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Die Illusion der (Finanz) Ahnungslosen

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Autor: Lutz Krause, freier Wirtschaftsjournalist. Kontaktformular

Das Kleingedruckte birgt die Ent-Täuschung!

„Kommen wir zur größten Illusion und zum verhängnisvollsten Irrtum politischer, ökonomischer und wirtschaftspolitischer Natur, von der sich die Bürger gründlich verabschieden sollten: vom Glauben nämlich, dass das, was sie in ihren Portemonnaies und auf ihren Sparkonten und Girokonten haben, Geld sei.“

Geldsysteme, Finanzexperten, Politiker

Jene These stammt aus dem Buch „Das Kapital am Pranger“ von Roland Baader, einem klassisch-liberalen Nationalökonomen und Sozialphilosophen. Und sie harmoniert eigentlich überhaupt nicht mit unseren Alltagserfahrungen innerhalb eines scheinbar abgesicherten Finanzsystems mit Einlagensicherungsfonds, Finanzaufsicht und Entschädigungseinrichtungen!? Oder könnte es sein, dass wir uns tatsächlich gar nicht näher mit jenem Geldsystem beschäftigen wollen, welches uns täglich umgibt, da dies ja genügend andere Menschen für uns tun? Nämlich vermeintliche Experten aus dem Finanzsektor, der Wirtschaft oder unsere Politiker.   

Aus der Geschichte nichts gelernt

Nun, bemühen wir einmal unsere Geschichte: „Es war einmal ein Land, das hatte...die besten Schulen und Universitäten, eine kleine, hocheffiziente Verwaltung, wenige und einfache Gesetze. Es hatte eine Börse, an der die Aktien immer dann stiegen, wenn die Arbeitslosigkeit zurückging, und fielen, wenn sie zunahm. Dies bei einer Arbeitslosenquote zwischen zwei und drei Prozent. Es hatte einen Kapitalmarkt, auf dem man unbesorgt auf Sicht von 30 Jahren in Anleihen investieren konnte und dabei keine Kaufkraftminderung riskierte, denn das Geld blieb auch in der nächsten Generation stabil.

In diesem Land stiegen die Exporte, wuchs die Wirtschaft, die Löhne und Einkommen nahmen stetig zu, der Mittelstand florierte, ein gelernter Maurer konnte mit drei Wochenlöhnen die gesamte Jahresmiete seiner Wohnung zahlen. In diesem Land wurden Gesetze, auch Steuergesetze, für Generationen gemacht. Und der Staatsanteil am Sozialprodukt...erreichte gerade einmal 14 Prozent.“
Dies ist keine Beschreibung von Schlaraffenland, sondern eine Schilderung von Bruno Bandulet aus seinem Deutschland-Brief vom Dezember 2002: „Dieses Land hat es wirklich gegeben. Es war das deutsche Kaiserreich vor 1914.

33 Geldscheine

Klingt unglaublich, oder!? Zumal wir heute über diese politisch verbrämte Zeit sehr wenig aus dem Alltagsleben wissen und es kaum noch Zeitzeugen gibt. Was hat dies aber mit unserem heutigen Geld zu tun, werden Sie fragen? Betrachten wir einmal drei „Geldscheine“: einen aus der Zeit vor 1914, eine Euronote und eine Ein-Dollarnote. Gemessen an den heutigen Euronoten ist die 100 Jahre alte Reichsbanknote farblich dezent gehalten und größeren Ausmaßes. Aber bei weitem nicht mit der Kargheit von Eurobanknoten zu vergleichen, wenn es um das oft zitierte „Kleingedruckte“ geht! Dort steht zu lesen: „Zwanzig Mark zahlt die Reichsbankhauptkasse in Berlin ohne Legitimationsprüfung dem Einlieferer dieser Banknote.“             

Banknoten, Lagerschein für Gold

Lesen Sie es ruhig noch einmal, um sich zu vergewissern, ob Sie diesen Satz richtig verstanden haben! Formulieren wir es etwas anders, wer Inhaber dieser Banknote war, konnte sich offenbar ohne Formalien jederzeit bei der Reichsbankhauptkasse 20 Mark auszahlen lassen!? Das heißt, er erhielt erst dort “richtiges Geld”! Was war damals richtiges Geld?
Gold! Also jenes glänzende Edelmetall, welches rar und nicht beliebig vermehrbar ist, sich also zur Deckung der umlaufenden Papiernoten sehr gut eignete.

Die Reichsbanknote bestätigt also über die aufgedruckte „Gebrauchsanweisung“, dass sie kein Geld sondern lediglich ein Lagerschein für Gold war! Und dieses hinterlegte Gold fungierte aufgrund  seiner Begrenztheit als „natürliche“ Bremse für die in Umlauf gebrachten Banknoten. Hier, im stabilen Geld, liegt ein wesentlicher Grund für das oben geschilderte Wirtschaftswunder im kaiserlichen Deutschland.    

