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Mieser Beruf, Versicherungen verkaufen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Auto: Doris Dübbert, DAS Netzwerk Dübbert u. Partner, Kontakt,

Mieser Beruf, Versicherungen verkaufen

Bedenken Sie immer, wer verspricht alles zu können und alles zu wissen, der kann nichts wirklich richtig.

Die Versicherungswelt und die Finanzwelt ist viel zu kompliziert geworden als das EINER alleine alle die Produkte und Tarifbedingungen, AGBs, kennen könnte. Zudem steht die Haftung des Versicherungsmaklers, Finanzmaklers, PKV-Experten oder Investmentberaters, etc. für Sie als Mandanten immer im Vordergrund. Siehe auch: Ombudsmann, Ombudsfrau, Schlichtung bis 10.000 Euro

Der schlechte Ruf der Versicherungen

Mich persönlich wundert das Ergebnis der Umfrage nicht wirklich. Das die Versicherungsbranche an „IHREM RUF“ selber schuld ist, wird natürlich bestritten. Ich persönlich teile die Meinung der Verbraucher weitestgehend. Allerdings ist auch der Verbraucher nicht wirklich so unschuldig wie ER sich gerne als Opfer darstellen möchte. Diese Meinung zu Versicherungen ist weitestgehend eine Deutsche. Schaut man sich die Zusammensetzung derer an, welche „in Versicherungen machen“, so wird schnell klar wie es zu dieser miserablen Meinung der Deutschen kommt.

Siehe auch: Versicherungen, Herr Lohse, Namensschmarotzer und genau durch dies miesen Typen wird das Berufsbild Versicherungen verkaufen in den Dreck gezogen.

Was tummelt sich in Versicherungen

ALLES und JEDER könnte man pauschal sagen, was gar nicht so unrichtig wäre. Die Versicherungsvertriebswege sind vielfältig. Bei näherer Betrachtungsweise gliedert sich das Ganze dann in Ausschließlichkeitsvertreter die für eine Versicherung tätig sind. Strukturvertriebe mit ganz eigenen hierarchischen Ausrichtungen. Mehrfachagenten die mehrere Versicherungen anbieten. Versicherungsmakler die als Sachwalter des Kunden am Markt tätig sind. Honorarberater die gegen Honorar, ähnlich Steuerberatern und Rechtsanwälten, gegen Honorar beraten. Und natürlich die Beratung bei der Bank. Daneben kommen noch Vermögensberater, Finanzberater, Vermögensverwalter und ähnlich kuriose Berufsbezeichnungen zum Einsatz.

Zu Deutsch, der Versicherungsmakler ist als Sachwalter des Kunden der Einzige welcher auf der Seite des Kunden steht!


Geschichte der Versicherungsmakler

Bereits 1750 vor Christus (nach unserer Zeitrechnung) findet der Versicherungsmakler seine erste Erwähnung. Bis Ende des zweiten Weltkriegs (1945) hatte der Versicherungsmakler einen hohen Stellenwert und ein hohes Ansehen. All die vorgenannten „Versicherungsberufe“ gab es in dieser Form nicht.

Nach Ende des Krieges

überschwemmten die Versicherungen unreguliert den Markt mit Versicherungsverkäufern. Ohne Schulabschluss, ohne Ausbildung, ohne Sachkenntnis wurde als Produkt alles verkauft was dem Versicherungsvertreter und den Versicherungen Geld in die Kasse brachte. Der Verbraucher, Kunde war den Drücker-Kolonnen, Aufschwätzern, Klinkenputzern und Strukivertrieben (fast) hilflos ausgeliefert. Kein Aufsichtsbehörde hat hier auch nur ansatzweise reguliert oder geprüft. Das Angebot der Versicherungen war allerdings noch (fast) überschaubar.

Versicherungsvertrieb, Selbstläufer in miserabelster Form

Im Laufe der Jahrzehnte hat dieser Versicherungsverkauf ein nicht geahntes Ausmaß an Wildwuchs produziert. Umsatz, Umsatz und nochmal Umsatz war das erklärte Ziel der Versicherungsgesellschaften und der Versicherungsverkäufer. Was der Kunde, Verbraucher wirklich wollte war Nebensache. Selbst nach der deutschen Wiedervereinigung haben Heerscharen von Drücker-Kolonnen die neuen Bundesbürger mit allen erdenklichen und unnützen Policen überschwemmt. Das der Versicherungsruf dadurch nochmals einen Negativschlag erhalten hat erklärt sich von selbst.

