen oder eine Einzugsermächtigung erteilen. Auch dann nicht, wenn Sie das Schreiben zu den Zusatzbeiträgen schon von Ihrer Krankenkasse erhalten haben. Neu angedacht: Höhere GKV-Beiträge für Dicke, und höhere Steuern auf Schokolade und Alkohol

Seit dieser Woche ist das Kartellamt dabei wegen Preisabsprache zu ermitteln. Bei den ersten Krankenkassen sind die Briefe schon eingegangen. Die Kassen weisen diesen Vorwurf zurück. "das sein politisch so gewollt und auch notwendig"

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht! In dieser Kündigungszeit (Kündigungsmonat plus zwei volle Monate. Beispiel: im Januar gekündigt, zum 1.April bei der neuen Krankenkasse) wird der Zusatzbeitrag nicht erhoben.

Es ist anzunehmen das die andern GKVen folgen werden. Entweder im zweiten Halbjahr 2010 oder spätestens Anfang 2011.

Frage: Warum brauchen wir soviel gesetzliche Krankenkassen mit Ihren Verwaltungen und Vorständen wenn doch die Beiträge und die Leistungen per Gesetz aufoktruiert sind?

Mal zum Vergleich, (Kassenmitglied ist nicht gleich Beitragszahler) die GBK hat ca. 30.000 Kassen-Mitglieder, die BKK Westfalen-Lippe ca. 23.000, die Siemens BKK ca. 730.000, die Barmer (Ersatzkasse) ca. 5.270.870 Kassenmitglieder. Die DAK ca. 4,9 Millionen Beitragszahler. (Inklusive der eigenen Mitarbeiter?). Die AOKen ca. 25.000.000 Versicherte (verteilt auf die Landes AOKen)

Siehe auch: GKVen und die Kassenarten, Historie

Siehe auch: kommt die Riester-Krankenzusatzversicherung?

Wofür gibt die GKV Geld aus

Laut Statistik des Bundesministerium für Gesundheit gehen die meisten Beitragseinnahmen für die Verwaltung drauf. So stiegen die Ausgaben 2008 im Vergleich zu 1991 um 75 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro.

Davon wiederum für ca. 140.000 Mitarbeiter 5,3 Milliarden. Dazu kommen ca. 569 Millionen für Altersvorsorge, Pensionen, Zusatzrenten. 545 Millionen für Vereine und Krankenkassenverbände, 131 Millionen an Werbung, 77 Millionen für Reisekosten (1 Beispiel: die Betreuung der AOK Büros auf Mallorca), 23 Millionen für Dienstwagen und 5,7 Millionen werden für Mitarbeiter aufgewendet welche zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen beitragen sollen (??)

Gesamteinnahmen des Gesundheitsfonds 2009:

171,1 Milliarden Euro. Defizit ca. 4,5 Milliarden Euro 2010

Es kommt ganz dick im Zusatzbeitrag

Unter den ersten GKVen die die 8 Euro einfordern sind: DAK, die KKH-Allianz, die BKK Gesundheit, und die ktp-BKK

Ausnahme die 1.: die BKK Westfalen-Lippe erhöht den Zusatzbeitrag um 12 Euro. Das sei sozialer, so der der Vorstandschef Willi Tomberge, da z. B. ein Student mit 500 € Einkommen nur 5 € bezahlen müsse.

Ausnahme die 2.: die BKK Heilberufe und die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) wollen sogar rückwirkend zum 01.01.2010 den maximalen Zusatz-Beitragssatz von 37,50 € erheben

(1 Prozent vom Brutto (Beitragsbemessungsgrenze)). Das meldet die "Rheinische Post" heute 03.02.2010. Auch der höhere Zusatzbeitrag muss von den Versicherten alleine getragen werden.

Das Dickste, die Kassen drohen schon mal vorsorglich mit Gehaltspfändung oder Pfändung der Rente falls der Versicherte die 8 Euro pro Monat (8 €, 12 €, 37,50 €) nicht überweist, bzw. der Krankenkasse keine Einzugsermächtigung erteilt (geschätze 2 bis 3 € gehen für die Verwaltung drauf).

"Es sei davon auszugehen das ca. 15 Prozent der Versicherten sich der Zahlung entziehen wollen". So Helmut Wasserfuhr, Chef der GBK Kasse (Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln). Die anderen Chefs der GKVen tuten ins gleiche Horn.

Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler kritisiert den Zusatzbeitrag und will (schon wieder) eine Gesundheitsreform mit der Kopfpauschale, gleicher KV-Beitrag für alle, auf den Weg bringen!

Anmerkung: jetzt ist entgültig der Willkür des Gesundheitsfonds Tür und Tor geöffnet.

Die erste Kündigungswelle rollt bereits.