18. Juli 2011
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Versicherungen -
Finanzen
Verkaufstruppen aggressiv wegen Garantiezinssenkung
Zum 01.01.2012 wird er garantierte Zins in Lebensversicherungen (LV) und privaten Rentenversicherungen (RV) von derzeit 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent gesengt. Mit diesem Argument versuchen nun Versicherungsverkäufer die Policen an den Mann, die Frau zu bringen.
Lange Ehe Lebensversicherungen
Da ca. 70 Prozent der deutschen Bürger dem Euro misstrauen, ist es fraglich ob diese Zinssenkung so beeindruckend ist. Andererseits kann es natürlich auch sein, dass mit der vorzeitigen Kündigung oder Beitragsfreistellung dieser LV oder RV Verträge spekuliert wird. Einer gewinnt immer, in diesem Fall die Versicherungen. Versicherungsverkäufer haften bis zu 60 Monaten für solch einen Vertrag. Das bedeutet, er zahlt seine Provision anteilsmäßig zurück.
Wenn Sie nicht sicher sind das Ihr LV oder RV Vertrag auch die Entlaufzeit von 20 bis 30 Jahren erreicht, so schließen Sie keine langen Verträge ab. Es kostet immer Ihr Geld.
Inflation und Zinsen
Immer wieder wird mit der Überschussbeteiligung, welche nicht garantiert ist, argumentiert. Dabei beträgt diese Überschussbeteiligung im Durchschnitt 4,1 Prozent. Allerdings wird nur das Geld verzinst welches wirklich gespart wird. Die stillen „Zusatzkosten“ schmälern die Verzinsung.
Zusatzkosten sind zum Beispiel:
Verwaltungskosten, Stückkosten, Provisionen, Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, Beitragsfreistellung bei Berufsunfähigkeit, Todesfallsumme, etc. in der Lebensversicherung oder Rentenversicherung. Deshalb gilt, Risiko vom Sparen trennen.
Die Garantiezinssenkung betrifft auch Riester und Rürup Sparer. Also aufpassen vor diesen Scheinargumenten beim Abschluss einer Lebensversicherung, privaten Rentenversicherung und sonstigen langfristigen Verträgen.
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