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Von der Leyens Geschenke an Versicherungen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Irrsinn der Politiker

Frau von der Leyen plant: ab 2012 sollen Bezieher von niedrigeren gesetzlichen Renten und 45 beitragspflichtigen Arbeitsjahren eine Aufstockung der Renten aus Steuergeldern erhalten. Voraussetzung das ein Riestervertrag  zur Zeiten der Berufstätigkeit abgeschlossen wurde.

Ein Geschenk für Banken, Versicherungen und Strukivertriebe in schwierigen Finanz-Zeiten von schwindendem Umsatz und Provisionen.

Frau von der Leyen muss wirklich blind und taub sein wenn sie nicht zur Kenntnis genommen hat was Riester-Verträge wirklich sind und wie hier systematisch nur Anbieter und Vertriebe von diesem Produkt profitieren.

Vorsätzlich Vermögensvernichtung mit Riesterprodukten auf Kosten der Riestersparer und Steuerzahler.

Riester-Vertrag als Voraussetzung

Wir reden von niedrigen Renten! wie um Himmelswillen sollen Geringverdiener von dem wenigen was sie verdienen noch die Strukivertriebe, Banken und Versicherungen sponsern wenn das wenige was sie verdienen nicht zum täglichen Leben reicht und teilweise durch Hartz 4 aufgestockt werden muss? Riester-Verträge als Zwang für Männer und Frauen die meistens keine 45 sozialversicherungspflichtigen Berufsjahre voll bekommen. Aber genau diese 45 Arbeitsjahre sind mit ausschlaggebend.

Die Lobbyisten und Frau von der Leyen

Hier muss die Versicherungswirtschaft ganz Arbeit geleistet haben. Herr Walter Riester welcher gehen Honorar bei Banken, Versicherungsvertrieben und Strukivertrieben "seine" Riester-Rente anpreist muss wohl immer noch ein gerüttelt Maß an Einfluss in der Politik haben. 10 Jahre Riester! Beurteilung quer Beet miserabel! Also ein Wahlgeschenk für die Akteure der Versicherungen und für Strukturvertriebe.

Absenken des Rentenniveaus stoppen

Rente mit 67 Jahren und Herr Schäuble spricht schon von der Rente mit 69 Jahren. Selbst wenn das Renteneintrittsalter auf 100 Jahre gesetzt würde wäre das keine Maßnahme um Menschen eine höhere Rente zu sichern. Generation Praktikum, Niedriglohnsektor, Zeitarbeit, Verweigerung zum Mindestlohn und Lohndumping von den Gewerkschaften mitgetragen. Wie sollen da Erwerbsbiographien mit 45 Arbeitsjahren zusammen kommen?

Rentengerechtigkeit?

NEIN, würde Frau von der Leyen nur ansatzweise wirklich die Rentner im Fokus haben würde sie die Rentenreform aufgreifen und alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherungspflicht zwingen und den Riesterquatsch nicht derart favorisieren.

Aber, dann müssten auch Politiker mit Ihren Superpensionen (aus Steuermittel) Beiträge zahlen. Selbständig wie Angestellte und Beamte, Richter wie auch Vorstände und Geschäftsführer.

Lieber werden Milliarden den Versicherungskonzernen an Riesterförderung nach geworfen für ein Produkt welches (meistens) nicht das Geld wert ist auf dem die Police gedruckt wird. Diese Milliarden wären in der Rentenversicherung, auch für die Erwerbsminderungsrente verwendet, besser aufgehoben.

Altersarmut vorprogrammiert

JA, denn schon heute beziehen über 700.000 Menschen zu Ihrer Rente eine "Aufstockung". Wenn die Verbindung zwischen Versicherungspflicht (aller Erwerbstätigen) die Beitragzahlung und die daraus resultierende Rentenhöhe (durch weitere Absenkung des Rentenniveaus) nicht erhalten bleibt droht einer Vielzahl von Menschen auch nach 45 Arbeitsjahren die Altersarmut. Überproportional sind viele Frauen schon heute davon betroffen.

Lebensversicherung, Sparguthaben, Riester und Eurokrise

Das viele Menschen angesichts der Finanzkrisen dem Euro nicht mehr vertrauen, wen wunderts? Geld in Geld anzulegen um fürs Alter anzusparen wird immer mehr zum Pokerspiel. Garantiezins wird abgesenkt, die Überschussbeteiligungen sinken ebenfalls, die neuen Sterbetafeln sind in kraft.

Die meisten Produkte sind undurchsichtig und intransparente und der Euro als solches schafft auch nicht wirklich vertrauen. Lieber verkonsumieren als Sparen, denn was das Geld morgen noch wert ist bleibt offen. So oder ähnlich denken viele Bürger angesichts von Staatsverschuldungen, Bankenrettungen und Rettungsschirme für die EU-Länder.

Frau von der Leyen sollte wirklich in die Niederungen des arbeitenden Volkes herabsteigen um die Basis zu fragen und nicht aus der Glaskuppel Geschenke an Versicherungen verteilen.

Vermögen der Deutschen

Privathaushalte in Deutschland haben laut Angaben der Deutschen Bundesbank 1,38 Billionen Euro Ansprüche gegen Versicherer. Hinter Bargeld und Einlagen ist das der zweitgrößte Anteil des gesamten Geldvermögens von 4,76 Billionen Euro. Allerdings sagt das wenig über die Verteilung des Bar-Vermögens der einzelnen Deutschen.