Banknoten, Lagerschein für Silber

Auch in den USA war lange Zeit gedecktes Geld in Umlauf. Beispielsweise als Ein-Dollar- Silberzertifikat aus dem Jahre 1928, dass dem Inhaber jener Banknote die Unterlegung und Zahlbarkeit in Silber garantierte.

Banknoten, Zahlungsmittel ohne Deckung

Anders beim heutigen US-Dollar, der statt als „Weltleitwährung“ zutreffender als „Weltleidwährung“ bezeichnet werden könnte. Auch hier ist noch etwas Lesbares zu entdecken: „Diese Note ist ein gesetzliches Zahlungsmittel für alle Schulden, öffentliche wie private.“ Was ist mit Deckung, einer Sicherung a la Reichsbank? Abgeschafft! In seiner bereits eingeschränkten Form seit 1971...Auf der Rückseite (=“Greenback“) regiert dann nur noch das Prinzip Hoffnung: „Wir vertrauen auf Gott“. Und Sie, lieber Leser?

Banknoten als bedrucktes Papier

Und beim Euro heute? Das geht schnell, wie ein Blick auf den bunten Zettel beweist. Denn außer Zahlen und dem Kürzel „EZB“, was für kollektive, bürokratisch verordnete Verantwortungslosigkeit steht, ist darauf  kein „Kleingedrucktes“ zu finden!
Glauben Sie immer noch, Sie hätten werthaltige Scheine im Portemonnaie oder stabiles Geld auf Konto, Sparbuch, Festgeld oder gar in ihrer Kapitallebensversicherung? Zugegeben, eine unbequeme Frage. Aber ihre Beantwortung trägt existenziellen Charakter für Sie!

Welche wesentlichen Schlussfolgerungen lassen sich daraus ableiten?

  • 1) Unser Geld ist Schuldgeld, das auf blindem Vertrauen basiert und nur solange funktioniert, bis es sich mit der mathematischen Logik exponentiellen Wachstums und unrückzahlbarer Zinsen und Zinseszinsen selbst zerstört und dabei die real-wirtschaftliche Infrastruktur stark in Mitleidenschaft zieht!
  • 2) Alle Papierwährungen der Geschichte gingen – gemessen an der Jahrtausende alten Gold- und Silberakzeptanz als universelles Tauschmittel – nach relativ kurzer Zeit unter.  Die konzessionierten „Gelddrucker“, egal ob privat oder staatlich, haben es nie vermocht, der Versuchung zu widerstehen, mehr Banknoten bzw. virtuelles Geld als zur Aufrechterhaltung und gesunden Entwicklung der Realwirtschaft nötig wäre, in den Umlauf zu pumpen!  
  • 3) In den folgerichtigen und regelmäßigen Finanzkrisen verlieren immer die Halter von „Papiergeldanlagen“ bzw. heute virtuellen Konten und Depots, also von Bankanlagen und Versicherungssparanlagen, da hier lediglich substanzlose Rückzahlversprechen und Zinsversprechen existieren! Dies ist deshalb so brisant, weil unsere Bevölkerung jahrzehntelang auf falsche Sicherheitsvorstellungen durch Politik, Geld- und Versicherungsinstitute konditioniert worden ist!Zum Schluss ein weiteres Zitat aus dem eingangs erwähntem Buch von Roland Baader: „Die meisten Leute, die mit solchen Gedanken konfrontiert werden, denken oder sagen: „So genau wollte ich das alles gar nicht wissen. Das abstrakte Zeug (Geld) hat doch mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun. Außerdem kann man ja sowieso nichts ändern“. Eine solche Reaktion ist Resignation, verständlich, aber selbstmörderisch... Ein kluger Kopf hat den Vorgang mit einem Frosch-Beispiel deutlich gemacht: Wird ein Frosch in heißes Wasser geworfen, so springt er heraus, ohne Schaden zu nehmen. Setzt man ihn aber in kaltes Wasser und erhöht dessen Temperatur langsam und stetig, so bleibt der Frosch sitzen, bis es „zu spät ist.“
  • Siehe auch: Schrottimmobilien, Schrottpapiere und kein Urteil

Steigende Temperaturen am Geldmarkt

Die Temperatur in unserem papiernen und virtuellen Finanzkreislauf darf heute als stark erhöht bezeichnet werden und sie steigt weiter an. Nicht stetig, sondern exponentiell! Was anstelle der, hiermit hoffentlich zerstörten, Illusion von unserem aktuellen Geld bleibt, hat jemand provokant auf den Punkt gebracht: Hören Sie auf zu rechnen, fangen Sie an zu denken! Und vor allem handeln Sie. Steigen Sie aus dem noch warmen Wasser heraus und konvertieren Sie Ihr virtuelles Papiersparvermögen in ewige Werte.
Edelmetalle, Gold und Silber!

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