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Immobilien, Verschenken oder Vererben?

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Immobilien-Anlage

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Autor: Dr. jur. Thomas Mronz, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Erbrecht. alle Publikationen der Kanzlei F.E.L.S. Infobrief: 23/2010

Immobilie, geschenkt oder vererbt

Es wird oft die Frage gestellt, ob es besser ist, eigenes Vermögen zu Lebzeiten an nahe Angehörige zu verschenken oder durch ein Testament zu vererben. Nachfolgend zeigen wir Ihnen – in der gebotenen Kürze – auf, in welchen Fällen sich eine lebzeitige Übertragung von Vermögen lohnen kann.

Die lebzeitige Übertragung einer Immobilie

kommt im Regelfall nicht in Betracht, wenn man es sich offen halten möchte, das Haus, die Immobilie, noch an jemand anderen zu verkaufen, es z. B. für einen Kredit zu belasten, es zu verschenken oder an eine andere Person zu vererben. Wer sich den Vermögenswert der Immobilie für seine Altersvorsorge sichern will, also in Erwägung zieht, den Wert der Immobilie für die Altersversorgung heranzuziehen, sollte das Haus zu Lebzeiten ebenfalls nicht übertragen.

Was kann für eine lebzeitige Übertragung der Immobilie sprechen?

Mit der Übertragung einer Immobilie zu Lebzeiten kann man späteren Streit um ein Erbe verhindern. Darüber hinaus macht die lebzeitige Übertragung z. B. an die Kinder dann Sinn, wenn die Kinder in die Immobilie investieren (z. B. Renovierung) wollen, da sie dann als Eigentümer entsprechend abgesichert sind. Wenn man das Haus an die Kinder übertragen will, selbst aber Sicherheit haben möchte, das gesamte Leben noch darin zu wohnen, sollte diese Berechtigung mit einem sogenannten dinglichen Wohnrecht abgesichert werden.

Ein gewichtiger Grund, die Immobilie schon zu Lebzeiten auf Kinder zu übertragen, können auch steuerrechtliche Aspekte sein. So ist es möglich, bei lebzeitigen Übertragungen der Immobilie steuerliche Freibeträge der Schenkungssteuerauszunutzen und das Vermögen der Familie durch eine geschickte Strategie zu erhalten.

Nach der aktuellen Gesetzeslage beträgt der Freibetrag

jedes Kindes bei lebzeitigen Übertragungen 400.000,00 € (bei Ehegatten 500.000,00 €, bei Enkeln 200.000,00 €). Wenn also die zu übertragende Immobilie einen Wert von 400.000,00 € hat, kann dieses Geschäft zugunsten des Kindes vollständig steuerfrei vorgenommen werden. Über diesen Freibeträgen hinaus kann man zusätzlich bis zu 41.000,00 € den sogenannten Hausrat, z. B. eine Wohnungseinrichtung, eine Küche etc. steuerfrei verschenken. In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass nach dem Ablauf von 10 Jahren seit der ersten Schenkung die Freibeträge erneut vollständig ausgenutzt werden können.

Wenn nun eine Entscheidung zugunsten einer lebzeitigen Vermögensübertragung gefallen ist

muss der entsprechende Vertrag notariell beurkundet werden. Im Rahmen dieses Vertrages sollte man sich zur Absicherung verschiedene Rückforderungsrechte gegenüber dem Beschenkten vorbehalten. So kann es sinnvoll sein, in den Vertrag eine Klausel aufzunehmen, dass die Immobilie bei Eintritt der Insolvenz des Beschenkten, bei Eintritt von Alkoholabhängigkeit des Beschenkten oder bei Vorversterben des Beschenkten vorbehalten bleibt. Ebenso soll darüber nachgedacht werden, ob zu Gunsten des Schenkers ein eigenes Wohnrecht in der Immobilie dinglich, also im Grundbuch, abgesichert sein soll. Ferner ist zu bedenken, ob man als Gegenleistung für die Übertragung des Grundstücks eine Wart- und Pflegeverpflichtung des Beschenkten gegenüber dem Schenker für das Alter aufnimmt.

Bei der Frage, ob Vermögen schon zu Lebzeiten übertragen werden soll

müssen somit die Vor- und Nachteile eines jeden Einzelfalls genauestens geprüft und abgewogen werden.

Bei konkreten Anfragen stehen wir Ihnen gerne mit einem Team aus Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Diplom-Mathematikern zur Beratung aller Aspekte zur Verfügung.
Dr. jur. Thomas Mronz, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Erbrecht, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Kanzlei F.E.L.S. Freigegeben zur Veröffentlichung für

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