Aufsicht der Finanzdienstleistungsbranche

Erst 1990 wurde eine Mindestqualifikation zum Versicherungsverkauf eingeführt. Ich war mit die erste Frau in der Versicherungsbranche die diese Prüfung abgelegt hat. (von 1990 bis 2008 war ich selber als Versicherungsmakler aktiv tätig, heute DAS Netzwerk Dübbert u. Partner) Dann kam der Versicherungsfachwirt als weitere Qualifikation dazu, welche der Versicherungsverkäufer erwerben konnte. Der Versicherungsbetriebswirt und andere Studiengänge folgten. Wobei die Studiengänge meistens nicht auf den Versicherungsverkauf sondern auf die Karriere in den Versicherungsetagen abzielte. Diverse Ausbildungen bei den IHKen und Berufsverbänden für die Finanzdienstleister werden nun ebenfalls angeboten.

BaFin erst 2002 gegründet

Die Bundesanstalt für die Finanzaufsicht (BaFin) wurde dann 2002 ins Leben gerufen. Die BaFin hat nunmehr die Aufsicht über Banken, Versicherungen und den Wertpapierhandel. Seit der Finanzkrise 2008 ist auch die BaFin als „Oberaufseher“ nicht unumstritten.

EU-Vermittlerrichtlinien

In Deutschland trat dann zum 22. Mai 2007 die EU Verordnung zum Vertrieb von Versicherungen in Kraft. Das allerdings auch erst, nach dem die EU „blaue Briefe“ an die Regierenden geschickt hatte. Daraus lässt sich folgern, dass das Interesse der Bundesregierung am „Aufräumen“ des Wildwuchses und der Stärkung der Verbraucherinteressen wenig Arrangement zeigt. Schließlich sind auch die Verbraucherschutzzentralen, welche aus Steuergeldern am Leben erhalten werden, nicht immer so neutral wie der Verbraucher es sich wünscht. Selbst Frau Aigner als Verbraucherschutzministerin legt sich ungern mit den großen der Versicherungswelt und Finanzwelt an.

Und anders herum, "sonnen" sich die Großen aus Politik, Film, Sport, Funk und Fernsehen gerne auf den Hochglanzprospekten der "erfolgreichen" Finanzvertriebe und Versicherungen.

Im Versicherungsvertrieb hat sich nichts geändert – oder doch

Die Eigeninitiative einzelner Versicherungsmakler und Berufsverbände schreiben Artikel wie diesen und klären den Kunden auf. Wir berichten von den Missständen der Versicherungsvertrieben, Kosten in Verträgen, Verwaltungskosten allgemein, unnötigen Versicherungen, Kündigungen von Versicherungen, Riester-Produkten, Strukivertrieben und bekommen Abmahnungen von eben den Selben weil wir den Finger schon mal in die Wunde legen. Zum Beispiel „Riester macht Kasse mit Riester“.

AUFKLÄRUNG für den Kunden also unerwünscht seitens derer die das Geld einkassieren? Ja, denn aufgeklärte Bürger sind unbequeme Bürger und fragen unbequem nach. (gilt nicht nur in der Versicherungsbranche) Wir begrüßen und fördern diese Eigenverantwortung. Mit der Geldvernichtung muss Schluss sein. Auch mit dem "legalen" Betrug an der Altersvorsorge. BaFin ermittelt gegen Lebensversicherer. Seit langem fordern wir das Schulfach Versicherungen und Finanzen.


Und der Versicherungskunde

Eine Umfrage vom Marktforschungsinstituts Toluna unter 1.000 Bundesbürgern, brachte folgendes Ergebnis; Berufen die der Deutschen auf keinen Fall ausüben will.

1. Versicherungsvertreter (45 Prozent), 2. Politiker (30 Prozent) 3. Fernfahrer (29 Prozent) 4. Straßenkehrer (23 Prozent) 5. Landwirt (22 Prozent) 6. Grundschullehrer (22 Prozent) 7. Reinigungskraft (21 Prozent) 8. Bankkaufmann (15 Prozent) 9. Arzt (13 Prozent) 10. Journalist (12 Prozent).

Fazit des Versicherungsvertriebs

Was soll man dem Kunden, Mandanten noch alles erzählen um Ihm klar zu machen das es sein Eigeninteresse sein muss sich mit der Materie Versicherungen und Finanzen auseinander zusetzen? Schreiben Sie uns, fragen Sie uns. wir geben Antworten.

DAS Netzwerk Dübbert u. Partner gebündelte Kompetenz

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