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Die Kernschmelze unseres Finanzsystems 2010-2011-2012
Finanzkrise, rette sich wer kann
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Rette sich wer kann, Staatsanleihen

Zudem sollten Sie verstehen, dass gerade Staatsanleihen hierzulande als „mündelsicher“ eingestuft werden, da Ihnen der Gesetzgeber am ehesten eine Rückzahlungsfähigkeit unterstellt.  Staatsanleihen aller Couleur füllen übrigens auch die Depots der als private Altersvorsorge beliebten Kapitallebensversicherungen. Sie bildeten im Jahr 2008 knapp 30 % des Kapitalstocks deutscher Versicherer! Eigentlich sollten sich Versicherer oder auch nominal denkende Anleger über die aktuellen Griechenlandanleihen freuen, denn immerhin stellte der Emittent für zweijährige Schuldpapiere vor wenigen Tagen über 20 Prozent Zinsen jährlich in Aussicht!
Nur was nützt das größte Zinsversprechen, wenn WIR es selbst einlösen müssen? Nicht direkt, sondern indirekt über „Rettungspakete“ und „Bankenrettungen“. Indem wir also den „Retter“ für bonitäts- und produktivitätsschwache Euro-Nutzer spielen, treiben wir uns selbst in den Bankrott!

Anlagenotstand – es wird eng!

Warum die, letztlich sinnlose, Schlacht zur Rettung von überschuldeten EU-Mitgliedsländern durch die Politikerkaste geschlagen werden „muss“, verdeutlicht Prof. Wolfgang Berger, Leiter des Business Reframing Institut für Personal- und Unternehmensentwicklung in Karlsruhe, in seinem aktuellen Beitrag „Der Finanzsektor gefährdet unsere Sicherheit“ wie folgt: „Als Bill Clinton den US-Haushalt saniert und die Neuverschuldung gestoppt hatte, hat der legendäre Chef der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, Alan Greenspan, ihn kritisiert: `Wo sollen unsere Pensionsfonds ihre Gelder anlegen, wenn der Staat sich nicht weiter verschuldet?` Präsident George W. Bush hat Greenspan von dieser Sorge befreit.“

USA-ANLEIHEN

Wahrlich tat dies Mister Bush. Mit dem Resultat, dass jeder US-Amerikaner Ende 2008 mit über 185.000 Dollar in der Kreide stand! Und welch ein Wunder: USA-Anleihen werden trotz dieses überfüllten Schuldenrucksacks mit einem Tripel-A-Rating für höchste Bonität geführt!?
Im selben Beitrag wird auch der Deutschland-Chef der New Yorker Investmentbank Goldman-Sachs, Alexander Dibelius, mit einem bildhaften Vergleich zitiert: „Eine Bakterienkultur kann nur für gewisse Zeit exponentiell wachsen. Irgendwann reicht der Nährstoff nicht mehr und sie bricht zusammen.“

Wer sind die Bakterien?

Richtig das weltweite Bankensystem. Wer bietet den Nährstoff? Stimmt, die Realwirtschaft, die nützliche Dinge des täglichen Bedarfs produziert! Das durch Zinseszins angewachsene Geldvermögen giert nach Rendite und vermehrt sich immer schneller, und zwar im Gleichschritt mit der Verschuldung aller Wirtschaftsteilnehmer: den Staaten, den Unternehmen und den Konsumenten.

Mangel an Alternativen zum sicheren Sparen

Jetzt wird es für vorsichtige Anleger richtig eng, denn es mangelt an Alternativen zur Speicherung von Erspartem! Das Schuldgeld frisst sich durch fast alle Anlagevehikel: Aktien, Anleihen, Lebensversicherungen und Pensionsfonds. Und was ist mit Immobilien, die landläufig als Sachwert gehandelt werden? Auch hier funkelt das Damoklesschwert  des Anleihemarktes bedrohlich, ist doch der Verschuldungsgrad deutscher Immobilienhalter durchschnittlich sehr hoch, was in Zeiten einer anhaltenden Wirtschaftskrise mit Massenarbeitslosigkeit zwangsläufig zu einem Angebotsüberhang und somit sinkenden Preisen führen muss.

Bleibende Rohstoffe im allgemeinen und die Edelmetalle im speziellen

Gold, Silber, Platin und Palladium bilden die Basis für viele Produkte. Sie sind auf unserem Planeten nicht unbegrenzt verfügbar und somit ein solider Speicher von Kaufkraft! Und im Gegensatz zu Griechenland und eigentlich fast allen EU-Ländern sowie Großbritannien, Japan und auch den USA tragen edle Metalle in Münzen- oder Barrenform kein Ausfallrisiko durch Zahlungsunfähigkeit in sich. Was will man als umsichtiger Anleger in wirren  Zeiten mehr von seinem „Notgroschen“ erwarten?

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