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Schiffsfonds? Baltic Dry Index?

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Investment

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SchwachSuper 

 

Autor: Dr. H. K. Kontaktformular, Telefon: 033436-376393, Fachbereiche

Geschlossene Fonds und Beratung

Bekanntlich sind Technische Analyse und die um Wirtschaftsdaten angereicherte Fundamentalanalyse entscheidende Verfahren zur Bewertung aktueller und erwarteter Marktentwicklungen. Dabei benutzte Kennziffern unterscheidet man u.a. in „vorlaufende“ und „nachlaufende“ Indikatoren. „Vorlaufende Indikatoren“ liefern mit ihrem Datenmaterial wichtige Hinweise für bevorstehende Konjunkturverläufe.

Zu diesen Vorlaufenden Indikatoren gehört z.B. der „Baltic Dry Index“. Gerade an diesem Indikator und seiner Datenrelevanz zeigt sich: bei der Betrachtung der  wirtschaftlichen Plausibilität einer Kapitalanlage kommt es zunehmend zum Zusammenwachsen von Offenen (Investment-) und Geschlossenen Fonds. So auch bei Schiffsfonds und deren Einordnung in ein Gesamt-Portfolio. 

„Der Baltic Dry Index (BDI)

… ist ein wichtiger Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern (hausächlich Kohle, Eisenerz und Getreide).“ Seine „Untergruppen berücksichtigen 26 Hauptschifffahrtsrouten und erfassen die Kosten für Zeitcharter und Reisecharter für vier Schiffsklassen … im Trockenschüttgutverkehr.“ (1)
Der BDI wurde 1985 mit einem Basiswert von 1000 Punkten eingeführt. Der Index … wird nicht gehandelt und ist somit frei von Spekulation. Beeinflusst wird der BDI auch von Hafenkapazitäten und saisonalen Schwankungen wie Erntezyklen und Jahreszeiten. Die Ermittlung der Frachtrate basiert einzig auf Angaben von Schiffsmaklern, Reedern und Charterern. (2)
So sanken die Charterraten (Tagesmieten) für ein 2500-TEU Schiff (Standardcontainer) im Zeitraum 03.01.08 – 11.06.2009 von über 25000 US-D  auf wenig über 5000 US-D. (3) Gleichwohl zeigt sich in den letzten Monaten ein moderates Ansteigen des Index. (4)

Daß makroökonomische Daten

und Indizes nicht nur für börsengehandelte Investmentfonds sondern auch für Geschlossene Fonds die Basis von Anlageentscheidungen sein müssen und auch sind ist wahrlich keine bahnbrechende Neuigkeit. Was aber im Beratungsprozess verlangt werden kann – und hier trennt sich m.E.. die Spreu vom Weizen – ist die Erläuterung des jeweiligen Geschäftsmodells, z.B. von Schiffsfonds, anhand verfügbarer makroökonomischer Daten und Rahmenbedingungen.

Was Schiffsfonds direkt betrifft so findet sich eine interessante Checkliste als hervorragende Unterstützung im Vorfeld der Zeichnung entsprechender Anteile in (5). Neben der Haftungsbeschränkung nur auf die Einlagen  und die Empfehlungen, Leistungsbilanzen bisher platzierter Schiffe vorzulegen finden sich weitere sehr branchenspezifisch angelegter Kriterien eines Experten für Schiffsbeteiligungen.

Meinerseits darf ich auf die einheitliche Richtlinie des Verbandes für Geschlossene Fonds

  zur Erstellung von Leistungsbilanzen verweisen (vgf-online.de ; leistungsbilanz.de). Für Anfragen, Streitfälle sei als erster Weg eine Kontaktaufnahme der seit März 2008 tätigen „Ombudsstelle für Geschlossene Fonds“ empfohlen. (www.ombudsstelle-geschlossene-fonds.de) „Anleger geschlossener Fonds können sich an die Ombudsstelle wenden, wenn sie der Auffassung sind, im Zusammenhang mit ihrer Beteiligung einen Nachteil erlitten zu haben. …

Für den Anleger ist das Verfahren kostenlos (außer eigene Kosten wie Porto, Telefon – H.K.). Es ist außerdem risikofrei – auch nach Abschluss eines Ombudsverfahrens kann sich der Anleger noch an die Gerichtsbarkeit wenden. Er verliert durch das Ombudsverfahren seine juristischen Ansprüche nicht, denn während des Verfahrens gilt die Verjährung seiner Ansprüche als gehemmt.“ (6) Die gegenwärtige Ombudsfrau war zudem bis Mai 2007 Vorsitzende des Seerechtssenats des Hamburgischen Oberlandesgerichtes und des Hamburgischen Richtervereins und ist u.a. Vorsitzende des Deutschen Vereins für internationales Seerecht. Im Zentrum ihrer Tätigkeit am Oberlandesgericht stand die Rechtsprechung in Fragen des Handels-, Schifffahrtsrecht und Transportrechts. (7)

Wirtschaftliche Aktivität bedingt auch immer unternehmerisches Risiko

Aber: wirtschaftliche Plausibilität durch Information und Transparenz sowie hohe Rechtssicherheit – auch für Zeichner Geschlossener Fonds (darunter Schiffsfonds) ist bei guter Beratung keine Utopie.

Quellen:

  • (1)Wikipedia in: http://de.wikipedia.org/wiki/Baltic_Dry_Index
  • (2)vgl. Ebenda
  • (3)Angaben nach Gecam AG. Mit freundlicher Genehmigung.
  • (4)siehe www.balticexchange.com
  • (5)H. Gaentzsch. Drum prüfe wer sich ewig bindet. in: AssCompact, Dez. 2007, S. 67
  • (6)Infobroschüre der Ombudsstelle Geschlossene Fonds, S. 4
  • (7)Ebenda S. 3

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