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11 Gesundheitsreformen und 40 Jahre später

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Der Irrtum von Beitragsstabilität der GKV

Die GKV-Beiträge weiter im Ungewissen

Die Zahl als solches lässt einen schon erschrecken. Unter Berücksichtigung der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze ist der GKV-Beitrag um 314,5 Prozent seit 1980 gestiegen.

11 Gesundheitsreformen

Diese Gesundheitsreformen sind und bleiben Stückwerk. Da wird munter an den Beiträgen geschraubt und die Leistungen gekürzt. Aktuell für den Zahnersatz ab 01.01.2012. Die Beitragverteilung ist ebenfalls ins Rutschen geraten. So zahlt der Arbeitnehmer 8,2 Prozent aus seinem Brutto, der Arbeitgeber zahlt 7,3 Prozent vom Brutto des Angestellten. Die Beitragbemessungsgrenze ist das Maß aller Dinge in der gesetzlichen Krankenkasse. Einheitsbeitrag für alle Kassen: 15,5 Prozent (2011).

Begehrlichkeiten durch gute Konjunktur 2011

Schon werden die ersten Stimmen laut das die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen gesenkt werden soll. Andererseits könnten aber auch die Leistungen angehoben werden. Aber, mit Geld zu jonglieren ist einfacher als mit guten Leistungen auf zuwarten. Von Nachhaltigkeit also keine Spur.

Neuester Denkansatz von Gesundheitsminister Daniel Bahr

Ärzte in ländlichen Regionen sollen finanziell besser gestellt werden als ihre Kollegen in Ballungsräumen. Die Illusion ist das die ärztliche Unterversorgung in den ländlichen Gebieten behoben werden muss. Dazu kommt, dass immer mehr Ärzte ganz oder teilweise ihre Kassenzulassungen zurück geben. Privatpatienten sind nun mal lukrativer als pauschal abgerechnete Kassenpatienten.

Beitragsanpassungen PKV

Auch hier geht es nicht ohne Erhöhung der Beiträge. Unterschiedlich von gar nicht bis teilweise 40 Prozent und mehr. Zumal die Billig- und Einsteigertarife mit dem teilweise, finanzschwachen (meistens Jung-Selbständige) Klientel immense Beitragsrückstände hervor gerufen haben. Man spricht von ca. 500.000 Euro Beitragsrückstand bei ca. 143.000 Nichtzahlern. Versicherte die ihre Beiträge seit mindestens 3 Monaten nicht entrichtet haben.

Eine Kündigung der Krankenversicherung ist seit Einführung der Krankenversicherungspflicht (01.01.2009) nicht möglich. Eine Mindestleistung oder Akut-Versorgung muss aber trotzdem Übernommen werden. Schon wird über einen „Untertarif“ der Billigtarife und Einsteigertarife nachgedacht. Dieser Tarif soll dann den Beitragsrückständlern einen verminderten Beitrag zu noch weiter verminderten Leistungen ermöglichen.

Das Gesundheitssystem im allgemeinen

Viel ist die Rede von Bürgerversicherung, Einheitskasse und Abschaffung der PKV. Diese Diskussion läuft aber schon seit Jahren ohne wirklichen Erfolg. Dazu kommt natürlich das durch die Beitragrückstellungen der PKV, Begehrlichkeiten von der GKV, geweckt werden. Es bleibt abzuwarten was aus der 12. Gesundheitsreform werden wird. Informationen zur Beitragbemessungsgrenzen 2012 finden Sie hier.