Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

EX-Maklerbetreuer und EX-Mitarbeiter der Central-PKV

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 

Was wird aus den ehemaligen Mitarbeitern?  

Nun ist es also raus, wie das Versicherungsjournal berichtetet, die Central-KV wird in den Strukturvertrieb der DVAG übergehen. Für viele Mitarbeiter der Central und deren Maklerbetreuer steht nun die Qual der Wahl akut an. Stichtag soll, so ich richtig informiert bin, der 01.04.2012 sein. "(K)Ein Aprilscherz"? Vom Angestellten Maklerbetreuer zum Strukturvertriebler?   

Wechsel ja! Wechseln wohin?  

Ich persönlich denke mal das viele Mitarbeiter nicht in einen Strukturvertrieb wechseln wollen. Die Maklerbetreuer so wieso nicht, denn die DVAG hat bekanntlich nichts mit Makler zu tun. Der Wechsel kann also nur lauten; eine andere Versicherungsgesellschaft, Selbständigkeit oder arbeitslos werden.

Gibt es eine andere Alternative, so kommentieren Sie das bitte, wir werden Ihre Meinungen veröffentlichen. (Ihre Einverständniserklärung voraus gesetzt, Datenschutz).  

Der Haken an der Geschichte  

Die meisten Mitarbeiter haben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1, da sie sogenannte HGB 84 waren. Zu deutsch: jahrelang gearbeitet und der Bestand ist bei Ausscheiden weg. Hartz IV (4) lässt grüßen. Und was ist mit dem Berufsverbot bei einem freiwilligen Ausscheiden oder der Ablehnung zum Strukturvertrieb zu wechseln?

Ob dies nun Rechtens ist oder nicht, es muss erstmals geprüft und durchgesetzt werden - und das kostet vorab erst mal Geld.

Maklerbetreuer  

Ich selber war 3 Jahre Maklerbetreuerin bei der Central Krankenversicherung. Was mich bereits damals „stutzig“ gemacht hat war; das Schließen von Krankenversicherungstarifen und das öffnen neuer Tarife. Was ja nichts anderes bedeutet das alte Tarife vergreisen weil keine neuen gesunden Menschen in die alten, geschlossenen PKV-Tarife mehr reinkommen. Was wiederum dementsprechende Beitragserhöhungen in den „Alt-Tarifen“ zur Folge hat.  

Neue PKV-Tarife

Die neuen Tarife wiederum locken mit „niedrigen“ Monatsbeiträgen, also (zum Teil) sogenannten Billig-Tarifen junge und gesunde Menschen an, um dem o.g. Beispiel dann wieder zu folgen. Die Preis-Schraube dreht sich also munter weiter.  

Alte Tarife zu, neue Tarife  

Angelockt mit den Billigtarifen für die Einsteiger (Einsteiegertarife) der PKV, und dann ...? Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Nicht nur bei der Central. Dazu kommt, dass die meisten Billigtarife (in vielen Teilbereichen) noch schlechter sind als die die Leistungen in der gesetzlichen Krankenkasse. Von Leistung war (kann) aber bei den Tarifen eh nie die Rede gewesen sein, sondern von „Geiz ist geil“, die Prämie als wohl primäres Entscheidungsparameter und Verkaufsargument.

Weil in vielen Fällen das Jahresergebnis der Versicherungen wohl steigen musste. Die Leistungen für die PKV-Versicherten, der billigen Tarife, ist und war den Versicherungen egal, so könnte man meinen. Sogar die Beitragsrückerstattungen werden noch heute (teilweise) als "Leistungen" verkauft  Hier darf gefragt werden was des Kunden Wunsch wirklich war. Eine leistungsstarke Krankenversicherung oder eine "Kapitalanlage"? 

Übrigens: die neueste Wort-Kreation ist jetzt statt Billitarife in der PKV - Preissensible Tarife mit Zusatzmodulen. Mit anderen Worten: "wenn Du nicht überzeugen kannst dann verwirre"! Und wieder mal geht es um die Priorität Preis und nicht "was will der Kunde an Leistungen"! Manche lernen es eben nie. Siehe auch "Sachwalterurteil"

Was wird aus der HBO (Haupt-Berufliche-Organisation)  

Sich von heute auf morgen selbständig zu machen ist und bleibt ein Risiko. Vor allem ohne einen Background und ohne ein funktionierendes Netzwerk mit entsprechenden Verbindungen. Kann der Eine oder Andere HBOler noch bei einem Makler oder einer Versicherungsgesellschaft unter kommen, so wird es für viele, die nicht in die DVAG wechseln wollen, zum beruflichen Problem.

Besonders für die Maklerbetreuer. Diese Situation hatten wir schon 2006 als die AM (Aachener und Münchener) in die DVAG überging. Auch hier wurden die Betroffenen kurzfristig informiert.  Selbständigkeit, ja aber ...

Ein Schritt der wohl überdacht sein will. Tausend Fragen und zu wenig Antworten?