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Rente, Grundsicherung und Arbeit bis zum Umfallen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Angst vor Altersarmut nur Panikmache?

Je nach dem welche Statistik man betrachtet und wen man zitiert, unterschiedlicher könnten die Meinungen und Aussagen nicht sein. Die Einen behaupten das Rentner nach 65 Jahren aus Spaß andere behaupten die Rentner hätten Freude weiter zu arbeiten, die Nächsten befürchten das die Altersarmut beängstigend voranschreitet.

600.000 Rentner und Rentnerinnen

Im Jahr 2000 waren es noch 416.000 Rentner und Rentnerinnen die auf finanzielle Hilfe (Grundsicherung) vom Staat angewiesen waren. Das ist eine akute Steigerung die sich in den nächsten Jahre fort setzen wird.

Das Bundesarbeitsministerium definiert das so; immer mehr Menschen wollen sich, auch als Rentner, noch mit einbringen und arbeiten gerne weiter. Die längere Lebenszeit ist für die Menschen im Rentenalter ein Grund noch zu arbeiten

So denkt die Bundesregierung und die "Wirtschaftweisen" bereits über die Rente mit 69 Jahren nach.

"Prekäre Arbeitsverhältnisse"!

Darunter versteht man die gebrochenen Erwerbsbiografien. Vielleicht sollte man auch die Niedriglohnsektoren, die Langzeitarbeitslosen und die Menschen sehen die heute schon ab 55 kaum noch einen Job bekommen. Hartz IV Empfänger, Rentenkürzungen, der Riesterfaktor, die Rente mit 67 Jahren wird die Renten-Zukunft nicht besser gestalten.

Das Sozialministerium

Im Herbst will das Sozialministerium einen "Rentendialog" durchführen. Das Ziel dieses Dialogs soll die "Umgestaltung" des Rentensystems sein. Mit dieser Umgestaltung soll dann zukünftig die Armutsgefährdung im Alter eingedämmt werden.

Nach 45 Jahren Berufsleben

Im Durchschnitt aller Rentner erhalten die Menschen nach 45 Jahren Arbeit gerade mal das Rentenniveau einer Grundsicherung. Frauen häufiger betroffen als Männer. Die Ost und West Renten sind immer noch unterschiedlich. Auch nach 20 Jahren Wiedervereinigung.

Der Eckrentner

Als Grundlage für die Statistik der Politik bedient man sich des sogenannten Eckrentners. So bekommen diese unterschiedlichen Statistiken und Aussagen auch eine verfälschte Realität. Ich würde schon behaupten das es einen Unterschied macht ob ein Mensch mit einer geraden Erwerbsbiografie im "Hochlohnsektor" oder ein Politiker weiter arbeitet oder eine Mensch der mit der "Grundsicherung" sein Leben fristen muss. Ergo, "traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast".

Private Altersvorsorge

Private Vorsorge für Alter, Pflege, Krankheit und Arbeitslosigkeit? Es geht meistens um Menschen die körperlich ein Leben lang gearbeitet haben. Menschen die, aus ebenfalls unterschiedlichen Gründen, wenig Lohn bekommen. Um Menschen, die aus welchen Gründen raus auch immer, keine Karrieren gemacht haben und um Menschen die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit und Schluss endlich in Hartz IV abgerutscht sind.

Diese Menschen hatten vielleicht mal privat vorgesorgt. Mit einer private Pflegeversicherung, Lebensversicherung, privaten Rentenversicherung, Riesterrente, etc. ? Aber genau diese Menschen können oder konnten es sich gar nicht leisten von ihrem wenigen Geld noch Vorsorge zu betreiben. Zumal die Verrechnung dieses eigenverantwortlichen Handelns im Rentenalter bei der Grundsicherung Ansteht.

Armes Deutschland

Milliarden für EU-Länder, Banken und Finanzkrisen. Schon wird über die Beitragserhöhung der Pflegeversicherung nachgedacht, Über die Einschränkung des Kindergelds, Absetzbarkeit der Studien und Ausbildungskosten soll nochmal "überdacht werden". Betreuungsplätze für Kinder sind nicht "finanzierbar"? und der nächste Konjunktureinbruch bringt wieder mehr Arbeitslose und Hartz 4 Empfänger. Die Spirale dreht sich munter weiter. Wo soll das Wachstum auf Dauer her kommen?