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Gehaltszuschuss für Mitarbeiter

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Mitarbeiter einstellen und Fördermittel sichern.

Doch welche Fördermittel gibt es überhaupt? Meine Kollegen von „Arbeitsrecht kompakt“ haben die wichtigsten Fördermittel für Sie zusammengestellt:
Eingliederungszuschuss für Arbeitslose:

Stellen Sie Mitarbeiter mit
Vermittlungshemmnissen ein, können Sie einen Eingliederungszuschuss nach §§ 217 ff. und § 42ff. Sozialgesetzbuch (SGB) III beantragen. Die Förderungshöhe geht bis zu 50 % des Bruttolohns, bei schwerbehinderten Mitarbeitern sogar bis zu 70 %. Die Förderungshöchstdauer beträgt 12 Monate, bei älteren Mitarbeitern über 50 Jahren bis zu 36 Monate.

Einstellungszuschüsse für Unternehmensgründer. Unternehmensgründer, die sich vor nicht mehr als 2 Jahren selbstständig gemacht haben, höchstens 5 Mitarbeiter beschäftigen und einen Arbeitslosen einstellen wollen, können den Einstellungszuschuss für Neugründer nach den §§ 225 ff. SGB III erhalten. Dieser Zuschuss beträgt 50 % des Bruttolohns und wird für höchstens 2 Mitarbeiter und maximal 12 Monate gewährt. An den Arbeitslosen werden zusätzliche Anforderungen gestellt.

Er muss:
zuvor für mindestens 3 Monate Arbeitslosengeld bzw. Transferkurzarbeitergeld bezogen haben, in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder Strukturanpassungsmaßnahme beschäftigt gewesen sein oder die Voraussetzungen für Entgeltersatzleistungen bei beruflicher Weiterbildung beziehungsweise Eingliederung Behinderter erfüllen.

Kombilohn 50plus für ältere Mitarbeiter
Eine besondere Form der Entgeltsicherung ist für ältere Mitarbeiter durch den Kombilohn 50plus geschaffen worden (geregelt in § 421j SGB III). Mitarbeiter ab vollendetem 50. Lebensjahr, die eine im Vergleich zur früheren Arbeit geringer bezahlte Beschäftigung aufnehmen, haben Anspruch auf einen teilweisen Ausgleich der Lohneinbuße, der mit dem Arbeitslohn den Kombilohn für die Dauer von 2 Jahren bildet.

Der Zuschuss beträgt im 1. Jahr 50 %, im 2. Jahr 30 % der Differenz zwischen dem aktuellen und dem früheren Nettoentgelt. Zusätzlich werden die Rentenversicherungsbeiträge auf 90 % des früheren Bruttoentgelts aufgestockt. Voraussetzung ist, dass der Mitarbeiter das 50. Lebensjahr vollendet hat, seine Arbeitslosigkeit entweder durch Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung beendet wird oder seine Arbeitslosigkeit durch den unmittelbaren Übergang aus einer höher bezahlten in eine niedriger bezahlte Beschäftigung vermieden wird, bei Arbeitsaufnahme noch ein Anspruch oder Restaspruch auf Arbeitslosengeld für mindestens 120 Tage besteht,

in der neuen Beschäftigung ein tarifliches Arbeitsentgelt oder bei fehlender Tarifbindung ein ortsübliches Arbeitsentgelt beansprucht werden kann und sich eine Nettoentgeltdifferenz zwischen dem früheren und dem aktuellen Verdienst von mindestens 50 € monatlich ergibt.

Der Kombilohn 50plus
wird für maximal 2 Jahre gezahlt. Das für die Berechnung jeweils maßgebliche Nettoentgelt wird von den Arbeitsagenturen, wie bei der Arbeitslosengeldberechnung, pauschaliert ermittelt. Der Zuschuss wird unmittelbar an den Arbeitnehmer ausgezahlt.

Zuschüsse für die Einstellung jüngerer Arbeitsloser
Die Agentur für Arbeit zahlt Ihnen Zuschüsse, wenn Sie Arbeitslose mit Berufsabschluss, die jünger als 25 Jahre sind, einstellen möchten. War der Mitarbeiter zuvor mindestens 6 Monate arbeitslos, können Sie für maximal 12 Monate einen Zuschuss zwischen 25 % und 50 % zum Bruttolohn bis 1.000 € erhalten (§ 421p SGB III).

Eine ähnliche Förderung erhalten Sie, wenn Sie einen zuvor mindestens 6 Monate arbeitslosen Mitarbeiter unter 25 Jahren ohne Schulabschluss oder Berufsabschluss einstellen wollen und dieser betrieblich qualifiziert wird. Dieser so genannte Qualifizierungszuschuss beträgt 50 % des Bruttolohns bis 1.000 €. Allerdings müssen Sie davon mindestens 15 % zweckgebunden für die Qualifizierung des jüngeren Arbeitnehmers verwenden (§ 421o SGB III).

Tipp
Unabhängig von der Art des Zuschuss, sollten Sie unbedingt vor jeder Maßnahme die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren und sich dort beraten lassen. Erst wenn Ihr Antrag offiziell bei der Agentur vorliegt, dürfen Sie überhaupt mit der Einstellung des Mitarbeiters beginnen.

"Mit freundlicher Genehmigung: Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, www.vnr.de "

Haben Sie Fragen
Fragen zu Ihren Versicherungen beantwortet Ihr Versicherungsmakler, zum Fördermittelantrag finden Sie bei den Arbeitsagenturen.
Haben Sie Fragen zu den Sozialversicherungen, die gerichtlich zugelassenen Rentenberater helfen gerne weiter.
Haben Sie Fragen zur den privaten Versicherungen, Altersvorsorge, Krankentagegeldabsicherung, oder zur Existenzgründung.

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