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Hochrechnungen, Lebensversicherung, Rentenversicherung

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Schön gerechnet, Kleingedrucktes vergessen zu lesen

Toll, da sitzt der Versicherungsvertreter auf der Couch und zeigt stolz was Sie in 20 Jahren oder in 30 Jahren von Ihrer Lebensversicherung ausbezahlt bekommen oder wie hoch Ihre Zusatzrente jeden Monat ist. Sie planen schon Ihre Weltreise oder den geruhsamen Lebensabend mit Ihrer gesetzlichen Rente plus einer hübschen Summe aus der Lebensversicherung oder der Zusatzrente aus Ihrer privaten Rentenversicherung. Doch dann kommt alles ganz anders.

So oder ähnlich wurden alle Lebensversicherungen mal abgeschlossen

Beispielrechnungen oder Hochrechnungen haben aber eines gemeinsam, es ist eine Wahrscheinlichkeitsrechnung in eine (lange) Zukunft die theoretisch davon ausgeht, dass sich nichts verändert. Das heißt, Sie bezahlen 12 Jahre, 20 Jahre oder 30 Jahre brav Ihre Beiträge. Die Verzinsung bleibt konstant und der Garantiezins  bleibt ebenfalls unverändert bestehen. Hier hat die weltweite Finanzkrise gezeigt das es keine Konstante gibt. Siehe auch: BaFin (Bundesaufsichtsamt für die Finanzdienstleister und den Wertpapierhandel) und die Lebensversicherer.

Verzinsung, ein Blick zurück lohnt

Ein Großteil der Beiträge für die Lebensversicherungen oder privaten Rentenversicherungen wird von den Versicherungsgesellschaften in Staatsanleihen getätigt. Zirka 3 Prozent (in Deutschland) werden aus diesem eingenommenen Kapital in Aktien investiert. Laut map-Report, konnten so in den Jahren 1955 bis 1995 rund 7,36 Prozent erzielt werden. Seit 1995 bis heute sind es nur noch ca. 4,34 Prozent. Davon behält die Versicherungsgesellschaft einen Teil, ein Teil wird als Garantiezins ausgewiesen und ein Teil wird als Gewinnbeteiligung und Schlussbonus ausgezahlt. Aktuelle Garantieverzinsung 2,75 Prozent. Dazu kommt, das bei gekündigten Lebensversicherungen höhere Rückzahlungen seitens der Versicherer getätigt werden müssen als vor dem Urteil. Somit bleibt weniger an in den Kassen der Lebensversicherer.

Ein Beispiel von einer LV-Hochrechnungen

Nehmen wir den Herrn Mustermann, 30 Jahre jung, 30 Jahre Laufzeit der Lebensversicherung. Herr Mustermann will also mit 60 Jahren in Rente gehen. 1.200 Euro Jahresbeitrag.

1999 besagte die Hochrechnung noch das Herr Mustermann nach 30 Jahren 114.190 Euro ausbezahlt bekommen hätte. Heute liegt der gleiche Herr Mustermann bei einer Auszahlungssumme von ca. 68.031 Euro. Also mal glatte 46.159 Euro Unterschied. Das muss seit 2005 auch noch versteuert werden (Neuverträge ab 2005), was bis 2004 noch steuerfrei ausbezahlt wurde. So können die drei „Besten“ der Branche noch mit ca. 4,63 Prozent bis 4,83 Prozent Verzinsung aufwarten. Der Rest der Lebensversicherungen findet sich bei zirka 3,84 Prozent Verzinsung und darunter wieder. Rechnet man nun noch die Inflation auf 30 Jahre dazu, bleibt nicht viel übrig für einen finanziellen sorgenfreien Lebensabend.

Dramatische Unterdeckung

Die Hochrechnungen oder auch Beispielrechnungen sind somit den Kapitalmärkten und den Zinsmärkten unterworfen. Einigen Lebensversicherungen wird es in Zukunft anlässlich der fatalen Finanzkrise schwer fallen die Zinsen zu erwirtschaften welche in den alten Lebensversicherungspolicen garantiert sind. Von den variablen Zinsen, also den nicht garantierten Renditen, Zinsen ganz zu schweigen. Schon wird in der Lebensversicherungsbranche über Garantiezinssenkungen nachgedacht. Damit kann die Modellrechnung oder Hochrechnung welche die Branche vorlegt für manchen Kunden ein böses Erwachen haben. Besonders dann, wenn mit der Ablaufleistung eine Hypothek verbunden ist. So mancher Immobilienbesitzer wird um eine Nachfinanzierung nicht herum kommen.