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Was ist die Riester Rente, Wohnriester

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Riester-Rente, Wohnriester, Eigenheimrente

Die Altersvorsorge mit der Riester Rente soll die Rentenreform von 2000 / 2001 für Arbeiter und Angestellte beim Rentenverlust, Rentenkürzung, abfedern. Der Namensgeber ist der ehemalige Arbeitsminister Walter Riester. Das sogenannte 3 Säulen oder 2 Säulenkonzept führte somit neben der gesetzlichen Rentenversorgung, der betrieblichen Altersvorsorge und damit die Riester Rente ein.

Riester-Förderung

Die Riester Rente wird staatlich gefördert durch die Riesterförderung und den Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten. Die Riesterrente ist Kapital gedeckt und nicht umlagefinanziert wie die gesetzliche Rentenversicherung. Geregelt ist die Riesterförderung im Altersvermögensgesetz (AVmG) und in der steuerlichen Regelung im Einkommensteuergesetz §§ 10a, 77 ff. Die Riester Rente, Riester Eigenheim Rente (Wohn-Riester), ist wie die Rürup Rente, Basisrente und die betriebliche Altersvorsorge ein freiwillige Entscheidung.

Genehmigung und Zertifizierung der Riester Rente

Die sogenannte Riester-Zertifizierung (zuständig ist die BaFin gemäß des Alterszertifizierungsgesetzes) ist die Grundvoraussetzung das alle Aspekte der Riesterförderung und der Steuergesetzgebung erfüllt sind. Ferner gibt es bestimmte Auflagen seitens der Gesetzgebung welche zu erfüllen sind.

Eigenleistungen, also was Sie in die Riesterrente einzahlen, die steuerlichen Vergünstigungen so wie die staatliche Riesterförderung muss im Kapitalstock garantiert sein. Die Verzinsung nicht. Die Auszahlungsphase darf frühestens mit dem 60. Lebensjahr beginnen. Ausnahmen gelten nur für Personen bei denen ein früherer gesetzlicher Renteneintritt vorgesehen ist. z.B bei Piloten.

Die Leistungen dürfen nur als lebenslange Rente erfolgen. Die Provisionen, Courtagen müssen auf 5 Jahre verteilt sein. Eine vierteljährige Kündigung oder Beitragsfreistellung muss sicher gestellt sein. Verwaltungskosten und die Verwendung der Vorsorgebeiträge müssen ersichtlich sein. Der Riestersparer muss uneingeschränkt der Deutschen Steuerpflicht und  Sozialversicherungspflicht unterliegen.

Wie funktioniert die Riester Rente

Die Riesterrente kann jeder abschließen der die o.g. Kriterien erfüllt. Also Arbeitnehmer mit Steuerpflicht in Deutschland. Mit eingeschlossen werden dürfen; also die Altersvorsorge als Rentenleistung lebenslang, eine Invaliditätsleistungen als Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Hinterbliebenenversorgung. Was allerdings wenig sinnvoll ist, da es die Riesterförderung nur auf den Sparanteil zu Altersvorsorge gibt, nicht aber zu den "Zusatzversicherungen" welche im Riestervertrag mit eingeschlossen sind.

Fazit: Risiko vom Sparen trennen. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden prüfen die Finanzämter  und führen eine Günstigerprüfung durch. Die Riesterförderung fließt generell in den Riestervertrag nicht an den Riestersparer. Die Riesterförderung muss vom Riestersparer beantragt werden. Einige Versicherungsgesellschaften verfügen über einen Dauerzulagenantrag. Die Riesterförderung verfällt bei Nichtbeantragung nach 2 Jahren. Für 2010 können noch für 2009 und 2008 die Förderanträge beantragt werden. Alle Riesterförderungen davor (2007 und davor), welche nicht Beantragte wurden, sind unwiederbringlich verloren.

Riester und schädliche Verwendungen

Wird ein Riestervertrag gekündigt, so müssen alle Riesterförderungen und die steuerlichen Vergünstigungen zurück gezahlt werden. Verstirbt der Riestersparer während der Ansparphase, so kann der Vertrag nur vom überlebenden Ehegatten Übernommen werden, sofern der überlebende Ehegatte ebenfalls einen Riestervertrag unterhält. Kinder und andere Verwandte sind von dieser Regelung generell ausgeschlossen, dass bedeutet, die Kinder oder Verwandten können den Riestervertrag nicht übernehmen. Weiter zu beachten ist auch; Riester ist scheidungsschädlich.

Für Alleinerziehende muss das eine genaue Überlegung darstellen. Also für die Kinder und andere Verwandte, Lebenspartner, muss eine anderweitige Hinterbliebenenversorgung abgeschlossen werden. Zum Beispiel mit einer Risikolebensversicherung.

Entnahmen zum eigennützigen Wohnerwerb muss gemäß den Bedingungen vor Renteneintritt zurückgezahlt sein.