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Rentenabzug lebenslang

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Wer früher in Rente geht als mit 65, 67 Jahren

Rente mit 67 Jahren. Das hier auf "Teufel komm raus" schön gerechnet wird um die Rente mit 67 Jahren zu rechtfertigen zeigt folgender Sachverhalt. Immer mehr Menschen gehen vor dem 65. Lebensjahr in Rente. Im Osten Deutschlands mehr als im Westen und mehr Frauen als Männer.

Außer mit der Neuregelung "abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren, 45 Jahre Rentenbeitragszahlung / Beitragsjahre".

Das bedeutet im Klartext, dass all die über 60. Jährigen, welche bereits in Rente sind in der Statistik der Arbeitnehmer in diesen Altersklassen logischerweise nicht vorhanden sind. Dafür nimmt (muss) der Personenkreis welcher früher in Rente geht eine lebenslange Rentenkürzung in kauf. Jeden Monat 0,3 Prozent.

Regierung rechnet anders

Ich denke mir, dass viele Arbeitnehmer bevor Sie die Schmach der Hartz IV Reglementierung in Kauf nehmen, lieber vorzeitig in Rente gehen. Zumal mit Hartz IV mehr verbunden ist als nur die Tatsache zu den Ämtern gehen zu müssen und eine finanziellen Striptease hin zulegen. Für viele Menschen die ein Leben lang gearbeitet haben und ungewollt arbeitslos geworden sind, muss es entwürdigend sein so behandelt zu werden. Zumal mit dem sogenannten "Schonvermögen" nicht wirklich Staat zu machen ist.  

Rentenabschläge

Wer vor Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze in Rente geht muss mit immer höheren Abschlägen rechnen. Laut Statistik der Deutschen Rentenversicherung gingen im Jahr 2009 die Männer mit 41, 2 Prozent vorzeitigen in den Ruhestand. Damit ist die Altersgrenze zum gesetzlichen Ruhestand im Schnitt um 3 Jahre vorgezogen. Im Durchschnitt beträgt die Rentenkürzung im Monat 127, 44 Euro im Monat und lebenslang.  

Unterschiede Ost / West

Während im Westen jeder dritte Mann, nämlich 39,1 Prozent, in den vorzeitigen Ruhestand gegangen ist, waren es im Osten 53,2 Prozent oder jede zweite Mann. Bei Frauen verzeichnet die Statistik einen neuen Rekord. Bundesweit gingen 48,7 Prozent der Frauen vorzeitig in Rente. 77,7 Prozent davon "Ostfrauen".  

44,43 Monaten vor dem 65.

Im Bundesdurchschnitt gingen die weiblichen Arbeitnehmer mit 44,43 Monate vor dem 65. Lebensjahr in Rente. im Durchschnitt betrug die monatliche Rentenkürzung damit 105,35 Euro, lebenslang. Derart hohe Abschläge gab es bei den Frauen noch nie. Was dann vorne an der Rente eingespart wird, muss dann hintenherum an Grundsicherung wieder aufgestockt werden. Den genau die Frauen sind es die mit den niedrigsten Renten nach Hause gehen.  

Fazit: Die Rentenreform bestraft die, die keine sozialversicherungspflichtige Arbeit mehr bekommen doppelt und dreifach. Einmal mit der Tatsache keine Arbeit mehr zu bekommen, zweitens bekommen Hartz IV Empfänger ab 2011 keine Beiträge mehr in die Rentenversicherung ein bezahlt und drittens mit einer lebenslangen Rentenkürzung was ja den Rentenkassen zu gute kommt.